Wirtschaft: Wirkleistungsgrenze für Solarstrom
Berlin () – Der Chef des Energieunternehmens „1Komma5Grad“, Philipp Schröder, hat die Energiepläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) scharf kritisiert. „Das ist so ein billiger Versuch, Wettbewerb zu vermeiden“, sagte Schröder dem Podcast „Das Klima-Labor von ntv“ mit Blick auf die sogenannte Wirkleistungsbegrenzung. „Das geht komplett gegen die Interessen des Ministeriums.“
Man könne sich nicht gleichzeitig darüber beschweren, dass in der ersten Energiekrise die Atomkraftwerke abgeschaltet worden seien, und nun in einer zweiten Krise per Gesetz dauerhaft private und gewerbliche Flexibilitäten abklemmen, so Schröder. Mit der Regelung werde in private Eigentümerrechte eingegriffen.
Die Wirkleistungsbegrenzung besagt, dass private Solaranlagen künftig maximal 50 Prozent ihres erzeugten Stroms in das öffentliche Netz einspeisen dürfen. Auf diese Weise möchte das Wirtschaftsministerium den Zubau von Wind- und Solaranlagen an das geringere Tempo des Netzausbaus angleichen und das Netz an sonnenreichen Tagen vor Überlastung schützen.
Unternehmen und Verbände aus dem Bereich der erneuerbaren Energien kritisieren unter anderem, dass die Regelung pauschal gilt, also nicht berücksichtigt, in welcher Region sich die Solaranlage befindet. Sie soll außerdem an Tagen und in Jahreszeiten gelten, in denen wenig Sonne scheint – und für alle anderen Geräte, die in einem Privathaushalt mit der Solaranlage verknüpft sind wie Batteriespeicher, Wallbox oder E-Auto.
„Das macht die Union, nachdem sie den `Heizhammer` von Robert Habeck genau deshalb durch den Senf gezogen hat?“, kritisierte Schröder im Podcast. Er sei gespannt, welche Abgeordneten in einer namentlichen Abstimmung bereit seien, die Auseinandersetzung mit Hauseigentümern zu riskieren.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Philipp Schröder, Katherina Reiche, Robert Habeck
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Philipp Schröder, 1Komma5Grad, Katherina Reiche, CDU, Bundeswirtschaftsministerium, ntv, Podcast „Das Klima-Labor von ntv“, Robert Habeck, Union, Wirtschaftsministerium
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Chef des Energieunternehmens „1Komma5Grad“, Philipp Schröder, kritisiert die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geplante Wirkleistungsbegrenzung für private Solaranlagen scharf, weil er darin einen wettbewerbsvermeidenden Eingriff in Eigentumsrechte sieht, während die Regelung den Netzausbau mit dem Tempo des Zubaus erneuerbarer Energien angleichen und das Netz an sonnenreichen Tagen vor Überlastung schützen soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einführung der sogenannten Wirkleistungsbegrenzung, die private Solaranlagen künftig auf maximal 50 Prozent der erzeugten Strommenge begrenzen und damit private und gewerbliche Flexibilitäten dauerhaft „abklemmen“ soll
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Unternehmen und Verbände aus dem Bereich der erneuerbaren Energien kritisieren die Regelung der Wirkleistungsbegrenzung
- Kritik richtet sich darauf, dass die Begrenzung pauschal gilt und regionale Unterschiede nicht berücksichtigt werden
- Kritik richtet sich darauf, dass die Begrenzung auch an Tagen und in Jahreszeiten mit wenig Sonne gelten soll
- Kritik richtet sich darauf, dass die Begrenzung für alle mit der Solaranlage verknüpften Geräte im Privathaushalt gelten soll, einschließlich Batteriespeicher, Wallbox und E-Auto
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Eingriff in private Eigentümerrechte
- Pauschale Begrenzung reduziert Möglichkeiten zur Einspeisung ins öffentliche Netz
- Nichtberücksichtigung regionaler Unterschiede bei der Solaranlage
- Begrenzung soll auch in Zeiten und Jahreszeiten mit wenig Sonne gelten
- Betroffene Geräte im Haushalt könnten ebenfalls eingeschränkt werden, einschließlich Batteriespeicher, Wallbox und E-Auto
- Sorge vor dauerhaftem Abklemmen von Flexibilitäten für private und gewerbliche Anlagen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Philipp Schröder, dem Chef von „1Komma5Grad“, zitiert („… sagte Schröder dem Podcast „Das Klima-Labor von ntv“ …“).
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