Die meisten Deutschen ärgern sich über die Rundfunkgebühr, aber das, was die Sender jetzt planen, könnte für noch mehr Ärger und Unmut sorgen. So sollen angeblich die Sender, die bisher kostenlos empfangen werden können, in Zukunft Geld kosten. Die ARD, das ZDF sowie die RTL-Gruppe und auch ProSiebenSat.1 haben bereits konkrete Pläne, wie sie in die Taschen der Zuschauer greifen können.
Nur noch in HD
Wenn der Plan der Sender Realität werden sollte, dann werden viele Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre gucken. Die TV-Sender wollen zukünftig nur noch in HD-Qualität senden und das auch per Satellit. Im Klartext heißt das, dass das SD-Signal, das bisher kostenlos empfangen werden konnte, gekappt wird und die Zuschauer haben dann keine andere Wahl mehr, als auf die kostenpflichtigen HD-Angebote zurückzugreifen. Wie weit die Pläne der Sender schon fortgeschritten sind, beweist die Arbeitsgruppe, die eigens gegründet wurde, um die Abschaltung des Signals vorzubereiten.
Die Sender müssen sparen
Das Vorhaben, die Bürger fürs Fernsehen bezahlen zu lassen, resultiert aus den Bestrebungen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), die ARD und ZDF zu einem strengen Sparkurs verdonnert hat. Wenn ARD und ZDF das Satelliten-TV abschalten, dann sparen sie eine Menge Geld und daher könnte es bereits in zwei Jahren so weit sein. Allerdings ist das Bundeskartellamt dagegen und schreibt den Sendern vor, noch bis 2022 zu senden. Wenn das Aus für das Satelliten-TV kommt, dann könnten nur die Privatsender wie die RTL-Gruppe und ProSiebenSat.1 in HD empfangen werden, und das müssten die Zuschauer dann bezahlen.
Gibt es Alternativen?
Noch hält man sich bei den Sendern zum Thema Abschaltung des Satelliten-TVs bedeckt und RTL erklärte, es gäbe keine Pläne dieser Art, auch nicht nach 2022. Aber was, wenn das Fernsehen in Zukunft doch Geld kosten wird? Gibt es vielleicht Alternativen? Die gibt es in der Tat, zum Beispiel durch die Mediatheken, durch die Apps der Sender, auch spezielle Webseiten wie Zattoo bieten Fernsehen zum Nulltarif an. Dazu kommt noch der Kabel- und IPTV-Empfang über verschiedene Anbieter wie die Deutsche Telekom oder auch Vodafone, die nach wie vor kostenlos senden.
Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov
Häufige Fragen
Warum sollen Fernsehsender in Zukunft Geld kosten?
Die Sender planen, Gebühren einzuführen, um finanzielle Einsparungen zu erzielen, die durch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) gefordert werden.
Was passiert mit dem SD-Signal?
Das SD-Signal soll abgeschaltet werden, sodass Zuschauer künftig nur noch in HD-Qualität empfangen können, was kostenpflichtig sein wird.
Wie weit sind die Pläne der Sender bereits fortgeschritten?
Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet, um die Abschaltung des SD-Signals vorzubereiten, was auf ernsthafte Absichten hinweist.
Wann könnte die Abschaltung des Satelliten-TV erfolgen?
Die Abschaltung könnte bereits in zwei Jahren stattfinden, abhängig von den Entscheidungen der Sender und der regulatorischen Vorgaben.
Was sagt das Bundeskartellamt zu den Plänen?
Das Bundeskartellamt hat den Sendern vorgeschrieben, bis mindestens 2022 weiter zu senden, was die Umsetzung der Pläne verzögern könnte.
Welche Sender sind von den Plänen betroffen?
Betroffen sind hauptsächlich ARD, ZDF sowie die RTL-Gruppe und ProSiebenSat.1, die alle kostenpflichtige HD-Angebote planen.
Gibt es Alternativen zum kostenpflichtigen Fernsehen?
Ja, Alternativen sind Mediatheken, Apps der Sender und Plattformen wie Zattoo, die kostenloses Fernsehen anbieten.
Wie können Zuschauer weiterhin kostenlos fernsehen?
Zuschauer können weiterhin über Kabel- und IPTV-Anbieter wie die Deutsche Telekom oder Vodafone kostenlos fernsehen.
Was bedeutet das für die Zuschauer?
Wenn die Pläne umgesetzt werden, müssen Zuschauer möglicherweise für den Empfang von Fernsehinhalten bezahlen, was zu Unmut führen könnte.
Was können Zuschauer tun, wenn sie nicht zahlen möchten?
Sie können alternative Angebote nutzen, die kostenloses Fernsehen ermöglichen, oder sich über die Mediatheken der Sender informieren.
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