Politik in Berlin: Innenausschuss-Sitz abgegeben
Berlin () – Der Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak (Linke) gibt seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags auf. „Mir ist wichtig, dass Die Linke ihre Arbeit im Innenausschuss des Deutschen Bundestages unbelastet von der Debatte um meine Person fortsetzen kann. Deshalb gebe ich meinen Sitz im Innenausschuss ab. Ich möchte nicht, dass meine Kolleginnen und Kollegen und ihre wichtige parlamentarische Arbeit durch Angriffe auf meine Person zusätzlich belastet werden“, schrieb Kocak am Mittwoch auf der Plattform X/Twitter.
Zudem stellte er klar, er sei weder kriminell noch unterstütze er organisierte Kriminalität.
„Im Gegenteil: Ich setze mich dafür ein, dass Neukölln ein sicherer Kiez für alle Menschen ist“, so der Linken-Bundestagsabgeordnete weiter. Gleichzeitig müsse er aber eingestehen: „Ich habe einen Fehler gemacht. Im Umgang mit meinem Kontakt zur Familie Remmo bin ich meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden. Ich war in der konkreten Situation naiv und mit der Situation überfordert. Dafür übernehme ich Verantwortung“, so Kocak.
Hintergrund sind Chat-Nachrichten, die zuletzt veröffentlicht worden waren.
Darin schickte Koçak offenbar „Grüße mit Respekt“ an Clan-Oberhaupt Issa Remmo.
Außerdem bat er dessen Sohn, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten. Zudem war Issa Remmo wohl auf der Wahlparty der Neuköllner Linken aufgetaucht.
Die Parteiführung erklärte, Remmo sei nicht eingeladen gewesen und man habe ihn direkt nach dem Erkennen aufgefordert, zu gehen.
Kocak entschuldigte sich anschließend öffentlich. Die Berichte hätten die Öffentlichkeit zu Recht verunsichert.
„Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden, sind durch nichts zu rechtfertigen“, so Kocak.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ferat Kocak, Issa Remmo
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Linke, Bundestag, Innenausschuss, Deutscher Bundestag, X/Twitter, Neukölln, Familie Remmo, Clan-Oberhaupt Issa Remmo, Sohn (von Issa Remmo), Parteiführung, Neuköllner Linken, organisierte Kriminalität, (offenbar) Öffentlichkeit, Öffentlichkeit zu Recht verunsichert
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am Mittwoch statt (genaueres Datum nicht genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak gibt seinen Sitz im Innenausschuss auf, nachdem veröffentlichte Chat-Nachrichten Kontakte zu dem Clan-Oberhaupt Issa Remmo nahegelegt hatten, wofür er sich entschuldigt und Verantwortung für einen Fehler übernimmt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Chat-Nachrichten, die veröffentlicht wurden
- Grüße mit Respekt an Clan-Oberhaupt Issa Remmo
- Bitte an den Sohn von Issa Remmo, ein Video seiner Bundestagsrede zu verbreiten
- Issa Remmo war wohl auf der Wahlparty der Neuköllner Linken aufgetaucht
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Parteiführung erklärte, Issa Remmo sei nicht eingeladen gewesen und man habe ihn nach dem Erkennen direkt aufgefordert zu gehen
- Kocak entschuldigte sich anschließend öffentlich
- Die Berichte hätten die Öffentlichkeit zu Recht verunsichert
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Fortsetzung der Arbeit der Partei im Innenausschuss ohne zusätzliche Belastung durch die Debatte um seine Person
- Übernahme von Verantwortung für ein Fehlverhalten im Umgang mit einem Kontakt und daraus folgende Selbstkorrektur
- Stärkung der Position, für mehr Sicherheit in einem konkreten Stadtteil einzutreten
- Ausschluss bzw. Distanzierung von Kontakten zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet werden
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak nimmt in Zitatform Stellung und entschuldigt sich öffentlich für seinen Umgang mit dem Kontakt zur Familie Remmo.
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