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#Xiaomi Mi Mix – das Smartphone der Zukunft?

#Xiaomi Mi Mix – das Smartphone der Zukunft?

Kommt das Smartphone der Zukunft aus China? Fast sieht es so aus, denn was der Hersteller Xiaomi jetzt als High-End-Smartphone mit einem Android Betriebssystem vorstellt, ist schon ein bisschen futuristisch. Das Mi Mix hat ein 6,4 Zoll großes Display, was vielleicht keine Sensation ist, aber das Display nimmt 90 % der Vorderseite ein und ist an drei Seiten fast randlos. Nur an der unteren Seite ist andeutungsweise so etwas wie ein kleiner Rand zu sehen. Die Smartphones der Konkurrenz können da nicht mithalten, denn auch die besten Geräte kommen nur auf einen Bildschirm von maximal 75 %.

Die Maße halten sich in Grenzen

Ein so großer Bildschirm – das muss zwangsläufig auch ein riesiges Smartphone sein, aber dem ist nicht so, denn die Maße des Mi Mix von Xiaomi halten sich in Grenzen und passen sehr gut in die Hand. Aber nicht nur das Gehäuse aus Keramik bietet einen interessanten Blick in Richtung Zukunft, auch in diesem Smartphone aus dem Reich der Mitte gibt es einige tolle Lösungen. Da, wo bei anderen Smartphones der Lautsprecher seinen Platz hat, ist beim Mi Mix der Gehäuserand, und es sind sogenannte piezoelektrische Elemente, die den Rahmen aus Metall in Schwingungen versetzen und so die Klänge erzeugen. Aber auch die anderen Sensoren müssen irgendwo untergebracht werden und die Entwickler von Xiaomi haben sich etwas einfallen lassen.

Das Mi Mix ist 159 x 82 x 8 Millimeter groß. Im Vergleich dazu bringt es das Sony Xperia Z Ultra bei einer gleichgroßen Diagonale auf 180 x 92 x 6,5 Millimeter und das iPhone 7 Plus ist mit einem 5,5 Zoll großen Display fünf Millimeter schmaler.

Viele gute Lösungen

Der Näherungssensor arbeitet zum Beispiel mit einem Ultraschall-Lautsprecher und ersetzt so den klassischen Infrarotsender, der ja bekanntlich eine eigene Linse benötigt. Die Frontkamera sitzt beim Mi Mix in einem schmalen Bereich unterhalb des Displays. Xiaomi nutzt als Prozessor einen Snapdragon 821 von Qualcomm und dazu gibt es nach Wahl vier GByte RAM und einen 128 GByte internen Speicher, oder sechs GByte RAM und einen 256 GByte internen Speicher.

Wer sich für die besser ausgestattete Variante entscheidet, der bekommt zudem Knöpfchen, die mit Gold verziert sind. Ein echter Knaller ist aber das Display mit seinen 2048 x 1080 Pixeln, und die zusätzlichen Pixel sollen trotz der sonst üblichen Bildschirmtasten, ein Seitenverhältnis von 16:9 für den restlichen Inhalt des Displays erlauben.

Auch die Rückseite kann überzeugen

Neben der Frontkamera hat das Mi Mix Smartphone aus China auch noch auf der Rückseite eine 16-Megapixel-Kamera sowie einen Scanner für Fingerabdrücke. Der Akku fasst 4400 mAH und wird über eine QuickCarge 3.0 und eine USB-Typ-C-Buchse sehr schnell wieder aufgeladen, dazu kommt die Unterstützung für LTE mit bis zu 600 Mbit/s und die Möglichkeit der Dual-SIM-Nutzung. Leider versteht das Smartphone das in Europa so wichtige LTE-Band 20 mit 800 MHz nicht. Außerdem gibt es noch eine Buchse für den Kopfhörer und einen Audiochip mit 192 kHz und mit 24 Bit, die für einen tollen Klang sorgen sollen.

Wie viel wird das Smartphone von Xiaomi kosten?

Xiaomi will das Mi Mix im November zunächst in China auf den Markt bringen und dort wird es umgerechnet 475,- Euro für die einfache Variante und 540,- Euro für die etwas edlere Variante kosten. Es gibt aber bereits Importhändler, die das Handy für ca. 600,- Euro anbieten. Ausgeliefert wird das Mi Mix mit Android 6.0, auf dem dann eine MIUI 8 veränderte Oberfläche laufen wird. Wie es bei Smartphones aus China üblich ist, wird auch Google fehlen, was dann noch nachgerüstet werden müsste. Bis jetzt ist jedoch noch nicht klar, ob es überhaupt eine ganz offizielle Version für den internationalen Markt geben wird.

Bild: © Depositphotos.com / konstantynov

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.