EU-Wettbewerbsprüfung zur XXXLutz-Übernahme in Würzburg
Würzburg () – Der Möbelkonzern XXXLutz rechnet bei der geplanten Übernahme des Konkurrenten Porta mit einer vertieften Prüfung durch die EU-Kommission. „Ja, wir gehen davon aus, dass es in Phase II gehen wird“, sagte XXXLutz-Deutschlandchef Alois Kobler dem Nachrichtenportal T-Online.
In einer solchen Phase-II-Prüfung untersucht die EU-Kommission genauer, ob durch den Zusammenschluss der Wettbewerb auf dem Möbelmarkt erheblich beeinträchtigt werden könnte. Am 12. Oktober soll die Entscheidung dazu fallen. Die Übernahme war bereits vor mehr als 18 Monaten angekündigt worden. Ursprünglich habe XXXLutz einen Abschluss innerhalb etwa eines Jahres erwartet. „Aber mit dieser Menge an Fragen und Daten haben wir nicht gerechnet“, so der XXXLutz-Deutschlandchef.
Trotz der längeren Prüfung zeigt er sich zuversichtlich: „Wir gehen ganz klar davon aus, dass dieser Übernahme am Ende zugestimmt wird“, sagte Kobler. Allerdings schließt er Auflagen nicht aus, durch die XXXLutz möglicherweise einzelne Porta-Standorte nicht übernehmen dürfte. „Das kann natürlich sein. Es gibt klare Kriterien wie Einwohnerzahl und Wettbewerberdichte. Die Kommission schaut sich jeden Standort genau an“, so der XXXLutz-Deutschlandchef weiter. Mit einem Abschluss der Übernahme rechnet er bis Ende des ersten Quartals 2027.
Für die rund 6.000 Porta-Beschäftigten erwartet Kobler nach der Übernahme keinen größeren Stellenabbau. Auf die Frage, ob er das versprechen könne, antwortete er: „Ja, davon gehen wir aus.“ Auch bei möglichen Überschneidungen in der Verwaltung rechnet er derzeit nicht mit Entlassungen. „Wenn wir irgendwo gute Leute sitzen, dann finden wir immer Aufgaben für sie.“ Zudem verweist Kobler auf die Erfahrungen aus früheren Übernahmen: „Wir garantieren Mitarbeitern, dass ihr Gehalt gleichbleibt oder steigt. Wir greifen ihre Verträge nicht an“, so der XXXLutz-Deutschlandchef.
Auch Schließungen von Porta-Möbelhäusern stellt er nicht in Aussicht. „Wir haben noch keine Übernahme gehabt, bei der wir anschließend Standorte geschlossen haben. Die vergangenen 30 Jahre zeigen das“, sagte Kobler.
Die Marke Porta soll ebenfalls erhalten bleiben. „Wir werden sicher nicht große Porta-Schilder abschrauben, nur um große Lutz-Schilder anzubringen. Das kostet Geld und bringt nichts“, so Kobler. XXXLutz solle künftig als Dachmarke sichtbar werden, die einzelnen Möbelhäuser könnten aber noch lange Porta heißen.
Auch die bekannten roten XXXLutz-Stühle sollen deshalb nicht sofort vor den übernommenen Möbelhäusern aufgestellt werden. „Der rote Stuhl kostet sehr viel Geld, und die Übernahme kostet auch sehr viel Geld. Da sind wir am Anfang sparsam“, sagte Kobler dem Nachrichtenportal T-Online. Auf die Frage, wie teuer ein solcher Stuhl sei, antwortete er: „Je nach Größe rund 200.000 Euro.“ Der Stuhl müsse produziert, per Schwertransport angeliefert und anschließend von mehreren Menschen aufgebaut werden. „Das ist schon ein ziemlicher Aufwand“, so der XXXLutz-Deutschlandchef.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Möbelhaus X X X Lutz (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alois Kobler
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
EU-Kommission, XXXLutz, Porta, T-Online
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis (geplante Übernahme von Porta durch XXXLutz und die EU-Entscheidung/Prüfung) findet bzw. fällt in folgendem Zeitraum statt:
- Am 12. Oktober (EU-Entscheidung über die Vertiefung der Prüfung in Phase II)
- bis Ende des ersten Quartals 2027 (mit einem Abschluss der Übernahme rechnet XXXLutz bis dahin)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Würzburg
Worum geht es in einem Satz?
XXXLutz erwartet bei der geplanten Übernahme von Porta wegen einer vertieften EU-Prüfung in Phase II eine Entscheidung am 12. Oktober, rechnet dennoch mit einer Zustimmung bis Ende Q1 2027 und schließt größeres Personalabbau, Standortschließungen und den Verlust der Marke Porta aus.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Übernahme des Konkurrenten Porta durch den Möbelkonzern XXXLutz, die zu einer vertieften Prüfung durch die EU-Kommission führt
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- EU-Kommission führt nach Angaben von XXXLutz eine vertiefte Phase-II-Prüfung durch
- Entscheidung über die Zusammenschlussprüfung soll am 12. Oktober fallen
- EU-Kommission prüft mögliche erhebliche Wettbewerbsbeeinträchtigungen genauer
- mögliche Auflagen werden als nicht ausgeschlossen dargestellt (Standorte nach Kriterien wie Einwohnerzahl und Wettbewerberdichte)
- Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vertiefte Prüfung durch die EU-Kommission in Phase II
- Genauerer Fokus auf mögliche erhebliche Beeinträchtigungen des Wettbewerbs auf dem Möbelmarkt
- Erwartete Entscheidung der EU-Kommission am 12. Oktober
- Mögliche Auflagen der EU-Kommission, die einzelne Porta-Standorte betreffen können
- Ein verzögerter Abschluss der Übernahme, voraussichtlich bis Ende des ersten Quartals 2027
- Für die rund 6.000 Porta-Beschäftigten nach der Übernahme kein größerer Stellenabbau erwartet
- Keine Entlassungen aufgrund von Überschneidungen in der Verwaltung erwartet
- Verträge und Gehälter der Mitarbeiter sollen unverändert bleiben oder steigen
- Keine Schließungen von Porta-Möbelhäusern erwartet
- Fortführung der Marke Porta als weitere Marke neben XXXLutz erwartet
- XXXLutz als Dachmarke sichtbar, während die übernommenen Häuser länger den Namen Porta behalten sollen
- Startvermeidung des sofortigen Aufstellens der roten XXXLutz-Stühle aufgrund hoher Kosten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Alois Kobler, Deutschlandchef von XXXLutz, wird mit mehreren Zitaten bzw. Aussagen (u. a. zur EU-Phase-II-Prüfung und möglichen Auflagen) zitiert.
- Dax bleibt am Mittag im Plus – Zalando-Aktien gefragt - 9. Oktober 2026
- Reichinnek kritisiert Schröders Putin-Besuch als "rückgratlos" - 9. Oktober 2026
- Klingbeil rügt Schröder für Besuch bei Putin - 9. Oktober 2026

