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Bußgeld für Google – ein richtiges Signal

Bußgeld für Google – ein richtiges Signal

Google ist ein Global Player, ein Weltkonzern, der wie kaum ein anderer das Internet geprägt hat und bis heute prägt. Google steht für innovatives Denken, für ein beispielloses Geschäftsmodell, aber leider auch für maßlose Gier, immer noch größer und noch dominanter zu werden. Jetzt hat die EU der größten Internetsuchmaschine einen Dämpfer verpasst und Google zu einer Rekordgeldstrafe von 2,4 Milliarden Euro verurteilt. Wettbewerbsverzerrung wirft die EU Google vor, denn das erfolgreiche Geschäftsmodell funktioniert auf Kosten anderer.

Eine ungebremste Expansion

Google ist in schwindelerregende Höhen aufgestiegen und hat mittlerweile in Deutschland und in anderen EU-Ländern einen Marktanteil von 90 %. Diese so große Marktdominanz ist natürlich verführerisch, eigene Shopping-Angebote zu bevorzugen oder die Konkurrenz möglichst klein zu halten. Google hat beides getan und wurde dafür jetzt von der EU bestraft. Die Untersuchungen der zuständigen EU-Kommission haben gezeigt, dass der Internetriese nur sehr wenig unternommen hat, um der Strategie der Verdrängung auszuweichen. Selbst wenn Marktdominanz nicht strafbar und nicht illegal ist, das Vorgehen von Google ist dennoch nicht akzeptabel.

Es geht um Chancengleichheit

Auch die Kleinen haben im Internet die gleichen Chancen wie die Großen, ein Umstand, der Google nicht interessiert hat. Nach Ansicht der EU ist nicht weiter hinnehmbar, dass Google die eigenen Shopping-Angebote in den Suchergebnissen ständig bevorzugt, während alle anderen Mitbewerber gleichzeitig degradiert werden. Das hat nichts mehr mit Chancengleichheit zu tun, so die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Google war zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise an einer Lösung des Konflikts interessiert, berichten zum Beispiel die Manager von Preisvergleichsportalen, das Unternehmen hat lediglich versucht, auf Zeit zu spielen. Google hatte möglicherweise immer die Hoffnung, dass den Konkurrenten irgendwann mal die Luft ausgeht oder sie bei den Verbrauchern in Vergessenheit geraten.

Ein fairer Wettbewerb wird verhindert

Google ist nicht der einzige Konzern, der den Versuch unternimmt, den Markt zu beherrschen, die meisten Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter sind darauf ausgelegt. Es wird sehr wahrscheinlich auch nie gelingen, einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, denn dafür sind einige Unternehmen wie eben auch Google, im Laufe der Zeit einfach zu groß und zu dominant geworden. Google wird mit einer Klage auf die Strafmaßnahme der EU antworten und es steht noch nicht fest, ob die Rekordsumme von 2,4 Milliarden Euro in dieser Höhe bezahlt werden muss. Ein wichtiges Signal war die Entscheidung der EU aber allemal.

Bild: © Depositphotos.com / rozelt

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Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: u.dietz@tixio.de