Wirtschaft und Börse in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Dienstag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.830 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Minus von 0,6 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Bayer, FMC und RWE, am Ende MTU, SAP und Zalando.
Der Dax bewegte sich zur Mittagszeit nur minimal über seinem Eröffnungsniveau. „Während Bayer für Zuversicht sorgt, bleibt bei Zalando die Entwicklung der Gewinnmargen ein entscheidender Belastungsfaktor“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
Die jüngsten Ergebnisse von Bayer wurden am Markt überwiegend positiv aufgenommen. Sie weckten Hoffnungen auf eine nachhaltige Verbesserung der Geschäftsperspektiven, so Lipkow. „Insbesondere eine mögliche Lösung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA könnte für den Konzern zu einem wichtigen Befreiungsschlag werden.“
Bei Zalando zeige sich dagegen, dass selbst eine vergleichsweise robuste Konsumnachfrage nicht automatisch zu höheren Gewinnen führe. „Steigende Kosten und der Druck auf die Bruttomargen belasten die Profitabilität. Immerhin kann sich die Aktie von ihren anfänglichen Verlusten erholen und nach einem zwischenzeitlichen Platz am Dax-Ende sogar wieder in die Gewinnzone vorarbeiten.“
„Überlagert wird das Unternehmensgeschehen von den heutigen Zwischenwahlen in den USA“, fügte der Analyst hinzu. „Sie könnten die politischen Kräfteverhältnisse im Kongress erheblich verändern und damit die wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume der Regierung einschränken.“ Für die Finanzmärkte stehe einiges auf dem Spiel, denn eine veränderte Machtverteilung könnte die künftige Steuer-, Handels- und Haushaltspolitik maßgeblich beeinflussen, so Lipkow. „Entsprechend gering ist derzeit die Bereitschaft der Anleger, größere Risiken einzugehen.“
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1178 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8946 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 106,20 US-Dollar; das waren 1,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Frankfurter Börse
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Frankfurter Börse, dts Nachrichtenagentur, Bayer, FMC, RWE, MTU, SAP, Zalando, CMC Markets, US-Kongress
Wann ist das Ereignis passiert?
Am Dienstag, gegen 12:30 Uhr.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax lag am Dienstagmittag angesichts der Unsicherheit vor den US-Zwischenwahlen 0,6 Prozent im Minus bei rund 25.830 Punkten, während positive Bayer-Ergebnisse Hoffnung machten und Margendruck Zalando belastete.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Unsicherheit vor den US-Zwischenwahlen über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Kongress und die Steuer-, Handels- und Haushaltspolitik
- Geringe Bereitschaft der Anleger, größere Risiken einzugehen
- Steigende Kosten und Druck auf die Bruttomargen bei Zalando trotz vergleichsweise robuster Konsumnachfrage
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein, der Artikel beschreibt keine Reaktionen aus Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Hoffnungen auf eine nachhaltige Verbesserung der Geschäftsperspektiven von Bayer
- Mögliche Entlastung von Bayer durch eine Lösung der Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA
- Belastung der Profitabilität von Zalando durch steigende Kosten und Druck auf die Bruttomargen
- Mögliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse im US-Kongress und Einschränkung der wirtschaftspolitischen Handlungsspielräume der Regierung
- Mögliche Veränderungen der künftigen Steuer-, Handels- und Haushaltspolitik der USA
- Geringe Bereitschaft der Anleger, größere Risiken einzugehen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentiert die Geschäftsentwicklung von Bayer und Zalando sowie die Unsicherheit der Anleger angesichts der US-Zwischenwahlen.
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