AfD-Politiker zweifeln an Umfragehoch

() – Spitzenpolitiker der AfD haben mit Zurückhaltung auf die hohen Umfragewerte ihrer reagiert. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Stephan Brandner sagte der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”: “Es ist schon Freude über die guten Umfragezahlen da, aber doch eher verhalten.”

Der Parteivorsitzende Tino Chrupalla sagte: “In der Vergangenheit konnten wir Umfragehochs nicht halten, weil sich führende Politiker zum innerparteilichen Streit hinreißen ließen.” Der bayerische Landesvorsitzende Stephan Protschka sagte: “Ich bin immer sehr vorsichtig bei Umfragewerten. Das sind nur Momentaufnahmen.” Auch der Ehrenvorsitzende Alexander Gauland erwartet, dass die Umfragewerte der Partei wieder sinken werden.

Er glaubt aber, dass die AfD dadurch mehr “Stammwählerpotential” gewinnt. “Das wird wieder abschmelzen, aber nicht mehr auf sieben Prozent. Vielleicht sind wir dann bei zehn Prozent”, sagte er der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Die Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Renate Köcher, erklärt das Umfragehoch der AfD mit einem Protestverhalten der Wähler.

“Vor langer Zeit war die rechtsextreme DVU mal stark. Die Leute haben im Nachhinein gesagt: Wir wollten eigentlich nur den anderen vors Schienbein treten”, sagte Köcher der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Dieser Effekt halte nur solange wie die Unzufriedenheit mit anderen Parteien andauert. “In Zeiten von Unzufriedenheit haben extreme Parteien wie die DVU oder die NPD immer mal wieder profitiert, aber nie dauerhaft.”

Und Köcher weiter: “Die Unterstützung für extreme Parteien geht meist zurück, wenn die das Gefühl bekommt, dass bestimmte Themen von der ernst genommen und behandelt werden.”

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Plakat zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2021

AfD-Politiker zweifeln an Umfragehoch

Zusammenfassung

  • Spitzenpolitiker der AfD reagieren zurückhaltend auf hohe Umfragewerte
  • Stellvertretender Bundesvorsitzender Stephan Brandner freut sich über Umfragezahlen, aber verhalten
  • Parteivorsitzender Tino Chrupalla warnt vor innerparteilichem Streit
  • Bayerischer Landesvorsitzender Stephan Protschka sieht Umfragewerte als Momentaufnahmen
  • Ehrenvorsitzender Alexander Gauland erwartet sinkende Umfragewerte, aber Gewinn von “Stammwählerpotential”
  • Institut für Demoskopie Allensbach erklärt Umfragehoch der AfD als Protestverhalten der Wähler
  • Extreme Parteien profitieren meist nur kurzzeitig von Unzufriedenheit mit anderen Parteien

Fazit

AfD-Spitzenpolitiker reagieren verhalten auf die hohen Umfragewerte ihrer Partei und erwarten, dass diese wieder sinken werden. Die hohen Werte werden als Momentaufnahmen und Protestverhalten der Wähler betrachtet, welches laut Demoskopie-Expertin Renate Köcher nur so lange anhält wie die Unzufriedenheit mit anderen Parteien besteht. Sie erklärt, dass Unterstützung für extreme Parteien meist zurückgeht, wenn die Bevölkerung das Gefühl hat, dass bestimmte Themen von der Politik ernst genommen werden.

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