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Verbraucher erhalten mehr Rechte beim Datenschutz

Verbraucher erhalten mehr Rechte beim Datenschutz

Die Staaten der EU konnten sich nach vier Jahren schwieriger Verhandlungen auf neue Regeln beim Datenschutz einigen. Die Verbraucher in allen EU-Ländern werden beim Datenschutz gestärkt. Auf zentrale Punkte konnten sich die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten bei der Reform des EU-Datenschutzes einigen. Die bisherige Datenschutz-Grundverordnung stammte aus dem Jahr 1995 und wird durch die neue Datenschutzregeln ersetzt.

Datenschutz für Verbraucher gestärkt

Die neue EU-Datenschutzverordnung soll im Jahr 2018 in Kraft treten und in allen EU-Ländern ihre Gültigkeit haben. Auf folgende zentrale Punkte konnten sich die EU-Staaten einigen:

Recht auf Vergessen und Portabilität
Das Recht auf Vergessen räumt den Verbrauchern das Recht ein, Informationen einfacher löschen zu lassen und wird als Recht auf Vergessenwerden bezeichnet. Im Rahmen der Portabilität können Verbraucher künftig ihre Daten von einem zum anderen Anbieter übertragen lassen.

Mindestalter Datenverarbeitung
Das Mindestalter für die Einwilligung zur Datenverarbeitung wurde auf 16 Jahre festgelegt. Die Nutzung von Diensten wie WhatsApp erfordert in Zukunft eine Zustimmung der Eltern, wenn der Teenager jünger als 16 Jahre alt sein sollte.

Neue Datenschutzregeln für Unternehmen
Die Datenschutzregeln für Unternehmen sind verschärft worden. In Zukunft sind vor allem Onlinekonzerne wie Twitter, Facebook oder Google dazu aufgefordert die eigenen Produkte bzw. Dienstleistungen datenschutzfreundlicher zu gestalten. Bei einem Verstoß gegen die Datenschutzregeln droht eine Strafzahlung von vier Prozent des Jahresumsatzes an die EU. Von der Regelung betroffen sind Unternehmen aus der EU und den USA.

Beschwerdestelle bei Problemen mit Anbietern
Nach der neuen Datenschutzverordnung kann ein Verbraucher bei Problemen mit einem Anbieter künftig in seiner Landessprache eine Klage bei der zuständigen Beschwerdestelle einreichen.

Gleiche Datenschutz-Standards
Alle 28 EU-Länder sind dazu aufgefordert gleich hohe Datenschutz-Standards zu haben und auf diese Weise so genannte Datenschutz-Paradiese unterbunden werden. Die Anbieter müssen ihre Kunden bei auftauchenden Datenlecks sofort informieren anstatt erst Wochen oder Monate später.

Datenschutz und Verbraucher
Der Datenschutz ist von wichtiger Bedeutung für alle Verbraucher, weil die eigenen Daten persönlicher Natur sind und nicht in falsche Hände geraten sollen. Die Betreiber von Internetseiten müssen schon länger auf Cookies hinweisen und eine Datenschutzerklärung einrichten. Die Regeln im Datenschutz sind in den vergangenen Jahren verschärft worden. Die Transparenz vor allem von Unternehmen gegenüber den Verbrauchern bezüglich der Datenspeicherung dürfte sich mit der neuen EU-Datenschutzverordnung verbessern.

Die Umsetzung der Datenschutzverordnung erfordert bei den Unternehmen einen steigenden Personalaufwand, um einen eventuellen Verstoß gegen den Datenschutz bereits im Vorfeld zu vermeiden, indem Mitarbeiter im Controlling die Einhaltung der Datenschutzregeln überwachen.

Die eigenen Daten sind persönliches Eigentum und sollten nur an vertrauenswürdige Unternehmen, Personen oder Dienstleister weitergegeben werden. Im Internet ist besondere Vorsicht geboten, weil hier ein Datendiebstahl durch Cyberkriminelle drohen kann. Die Zugangsdaten zu Diensten wie Facebook, Twitter oder dem E-Mail-Postfach sollten regelmäßig geändert werden. Das Passwort sollte aus mindestens acht Zeichen, Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen. Je komplexer das Passwort desto schwieriger wird es für Cyberkriminelle oder Hacker an die Daten zu gelangen. Jeder einzelne Verbraucher sollte den Datenschutz achten und seine Daten nicht leichtfertig aus der Hand geben.

Im Bereich der Apps sollten nur solche Anwendungen auf dem Smartphone oder Tablet installiert werden, die wenige oder keine Berechtigungen verlangen. Die Berechtigungen erlauben der App zum Beispiel einen Zugriff auf die Kontaktliste, Kamera oder Mikrofon.

Wenn eine App quasi einen vollen Zugriff auf das Smartphone verlangt, sollte das Programm nicht installiert oder falls möglich die Berechtigungen durch Deaktivierung unterbunden werden. Unseriöse Apps können quasi den Datenschutz aushebeln und Daten für kriminelle Zwecke entwenden. Ein Schutzprogramm wie Clean Master bewahrt mit dem integrierten Antiviren-Schutz vor der Nutzung gefährlicher Apps.

Bild: © Depositphotos.com / maxkabakov

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Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit über 12 Jahren als Texter mit seinem Schreibbüro (www.sauerlandtext.de) aktiv. Er hat sich auf die Erstellung von Fachtexten, Blogbeiträgen, Newsartikeln und App-Testberichte für kommerzielle Webseitenbetreiber sowie Printmedien spezialisiert.