Politik in Hamburg: Völkerrecht und Frieden
Hamburg () – Der britisch-französische Völkerrechtler und Schriftsteller Philippe Sands fordert eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Frieden in der Ukraine bedeute mehr als ein Ende der Kämpfe und Bombardierungen, sagte Sands der Wochenzeitung „Die Zeit“.
Er müsse auch die Achtung der ukrainischen Souveränität und die Aufarbeitung von Verbrechen an Zivilisten umfassen. „Ohne Recht und Gerechtigkeit kann es einen anhaltenden Frieden nicht geben.“ Auch bei Verbrechen wie jenen in Butscha gelte es, Fakten und Verantwortlichkeiten zu sichern und einen Versöhnungsprozess einzuleiten. Ein Strafgericht allein könne zwar keinen Frieden schaffen, es symbolisiere aber die Herrschaft des Rechts und setze ein Zeichen dafür, dass Gerechtigkeit möglich bleibe.
Sands, der in der kommenden Woche in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, verwies zugleich auf die geplante Einrichtung eines internationalen Sondertribunals zur Ahndung des russischen Angriffskriegs. Die EU und weitere Staaten hatten nach seinen Angaben im Mai 2025 in Lwiw die Gründung eines solchen Tribunals beschlossen.
Der 65-jährige Jurist sieht darin auch eine Folge seiner Forschungen zu den Ursprüngen des modernen Völkerrechts in der westukrainischen Stadt. Der Krieg in der Ukraine werde derzeit nur noch geführt, „um die Ehre des Mannes zu retten, der ihn begonnen hat: Putin“, sagte der Jurist. „Frieden scheitert am fragilen männlichen Ego.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Philippe Sands, Wladimir Putin
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Philippe Sands, dts Nachrichtenagentur, Die Zeit, Deutsche Buchhandels, EU, Deutsche Buchhandlung, Frankfurter Paulskirche, Butscha, Lwiw, Putin
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand in der kommenden Woche statt (als Zeitpunkt für die Preisverleihung von Philippe Sands), genauerer Zeitraum: Nicht erwähnt.
Zusätzlich wird erwähnt, dass die Entscheidung über die Gründung eines internationalen Sondertribunals im Mai 2025 in Lwiw getroffen wurde.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hamburg, Frankfurt am Main (Paulskirche), Lwiw (Lviv)
Worum geht es in einem Satz?
Der Völkerrechtler Philippe Sands fordert eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, betont dabei den Zusammenhang von Frieden, Recht und Gerechtigkeit sowie die geplante Einrichtung eines internationalen Sondertribunals.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Russischer Angriffskrieg gegen die Ukraine
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Philippe Sands beschreibt keine konkreten Reaktionen von Politik Öffentlichkeit oder Medien auf seine Forderung
- Er zitiert lediglich seine Aussagen und verweist auf bereits beschlossene Pläne der EU und weiterer Staaten (Sondertribunal)
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Konsequente strafrechtliche Aufarbeitung des russischen Angriffskriegs
- Achtung der ukrainischen Souveränität
- Aufarbeitung von Verbrechen an Zivilisten
- Sicherung von Fakten und Verantwortlichkeiten
- Einleitung eines Versöhnungsprozesses
- Symbolische Sicherung der Herrschaft des Rechts
- Zeichen dafür, dass Gerechtigkeit möglich bleibt
- Einrichtung eines internationalen Sondertribunals zur Ahndung des Angriffskriegs
- Beitrag zu einem anhaltenden Frieden durch Recht und Gerechtigkeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Philippe Sands fordert eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung und sagt, Frieden in der Ukraine müsse „mehr als ein Ende der Kämpfe und Bombardierungen“ beinhalten.
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