Der durchschnittliche Deutsche verbraucht rund 70 Plastiktüten pro Jahr. Die Tüten kommen dabei aber nicht mehrmals zum Einsatz, sie werden nach nur rund 25 Minuten einfach in den Müll geworfen und bis sie endlich verrotten, vergehen mehrere Hundert Jahre. Immer mehr Geschäfte wollen diesem umweltschädlichen Trend entgegen wirken und lassen sich die Tüten aus Plastik bezahlen, ein junges Start-up-Unternehmen aus Berlin hatte jetzt aber eine viel bessere Idee.
Ein Bonus für den nachhaltigen Einkauf
Bonsum heißt das Unternehmen aus Berlin, das den Plastiktüten den Kampf angesagt hat. Sie haben ein Bonussystem erfunden, praktisch ein grünes Payback und die Hauptrolle spielt ein Beutel aus Jute. Das System funktioniert sehr einfach. Jeder Beutel hat einen eingebauten NFC-Chip, der von einem separaten Tablet an der Kasse im Geschäft gescannt wird. Mit dem Übertragungsstandard NFC kann zum Beispiel auch kontaktlos mit dem Smartphone bezahlt werden und beim Scannen der Jutebeutel geht dann eine kleine Spende an eines der vielen Regenwaldprojekte. So können die Kunden, die mit dem Beutel einkaufen gehen, ihr grünes Gewissen ein wenig beruhigen.
Ein kleines Dankeschön
Wenn die Kunden mit dem sogenannten Goodbag in einem Geschäft einkaufen, bezahlen die teilnehmenden Händler eine kleine Gebühr und das tun sie offensichtlich gerne. Viele Unternehmen unterstützen jedes Jahr mit einer Menge Geld soziale Projekte, mit dem Jutebeutel haben sie jetzt die Möglichkeit, Teil eines ganz konkreten Projekts zu werden. Aber das Start-up-Unternehmen zeigt den Händlern gegenüber auch seine Dankbarkeit, denn mit jedem Scan geben die Kunden ein wenig über ihr Einkaufsverhalten preis und diese Informationen werden von Bonsum an die Händler zurückgegeben. Das alles soll unter dem Mantel der Anonymität geschehen, Kritiker haben allerdings daran ihre Zweifel.
Man steht in Verhandlungen
Noch können die Jutebeutel mit dem Chip nur direkt über die Webseite von Bonsum www.thegoodbag.de gekauft werden, aber die Gründer des jungen Unternehmens stehen bereits mit großen Supermarktketten in Verhandlung. Geplant ist auch ein grünes Bonusprogramm, denn wenn die Kunden statt der Plastiktüte den Goodbag für den Einkauf nutzen, dann werden sie mit Gutscheinen belohnt.
Bild: © Depositphotos.com / konstantin32
Häufige Fragen
Was ist der Goodbag?
Der Goodbag ist ein nachhaltiger Jutebeutel mit einem integrierten NFC-Chip, der beim Einkaufen für Spenden an Umweltprojekte genutzt wird.
Wie funktioniert das Bonussystem von Bonsum?
Beim Scannen des Goodbags an der Kasse wird eine kleine Gebühr von den Händlern gezahlt, die dann in Spenden für Regenwaldprojekte fließt.
Wo kann ich den Goodbag kaufen?
Der Goodbag ist derzeit ausschließlich über die Webseite von Bonsum unter www.thegoodbag.de erhältlich.
Wie unterstützt der Goodbag soziale Projekte?
Jeder Einkauf mit dem Goodbag generiert Spenden für soziale und Umweltprojekte, die von den teilnehmenden Händlern finanziert werden.
Was passiert mit meinen Einkaufsdaten?
Die Einkaufsdaten werden anonymisiert erfasst und den Händlern zur Verfügung gestellt, um deren Angebote zu verbessern.
Gibt es ein Bonusprogramm für Goodbag-Nutzer?
Ja, es ist ein grünes Bonusprogramm geplant, bei dem Nutzer Gutscheine erhalten, wenn sie den Goodbag anstelle von Plastiktüten verwenden.
Wie lange dauert es, bis Plastiktüten verrotten?
Plastiktüten benötigen mehrere Hundert Jahre, um sich vollständig zu zersetzen, was sie zu einer umweltschädlichen Wahl macht.
Warum sind Plastiktüten problematisch?
Plastiktüten werden oft nur einmal verwendet und tragen erheblich zur Umweltverschmutzung bei, da sie lange Zeit in der Natur verbleiben.
Welche Unternehmen unterstützen den Goodbag?
Viele teilnehmende Händler zahlen eine Gebühr für jeden Scan des Goodbags, um soziale Projekte zu unterstützen.
Sind die Daten der Goodbag-Nutzer sicher?
Die Daten werden anonymisiert erfasst, jedoch gibt es Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, die von Kritikern geäußert werden.
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