Wirtschaft und Tarifpolitik in Berlin
Berlin () – Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat die von der Gewerkschaft IG Metall angekündigten Warnstreiks scharf verurteilt. „Die Gewerkschaften richten damit aus organisationspolitischen Gründen unnötigen Schaden an“, sagte Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie, T-Online. „Das ist in Zeiten, wo die Wirtschaft boomt, schon fragwürdig genug“, so Zander. „Aber in einer Zeit, in der vor allem wegen der Arbeitskosten Investitionen in ausländische Standorte fließen und im Monat 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen, ist das nicht verantwortbar.“
Ende Oktober ist die Friedenspflicht in der Metall- und Elektro-Industrie ausgelaufen. Bislang konnten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht einigen, die IG Metall hatte deswegen am Freitag Warnstreiks angekündigt. „Die Strukturprobleme des Standortes lassen sich nicht wegstreiken, die wirtschaftlichen Aussichten werden dadurch auch nicht besser, und Investitionen zieht die Kraftmeierei erst recht nicht an“, sagte Zander. Er kritisierte, die IG Metall erwecke bei ihren Mitgliedern Erwartungen, die sie nicht erfüllen könne. In den Warnstreiks sieht er vor allem ein Instrument zur Mitgliederbindung bei den Gewerkschaften. Doch: „Das ist keine Tarifrunde wie jede andere. Wer so agiert, der verspielt Vertrauen.“ Zander verwies auf die schwierige Lage in der Metall- und Elektro-Industrie, der es „in der Breite weiterhin miserabel“ gehe.
Der Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer sagte, Gesamtmetall müsse mit der IG Metall eine der Lage entsprechenden Lösung finden. „Das ist schwer genug“, so Zander. Bislang sei es immer gelungen, einen guten Kompromiss zu finden. „Ich glaube daran, dass wir das auch diesmal hinbekommen“, sagte Zander. „Aber wir müssen uns schon in der realen Welt zurechtfinden, nicht in einer herbeigewünschten.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Oliver Zander
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Gesamtmetall (Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie), IG Metall, T-Online
Wann ist das Ereignis passiert?
Am Freitag (Ankündigung der Warnstreiks); Ende Oktober (Ende der Friedenspflicht). Ein genaues Datum oder Jahr wird nicht genannt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Gesamtmetall kritisiert die angekündigten Warnstreiks der IG Metall angesichts der schwierigen Wirtschaftslage und des Arbeitsplatzabbaus als unverantwortlich, hofft aber weiterhin auf einen realistischen Tarifkompromiss.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ende Oktober ausgelaufene Friedenspflicht in der Metall- und Elektro-Industrie
- Bislang keine Einigung zwischen IG Metall und Arbeitgebern in den Tarifverhandlungen
- Ankündigung von Warnstreiks durch die IG Metall am Freitag
- Laut Gesamtmetall schwierige wirtschaftliche Lage der Branche mit hohen Arbeitskosten, Investitionsverlagerungen ins Ausland und Arbeitsplatzabbau
- Vorwurf von Gesamtmetall, die Warnstreiks dienten vor allem organisationspolitischen Interessen und der Mitgliederbindung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein, der Artikel beschreibt lediglich die Reaktion des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, nicht die von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unnötiger wirtschaftlicher Schaden aus Sicht von Gesamtmetall
- Erwartungen bei Gewerkschaftsmitgliedern, die laut Gesamtmetall nicht erfüllt werden können
- Vertrauensverlust nach Einschätzung von Gesamtmetall
- Stärkere Mitgliederbindung als mutmaßliches Ziel der Gewerkschaften
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander kritisiert die angekündigten Warnstreiks der IG Metall als unverantwortlich und wirtschaftlich schädlich.
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