Grüne befürchten Patientenstau durch geplantes Primärarztsystem

Grüne befürchten Patientenstau durch geplantes Primärarztsystem

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Grüne befürchten Patientenstau durch geplantes Primärarztsystem

Berlin () – Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, warnt vor den Folgen der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplanten Patientensteuerung durch Hausärzte. „Ein verpflichtendes Primärarztsystem darf nicht zu einem Patientenstau in überlasteten Hausarztpraxen führen“, sagte Dahmen der „Welt“ (Samstagausgabe).

„Gerade auf dem Land fehlen schon heute Hausärztinnen und Hausärzte – wer dort eine Pflicht einführt, ohne tragfähige Lösungen zu schaffen, riskiert echte Unterversorgung.“ Die Hausarztpraxen müssten zunächst mit Maßnahmen gestärkt werden, die tatsächlich Wirkung entfalten. „Das heißt: mehr Zeit durch Vorhaltepauschalen statt Quartalsabrechnung, mehr Unterstützung durch eigenständig arbeitendes nichtärztliches Praxispersonal und ein vernetztes, digitales Terminmanagement.“ Es brauche ein System, das Ärzte „nicht zu Facharzttürstehern und Überweisungsautomaten macht“.

Erst wenn diese Voraussetzungen erfüllt seien, könne ein Primärarztsystem „sehr sinnvoll“ sein, so Dahmen. Die Erfahrungen aus Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden zeigten: „Eine kluge hausärztliche Steuerung verbessert Qualität, Wirtschaftlichkeit und schützt vor medizinisch nicht notwendigen Behandlungen.“

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Termingarantie bewertet Dahmen hingegen skeptisch: „Das klingt nach einem unseriösen Heilversprechen, das sich kaum einlösen lässt.“ Ambulanter Klinikzugang sei gut – aber keine Garantie für rechtzeitige Versorgung. „Hier drohen politische Erwartungen, die das System in der Realität nicht halten kann.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ärztehaus (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen, die im Artikel vorkommen, sind:

Janosch Dahmen, Nina Warken.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Grüne-Bundestagsfraktion, Bundesgesundheitsministerium, CDU, Welt, Dänemark, Niederlande

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, warnt, dass die von Gesundheitsministerin Warken geplante Patientensteuerung durch Hausärzte zu einer Überlastung der Praxen führen könnte, ohne vorherige Maßnahmen zur Stärkung der Hausarztversorgung zu ergreifen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Der Auslöser für die Warnung von Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, sind die geplanten Änderungen im Gesundheitssystem durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU), insbesondere die Einführung eines verpflichtenden Primärarztsystems. Dahmen befürchtet, dass dies zu einem Patientenstau in überlasteten Hausarztpraxen führen könnte, besonders in ländlichen Regionen, wo bereits jetzt ein Mangel an Hausärzten herrscht. Er fordert zuerst notwendige Maßnahmen zur Entlastung der Hausarztpraxen.

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel äußert der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, Bedenken zur geplanten Patientensteuerung durch Hausärzte, warnt vor einem möglichen Patientenstau und fordert eine Stärkung der Hausarztpraxen, bevor ein verpflichtendes Primärarztsystem eingeführt wird. Zudem kritisiert er die im Koalitionsvertrag auch angekündigte Termingarantie als unrealistisch.

Welche Konsequenzen werden genannt?

Die Folgen oder Konsequenzen, die im Artikel erwähnt werden, sind: Patientenstau in überlasteten Hausarztpraxen, echte Unterversorgung auf dem Land, Stärkung der Hausarztpraxen durch Vorhaltepauschalen, mehr Unterstützung durch nichtärztliches Praxispersonal, vernetztes digitales Terminmanagement, Ärzte nicht zu Facharzttürstehern und Überweisungsautomaten machen, kluge hausärztliche Steuerung verbessert Qualität und Wirtschaftlichkeit, schützt vor medizinisch nicht notwendigen Behandlungen, skeptische Bewertung der Termingarantie, politische Erwartungen, die das System nicht halten kann.

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Janosch Dahmen, dem gesundheitspolitischen Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, zitiert. Er warnt, dass ein verpflichtendes Primärarztsystem nicht zu einem Patientenstau in überlasteten Hausarztpraxen führen dürfe und betont, dass zunächst Maßnahmen zur Stärkung der Praxen nötig seien. Er sieht die Erfahrungen aus anderen Ländern als positiv, fordert aber Vorbedingungen für die Einführung eines solchen Systems.

Berlin: Ein Zentrum der Gesundheitspolitik

Berlin spielt eine zentrale Rolle in der deutschen Gesundheitspolitik, besonders durch die Diskussionen um Reformen im Gesundheitswesen. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Janosch Dahmen, äußert sich besorgt über die geplante Patientensteuerung durch Hausärzte. In der Hauptstadt, wo politische Entscheidungen unmittelbar Auswirkungen auf das Gesundheitssystem haben, ist eine klare Diskussion notwendig. Dahmen betont die Wichtigkeit, Hausarztpraxen vor einer möglichen Überlastung zu schützen. Innovative Lösungen sind entscheidend, um die Versorgung, besonders in ländlichen Gebieten, zu gewährleisten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH