Ernst kann sich Beitritt zu Wagenknecht-Partei vorstellen

Berlin () – Der ehemalige Linken-Bundesvorsitzende Klaus Ernst kann sich vorstellen, einer von Sahra Wagenknecht () neu gegründeten beizutreten, sollte diese ihr tatsächlich umsetzen. “Wenn mit Sahra Wagenknecht eine neue linke Partei entsteht, werden sich ihr sicher viele Mitglieder und Mandatsträger anschließen”, sagte Ernst der “Münchner Abendzeitung” (Dienstagsausgabe).

Vor allem würden “viele wieder kommen, die die Linke bereits verlassen haben”. Als wohl erster Linken-Spitzenpolitiker outet sich der Schweinfurter Bundestagsabgeordnete als Unterstützer der Wagenknecht-Partei: “Auch ich kann mir gut vorstellen, einer solchen Partei beizutreten.” Diese sei “weit über das Linken-Spektrum hinaus für viele Wähler interessant”, so der Vorsitzende des Ausschusses für und Energie des Bundestags. Der Gewerkschafter hatte einst die WASG gegründet, in die es viele frühere Sozialdemokraten aufgrund Gerhard Schröders (SPD) Hartz-IV-Reform gezogen hatte.

Knapp zwölf Prozent konnte die Linke nach der Fusion mit der WASG bei der Bundestagswahl 2009 erzielen. 2021 waren es nur mehr rund fünf Prozent. Ernst verweist darauf, dass 2009 fast jeder fünfte Arbeiter die Linke wählte. sei seine Partei für diese jedoch “kaum noch wählbar”.

Ernst: “Statt sich um die Interessen der einfachen Menschen zu kümmern, stellen wir Themen in den Vordergrund, die mit deren Lebenswirklichkeit kaum etwas zu tun haben.” Und weiter: “Statt grüner sein zu wollen als die Grünen, gegen eine Automobilausstellung zu demonstrieren oder Leute von oben herab zu behandeln, weil sie nicht gendern, sollten wir uns viel mehr um gute Arbeit, faire Löhne und ausreichende Renten kümmern.” Das wäre dann “der Job einer Partei mit Sahra Wagenknecht”, so Ernst weiter.

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Bildhinweis: Klaus Ernst (Archiv)

Ernst kann sich Beitritt zu Wagenknecht-Partei vorstellen

Zusammenfassung

– Klaus Ernst, ehemaliger Linken-Bundesvorsitzender, kann sich vorstellen, einer von Sahra Wagenknecht neu gegründeten Partei beizutreten.
– Ernst glaubt, dass viele Mitglieder und Mandatsträger sich einer solchen Partei anschließen würden.
– Auch ehemalige Linken-Mitglieder könnten zurückkehren.
– Ernst sieht Potenzial für die neue Partei, weit über das Linken-Spektrum hinaus Wähler zu gewinnen.
– Kritisiert aktuelle Linke als “kaum noch wählbar” für Arbeiter.
– Fordert Fokus auf gute Arbeit, faire Löhne und ausreichende Renten statt auf grüne Themen, Demonstrationen gegen Automobilausstellungen oder Gendern.

Fazit

Der ehemalige Linken-Bundesvorsitzende Klaus Ernst kann sich vorstellen, einer von Sahra Wagenknecht neu gegründeten Partei beizutreten, sollte diese ihr Vorhaben umsetzen. Ernst sagte, dass viele Mitglieder und Mandatsträger sich der neuen Partei anschließen würden, vor allem jene, die die Linke bereits verlassen haben. Laut Ernst sollte die neue Partei sich mehr auf die Interessen der einfachen Menschen konzentrieren und auf Themen wie gute Arbeit, faire Löhne und ausreichende Renten setzen.

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