BGA-Präsident rechnet mit Fortbestand der US-Zollpolitik

BGA-Präsident rechnet mit Fortbestand der US-Zollpolitik

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wirtschaft: Berlin und die US-Handelspolitik

Berlin () – Nach den US-Midterms rechnet der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Dirk Jandura, mit einem Fortbestehen der Zollpolitik von US-Präsident . „Für den Außenhandel ändert sich durch die Ergebnisse der US-Kongresswahlen zunächst nichts“, sagte Jandura der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Die Außenhandelspolitik bleibt maßgeblich vom US-Präsidenten geprägt. Er kann hier weiterhin viel freier agieren als in der künftigen nationalen Politik.“

„Auf Grundlage bestehender Handelsgesetze verfügt Trump über weitreichende eigene Befugnisse.“ Zudem sei die protektionistische US-Handelspolitik kein alleiniges Projekt der MAGA-. „Auch viele Demokraten stehen dem Freihandel skeptisch gegenüber“, so Jandura. „Wir müssen damit rechnen, dass Trumps Zollpolitik vorerst bestehen bleibt – trotz aller negativen Folgen auch für die amerikanischen Verbraucher.“

Die Demokraten könnten zwar über den Kongress Untersuchungen einleiten, den politischen Druck erhöhen und versuchen, die gesetzlichen Befugnisse des Präsidenten einzuschränken, so Jandura. „Dafür wären jedoch entsprechende Mehrheiten und gegebenenfalls die Überwindung eines präsidentiellen Vetos erforderlich. Der handelspolitische Kurswechsel der USA dürfte daher über Trumps Präsidentschaft hinaus Bestand haben“, sagte der BGA-Präsident.

Er forderte und zum Handeln auf: „Deutschland und Europa müssen deshalb dringend an ihrer eigenen Wettbewerbsfähigkeit und neuen Freihandelsabkommen mit anderen Regionen der Welt arbeiten, um wirtschaftlich bestehen zu können“, sagte Jandura. „Den dringend erforderlichen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik können wir derzeit aber nicht erkennen.“

Auch Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnte nach den Kongresswahlen in den USA vor zu viel Euphorie über das Ergebnis. „Die Amerikaner haben gewählt, aber Europas Probleme werden nicht in Washington gelöst. Unsere Wettbewerbsfähigkeit müssen wir schon selbst in die Hand nehmen“, sagte Dulger dem Nachrichtenportal T-Online.

Die Vereinigten Staaten blieben ein „zentraler wirtschaftlicher und sicherheitspolitischer Partner“. Man wolle mehr , mehr Investitionen und eine enge Zusammenarbeit, so Dulger. „Aber eine Partnerschaft auf Augenhöhe setzt voraus, dass beide Seiten ökonomisch stark sind. Wer wirtschaftlich an Gewicht verliert, verliert auch politisch an Einfluss.“

Deshalb müssten Deutschland und Europa „endlich die anstehenden Hausaufgaben machen“, sagte Dulger: „Bürokratie massiv abbauen, Unternehmen entlasten, Investitionen erleichtern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Wirtschaftliche Stärke ist das Fundament dafür, dass Europa seine Interessen selbstbewusst vertreten und mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit übernehmen kann. Wie stark Europa künftig ist, entscheiden wir selbst.“

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Industrieanlagen (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Worum geht es in einem Satz?

BGA-Präsident Dirk Jandura und Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger erwarten trotz der US-Kongresswahlen keine grundlegende Abkehr von Trumps protektionistischer Handelspolitik und fordern Deutschland und Europa auf, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Reformen und neue Freihandelsabkommen zu stärken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ergebnisse der US-Kongresswahlen als Anlass für die Einschätzungen der Wirtschaftsverbände
  • Maßgeblicher Einfluss des US-Präsidenten auf die Außenhandelspolitik
  • Weitreichende eigenständige Befugnisse Trumps auf Grundlage bestehender Handelsgesetze
  • Skepsis gegenüber dem Freihandel auch bei vielen Demokraten
  • Hohe parlamentarische Hürden für eine Einschränkung der präsidentiellen Handelsbefugnisse, einschließlich eines möglichen Vetos
  • Bestehende Wettbewerbsprobleme Deutschlands und Europas sowie aus Sicht der Wirtschaftsverbände fehlende wirtschaftspolitische Reformen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Voraussichtliches Fortbestehen von Trumps Zollpolitik mit negativen Folgen für amerikanische Verbraucher
  • Voraussichtlicher Bestand des handelspolitischen Kurswechsels über Trumps Präsidentschaft hinaus
  • Erhöhter Handlungsdruck auf Deutschland und Europa, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Freihandelsabkommen abzuschließen
  • Verlust politischen Einflusses bei abnehmendem wirtschaftlichem Gewicht
  • Notwendigkeit wirtschaftlicher Stärke, damit Europa seine Interessen selbstbewusst vertreten und mehr Verantwortung für seine Sicherheit übernehmen kann
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert