Technik

Der Streit ist beendet – #GEMA und #YouTube einigen sich

Der Streit ist beendet – #GEMA und #YouTube einigen sich

Viele haben sich darüber geärgert, denn immer, wenn sie sich ihren Lieblingssong auf YouTube abhören wollten, war das nicht möglich. „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar“ war dann zu lesen und diese so verhasste Meldung kostete YouTube viele treue User. Schuld an der Blockade war ein langjähriger Rechtsstreit zwischen der Internetplattform und der deutschen Musikverwertungsgesellschaft, kurz GEMA.

Der Streit wurde beigelegt

Der Streit zwischen der GEMA und YouTube ist endlich beendet und nicht nur die Nutzer von YouTube können sich darüber freuen. Auch die Komponisten, die Autoren und die Musikverleger profitieren davon, dass sich YouTube und die GEMA geeinigt haben. Wenn sie Mitglied der GEMA sind, dann können sie ab jetzt ihre Clips auf YouTube in Deutschland, der Schweiz und in Österreich monetarisieren und sich durch Werbung neue Einnahmequellen sichern. Über die Details bei der Einigung wollte man sich weder bei YouTube noch bei der GEMA äußern, und genaue finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Worum ging es bei dem Streit?

Auch wenn der Streit zwischen der GEMA und YouTube beigelegt wurde, hat die Videoplattform betont, dass es auch weiterhin Unterschiede geben wird, was die Rechtsauffassung angeht. Begonnen hatten die Streitigkeiten vor zehn Jahren und seit 2009 hatte die GEMA mit YouTube um einen Lizenzvertrag gerungen. Heftig wurde der Streit dann im Jahre 2011, als die GEMA ihre Tarife für die Musikvideos veröffentliche, die mit Werbung finanziert werden. 10,25 % der Einnahmen sollten an die GEMA abgeführt werden, mindestens aber ein Preis von 0,025 Cent pro Stream bei einer niedrigen Interaktivität. Dieser Preis galt zum Beispiel für Internetradios, nicht aber für YouTube. Die Plattform habe, so die GEMA, eine hohe Interaktivität und müsse daher statt 0,025 Cent pro Stream, 0,048 Cent pro Stream zahlen. YouTube weigerte sich strikt und so kam es 2014 zur Unterlassungsklage um die verhassten Sperrtafeln für die Nutzer in Deutschland.

Bild: © Depositphotos.com / TPOphoto

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (Noch nicht bewertet)

Hat Ihnen die News oder der Beitrag gefallen? Hier geht es zu weiteren interessanten Themen …

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.