Bundesregierung fördert Wechseljahresforschung in Deutschland
Berlin () – Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) will die Forschung zu Wechseljahren mit 21 Millionen Euro fördern.
„Es gibt neun Millionen Frauen in den Wechseljahren, 80 Prozent davon haben Beschwerden, jede Dritte muss ihr Leben danach ausrichten, bis hin zur Berufsunfähigkeit“, sagte die CSU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Viele zögen sich sogar komplett zurück. Das sei kein Nischenthema.
Der Bund fördere deswegen jetzt Forscher in diesem Bereich, erklärte die CSU-Politikerin. Man starte 2027 mit 21 Millionen Euro in Jena, Homburg/Saar, Witten/Herdecke, Leipzig, Freiburg und Tübingen.
Das Thema Wechseljahre sei lange Zeit ein Tabuthema gewesen, so Bär. Vor allem Männer reagierten heute oft immer noch schockiert, wenn man allein das Wort ausspreche, beklagte die Ministerin. Sie sei neulich bei einem Empfang eingeladen gewesen, man habe länger vor der Tür warten müssen und ein Kollege habe ihr seine Jacke anbieten wollen. Sie habe lachend geantwortet, wegen der Perimenopause brauche sie die Jacke nicht. Die Reaktion sei betretenes Schweigen gewesen. Frauen dagegen bedankten sich oft dafür, wenn man solche Dinge klar benenne, sagte sie.
Auf die Frage, wo Deutschland auf einer Skala von null bis zehn bei der Durchsetzung gendergerechter Forschung stehe, antwortete Bär, es gebe kein Land auf der Welt, das bei acht, neun oder zehn liege. Es gebe aber Länder, die bei einzelnen Disziplinen schon sehr weit seien, die Briten zum Beispiel beim Thema Wechseljahre. Deutschland liege in der Mitte, bei fünf oder sechs, so Bär. Sie habe immer gesagt, man sei bei gendergerechter Forschung noch Entwicklungsland, aber eigentlich sei man weltweit noch im Neandertal.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Dorothee Bär
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesforschungsministerium, CSU, Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dts Nachrichtenagentur, Bund, Jena, Homburg/Saar, Witten/Herdecke, Leipzig, Freiburg, Tübingen, Perimenopause, Großbritannien (die Briten), Deutschland, Funke Mediengruppe
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Donnerstagausgaben (keine konkretere Datumsangabe genannt; das Ereignis fand im Zusammenhang mit diesen Ausgaben statt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Jena, Homburg/Saar, Witten/Herdecke, Leipzig, Freiburg, Tübingen
Worum geht es in einem Satz?
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) will die Forschung zu Wechseljahren mit 21 Millionen Euro fördern und zudem betonen, dass das lange Tabuthema inzwischen nicht mehr als Nischenthema gelten darf.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Tabuthema Wechseljahre, insbesondere Reaktion von Männern auf das Wort
- Vor allem Männer reagierten oft schockiert bzw mit betretenem Schweigen
- Empfangsituation mit Verzögerung und Angebot einer Jacke wegen einer Erwähnung der Perimenopause
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bär sagt, das Thema Wechseljahre sei lange ein Tabuthema gewesen
- Männer reagierten heute oft noch schockiert, wenn man das Wort ausspreche
- Bei einem Empfang habe ihre Antwort auf ein Jackenangebot betretenes Schweigen ausgelöst
- Frauen hätten sich oft bedankt, wenn man solche Themen klar benenne
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verbesserung der Versorgung und Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren
- Erhöhung von Aufmerksamkeit und wissenschaftlicher Förderung für das Thema Wechseljahre
- Förderung von Forschung und Projekten zur Perimenopause und den Wechseljahren
- Ausbau geschlechtssensibler Forschungsansätze und damit bessere Einbindung von Frauenbedarfen
- Unterstützung von Fachkräften und Einrichtungen durch zusätzliche finanzielle Mittel
- Verringerung von Tabus und Barrieren bei der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Dorothee Bär wird mit mehreren Zitaten zitiert, darunter ihre Aussagen über die Förderung von Forschung zu Wechseljahren und die Verbreitung von Beschwerden.
- Bär bekräftigt Unterstützung für Aigner als Bundespräsidentin - 15. Oktober 2026
- Bär will Wechseljahre-Forschung mit 21 Millionen Euro fördern - 15. Oktober 2026
- Grüne werfen Schwarz-Rot ungerechte Familienpolitik vor - 15. Oktober 2026

