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Apothekenpräsident fürchtet Lieferengpässe wegen EU-Abwasserplänen
Berlin () – Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) fürchtet Lieferengpässe wegen neuer Abwasservorschriften der EU.
„Wir befürchten, dass sich durch die neue Abwasserrichtlinie die Lieferfähigkeit besonders von preiswerten Nachahmer-Arzneimitteln weiter verschlechtern wird“, sagte ABDA-Präsident Thomas Preis der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Betroffen sein könnten vor allem Diabetiker und Patienten, die Antibiotika und Krebsmittel benötigen, so Preis.
„Schon jetzt sind hauptsächlich Generika von Lieferengpässen betroffen, weil hier der Preiswettbewerb durch die Rabattverträge der Krankenkassen besonders stark ist. Da diese Arzneimittel zunehmend nicht mehr kostendeckend produziert werden können, ziehen sich immer mehr Hersteller aus der Produktion zurück“, erklärte Preis. Der Apothekenpräsident mahnte: „Allein seit Beginn des Jahres sind die offiziell gemeldeten Lieferengpässe um gut zehn Prozent auf fast 550 nicht lieferbare Arzneimittel angestiegen.“
Der Hintergrund: Die EU verpflichtet mit der Richtlinie „Urban Wastewater Treatment Directive“ Klärwerke, eine zusätzliche Reinigungsstufe einzubauen, um Mikroschadstoffe wie Arznei-Rückstände zu entfernen. Die Kosten dafür sollen vor allem die Hersteller tragen. Preis regte an: „Andere Verursacher oder der Steuerzahler müssten sich an den Investitionen in bessere Kläranlagen beteiligen.“ Denn: „Arzneistoffe gelangen größtenteils nicht durch die Pharmaindustrie ins Wasser, sondern durch die Ausscheidungen von Patienten, die auf die Medikamente angewiesen sind.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Thomas Preis.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Rheinische Post, EU, Pharmaindustrie
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, EU
Worum geht es in einem Satz?
Die ABDA warnt vor Lieferengpässen bei preiswerten Nachahmer-Arzneimitteln aufgrund neuer EU-Abwasservorschriften, die insbesondere Diabetiker und Krebspatienten gefährden könnten, da steigende Produktionskosten viele Hersteller zur Aufgabe bewegen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Der Auslöser für das beschriebene Ereignis sind neue Abwasservorschriften der EU, die Klärwerke zur Installation zusätzlicher Reinigungsstufen verpflichten, um Mikroschadstoffe, einschließlich Arznei-Rückständen, zu entfernen. Diese zusätzlichen Kosten könnten die Produktion von preiswerten Generika weiter unrentabel machen und dadurch die Lieferfähigkeit gefährden.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die ABDA äußert Besorgnis über mögliche Lieferengpässe bei Arzneimitteln durch neue EU-Abwasservorschriften, die insbesondere preiswerte Generika betreffen könnten. Der Präsident warnt, dass vor allem Diabetiker und Patienten mit Antibiotika- oder Krebsmedikamenten betroffen sein könnten, und fordert eine Kostenbeteiligung anderer Verursacher an den notwendigen Investitionen in Kläranlagen.
Welche Konsequenzen werden genannt?
Lieferengpässe bei preiswerten Nachahmer-Arzneimitteln, Verschlechterung der Lieferfähigkeit, Betroffenheit von Diabetikern und Patienten, die Antibiotika und Krebsmittel benötigen, Anstieg der offiziell gemeldeten Lieferengpässe um gut zehn Prozent, Rückzug von Herstellern aus der Produktion, zusätzliche Kosten für Hersteller durch neue Abwasservorschriften, unzureichende Beteiligung anderer Verursacher und Steuerzahler an Investitionen in Kläranlagen.
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. ABDA-Präsident Thomas Preis äußert, dass die neue Abwasserrichtlinie der EU die Lieferfähigkeit von preiswerten Nachahmer-Arzneimitteln verschlechtern könnte und warnt, dass insbesondere Diabetiker sowie Patienten, die Antibiotika und Krebsmittel benötigen, betroffen sein könnten. Er fordert, dass auch andere Verursacher oder der Steuerzahler an den Investitionen in bessere Kläranlagen beteiligt werden sollten.
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