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RFID statt Bargeld – die Bürger wehren sich

RFID statt Bargeld – die Bürger wehren sich

Will die EZB tatsächlich das Bargeld abschaffen? Gerüchte zu diesem Thema sickern immer wieder durch und das sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Ein kleiner RFID-Chip auf einer Kredit- oder Geldkarte – so soll die Zukunft aussehen, wenn es nach den Währungshütern geht. Jedoch haben sie nicht mit dem großen Widerstand der Bevölkerung gerechnet. Mittlerweile gibt es diverse Kampagnen und Petitionen, die sich für die Erhaltung des Bargelds aussprechen. Aber leider ist es nicht so einfach, wie es sich die Kritiker vorstellen.

Auch die Kirchen machen mit

Wie weit die Idee bereits gediehen ist, das Bargeld abzuschaffen, zeigt die evangelische Kirche in Berlin. Dort geht nicht mehr wie früher im Gottesdienst der Klingelbeutel herum. Die Kirchenbesucher haben jetzt die Möglichkeit, mit ihrer EC- oder Kreditkarte bargeldlos in die Kollekte zu spenden. Nun überlegt die Kirche, ob sie dieses Modell nicht in ganz Deutschland anbieten soll. In anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Schweden ist es kaum noch möglich, etwas mit Bargeld zu bezahlen. Auch in Deutschland kommt der kleine RFID-Chip, der sich auf der Kreditkarten wie auch der Geldkarte befindet, immer mehr in Mode. Auf diesem Chip sind alle relevanten Daten gespeichert, die unter anderem die Bank nach Belieben abrufen kann. Diese Idee macht vielen Menschen Angst und sie möchten statt des RFID-Chips lieber ihr Bargeld behalten.

Die Argumente für die Abschaffung des Bargelds

Diejenigen, die sich für eine Abschaffung des Bargelds aussprechen, haben immer die gleichen Argumente. Für die evangelische Kirche ist es angeblich in den ländlichen Bereichen zu teuer und auch zu schwer, Bargeld zur Bank zu bringen. Die Kirche arbeitet daher an einer eigenen „Kollekten-App“, mit der die Gläubigen bundesweit spenden können. Der digitale Klingelbeutel klingt, so die Kritiker, auf den ersten Blick vielleicht harmlos. Es ist jedoch ein weiterer Schritt weg vom Bargeld und hin zur Kartenzahlung mittels RFID-Chip. Immer wieder taucht in den Argumenten auch die Bekämpfung der weltweiten Kriminalität und des Terrors auf. Waffengeschäfte sind beispielsweise Bargeldgeschäfte. Wenn es kein Bargeld mehr gibt, wird es deutlich schwerer, mit verbotenen Dingen wie Waffen oder Drogen zu handeln.

Nur eine Verschwörungstheorie?

Angeblich haben die Familien Morgan, Rothschild und Rockefeller im Jahre 1919 die Weltregierung beschlossen. Der erste Schritt ist es, die nationalen Währungen abzuschaffen. Das ist mit dem Euro geschehen, anschließend folgt die digitale Währung über die Kreditkarte mit dem RFID-Chip. Im zweiten Schritt folgt eine DNS-Datenbank, in der jeder Bürger erfasst ist, im dritten Schritt bekommt jeder Bürger einen RFID-Chip unter die Haut gepflanzt. Auf diese Weise lassen sich die Gedanken und das Verhalten jedes einzelnen Bürgers steuern. Das klingt wie eine Verschwörungstheorie, für manche ist es aber heute schon Realität.

Sicher steckt keine Verschwörungstheorie hinter der Absicht, das Bargeld abzuschaffen. Es sind vielmehr praktische Gedanken, die für eine Welt ohne Bargeld sprechen. Allerdings lassen sich diese Gedanken den Bürgern eher schwer vermitteln. Sie sehen sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, wenn sie keine Münzen und Geldscheine mehr in der Geldbörse haben. Das alltägliche Leben kann mit dem Wegfall des Bargelds vielleicht sogar einfacher sein, aber davon wollen die meisten Deutschen nichts wissen.

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Bild: @ depositphotos.com / ryanking999

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Ulrike Dietz

Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig.
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