News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe
EU-Rechnungshof hält Verteidigungsinvestitionen für unzureichend
Luxemburg () – Die EU-Staaten wären im Kriegsfall trotz Milliardeninvestitionen in die Verteidigung nicht in der Lage, innerhalb der EU schnell Truppen und schweres Material zu verlegen. Das geht aus einem Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs hervor, wie der „Spiegel“ berichtet.
Ein Aktionsplan, den die EU im November 2022 nach Russlands Überfall auf die Ukraine beschlossen hat, sei verpufft. So habe die EU-Kommission vor der Ausarbeitung den Bedarf nicht gründlich bewertet und „keine solide Schätzung der Finanzierung“ vorgenommen. Die Folge: Der mit 1,7 Milliarden Euro ohnehin „recht kleine“ Topf sei schon Ende 2023 leer gewesen, bis zum Ablauf der Haushaltsperiode Ende 2027 klaffe eine Finanzierungslücke.
Zudem wurden laut Rechnungshof Projekte für die EU-Finanzierung ausgewählt, „noch bevor die dringendsten Prioritäten festgelegt waren“. Auch seien die Vorhaben „nicht immer an den strategisch wichtigsten Standorten und ohne Blick auf die Gesamtlage“ finanziert worden. Hinzu kämen bürokratische Hürden.
So könnten etwa Panzer nicht von einem EU-Land in ein anderes fahren, wenn sie schwerer sind, als es die dortige Straßenverkehrsordnung erlaubt. In einem Fall hätte schweres Gerät auf dem Weg in einen anderen EU-Staat einen großen Umweg nehmen müssen, weil eine wichtige Brücke sonst womöglich kollabiert wäre.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Europäischer Rechnungshof (Archiv) |
Luxemburg und die Herausforderungen der EU-Verteidigungskoordination
Luxemburg, ein kleines, aber einflussreiches Land im Herzen Europas, spielt eine wichtige Rolle in der EU-Politik. Der aktuelle Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs zeigt jedoch, dass die EU-Staaten im Kriegsfall trotz erheblicher Investitionen in die Verteidigung Schwierigkeiten haben würden, schnell Truppen und schweres Material zu verlegen. Diese Situation ist besonders besorgniserregend angesichts der geopolitischen Spannungen, die durch Russlands Überfall auf die Ukraine verstärkt wurden. Der Aktionsplan, der zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit ins Leben gerufen wurde, hat sich als unzureichend erwiesen, da grundlegende Prioritäten und Finanzierungsperspektiven nicht gründlich bewertet wurden. Luxemburg steht somit vor der Herausforderung, nicht nur als Finanzzentrum zu agieren, sondern auch als strategischer Akteur in der dringend erforderlichen Reform der europäischen Verteidigungsstrategie.
- Verbraucherschützer rügen "verzockte" Kassen-Millionen - 31. Juli 2026
- Neue CDU-Generalsekretärin will auf Basis zugehen - 31. Juli 2026
- Hoppermann: Wahlen im Herbst keine Gefahr für Merz` Kanzlerschaft - 31. Juli 2026

