Währungen im digitalen Zeitalter – die Zukunft hat begonnen

Am Anfang der Währungsgeschichte gab es sogenannte Kauri-Schnecken, die als erstes Zahlungsmittel dienten. Im Jahre 650 vor Christus kamen dann die ersten geprägten Münzen dazu, und zwar im Königreich Lydien, also in der heutigen Türkei. Die Münzen waren aus Gold oder aus Silber und hatten einen Stempel, der ihren Wert eindeutig auswies. Heute sind wir im digitalen Zeitalter angekommen und das Geld in diesem neuen Zeitalter hat sich angepasst, es ist visuell geworden und lässt sich nicht mehr anfassen.

Eine völlig neue Ära

Digitale Währungen, die auch Kryptowährungen genannt werden, läuten eine neue Ära im internationalen Zahlungsverkehr ein. Sie sind virtuell, man kann sie nicht in der Geldbörse mit sich herumtragen, jedoch kann mit diesen Währungen gehandelt werden. Gäbe es keine Computer, dann würden die Kryptowährungen überhaupt nicht existieren. Diese Währungen basieren auf einer bestimmten Verschlüsselung und besitzen keinerlei materiellen Wert. Sie werden nur dann wertvoll, wenn viele Menschen sie als Währungsmittel auch akzeptieren. Verwaltet wird die Digitalwährung immer dezentral durch ein Computernetzwerk.

Seit wann gibt es die digitalisierte Währung?

Die Idee zum virtuellen Geld gab es bereits Ende der 1970er Jahre. Damals haben drei Studenten einen sogenannten Algorithmus entwickelt, der alle relevanten Daten verschlüsselt oder digital signiert. Bei diesem frühen Algorithmus ging es jedoch noch nicht um die dezentrale Erschaffung einer Währung. Erst später kam mit dem „ECASH“ eine Währung, die auf einem bestimmten Algorithmus basiert. Einige Banken haben diese Währung sogar genutzt, der ganz große Durchbruch war sie aber nicht. Die Idee zur heutigen Kryptowährung hatte 1998 ein Computeringenieur mit Namen Wei Dai.

Der Bitcoin, die unbekannte Währung

Fast jeder hat schon einmal den Begriff Bitcoin gehört und viele wissen auch, um was es sich dabei handelt. Der Bitcoin war die erste Kryptowährung, die 2008 von Satoshi Nakamoto entwickelt wurde. Wer diese Person aber genau ist und was sich wirklich hinter diesem Namen verbirgt, ist bis heute nicht bekannt. Die Währung Bitcoin wurde entwickelt, damit es ein Zahlungsmittel gibt, was sowohl von staatlichen Regularien als auch von Banken stets unabhängig ist. Der Bitcoin startete 2008 durch, also im Jahr der internationalen Bankenkrise. Das Vertrauen in die Banken war zu diesem Zeitpunkt verschwunden, was die Entwicklung von digitalen Währungen noch beschleunigte.

Viele verschiedene Meinungen

Die Meinungen und Ansichten zum digitalen Geld gehen sehr weit auseinander. Für die einen sind die digitalen Währungen die Zukunft und ein komplett neuer Wirtschaftszweig. Die anderen misstrauen aber dem Geld, was sie nicht anfassen können und sehen den Hype um die Kryptowährung eher kritisch. Sie haben Angst davor, dass die digitalen Währungen das bereits angeschlagene Finanzsystem erschüttern.

Fazit

2017 erlebte der Bitcoin einen wahren Höhenrausch an der Börse. Der Rausch, in dem sich damals viele Anleger befanden, endete allerdings sehr schnell, als es zu großen Schwankungen des Kurses kam. Der Bitcoin ist aber nur ein Vertreter, wenn es um Kryptowährungen geht. Heute gibt es mehr als 1500 dieser virtuellen Währungen. Sie alle zeichnen sich durch seltsame Namen wie beispielsweise Acute-Angle, All-Sports, IOTA oder MOIN aus. Wer diese Währungen besitzen will, braucht dazu auch die passende virtuelle Brieftasche und die wird Wallet genannt.

Bild: @ depositphotos.com / ra2studio

Währungen im digitalen Zeitalter – die Zukunft hat begonnen

Ulrike Dietz