Bildungspolitik in Berlin
Berlin () – Die Pläne der AfD zur Lockerung der Schulpflicht und Ermöglichung des häuslichen Unterrichts stoßen auf deutliche Kritik. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, sagte der „Rheinischen Post“ (Freitag), Bildung sei immer ein sozialer Prozess. Ohne Schulpflicht würde Kindern das Recht auf gute Bildung genommen.
Sie sagte, Vielfalt, Demokratie, Verantwortung, Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt ließen sich nur in gemeinsamen Lernräumen erfahren und gestalten. Dafür brauche es qualifizierte Fachkräfte und staatliche Aufsicht. Alles andere mache Bildung vom Zufall abhängig – zulasten von Kindern und Jugendlichen.
Bildungsexperte Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln sagte, um die Bildungschancen zu verbessern, sollte die Förderinfrastruktur an Kitas und Schulen ausgebaut und verbessert werden. Sprach- und Leseförderung sollte in den Einrichtungen ausgeweitet, die Lehrkräfte zusätzlich bei der individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen durch multiprofessionelles Personal in den Bereichen Schulsozialarbeit und Schulpsychologie unterstützt werden. Er fügte hinzu, eine Abschaffung der Besuchspflicht von Schulen würde diesen Fördermaßnahmen genau entgegenlaufen und die Probleme bei Bildungsarmut eher verschärfen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Elke Hannack, Axel Plünnecke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
AfD, DGB, Institut der deutschen Wirtschaft, IW, Rheinische Post
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Freitag (aus dem Text: „Rheinische Post (Freitag)“)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Köln
Worum geht es in einem Satz?
Elke Hannack (DGB) kritisiert die AfD-Pläne zur Lockerung der Schulpflicht und zum häuslichen Unterricht scharf, weil Bildung nur als sozialer Prozess in gemeinsamen Lernräumen gelingen könne, während Bildungsexperte Axel Plünnecke warnt, dass ein Abschaffen der Besuchspflicht Fördermaßnahmen und den Kampf gegen Bildungsarmut sogar eher verschärfen würde.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Pläne der AfD zur Lockerung der Schulpflicht und zur Ermöglichung des häuslichen Unterrichts
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Elke Hannack (stellvertretende DGB-Vorsitzende) kritisiert die AfD-Pläne deutlich und betont, dass Bildung ein sozialer Prozess sei, der ohne Schulpflicht nicht in ausreichender Qualität gesichert werde
- Sie argumentiert, dass Vielfalt, Demokratie, Verantwortung, Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt nur in gemeinsamen Lernräumen vermittelt und gestaltet werden könnten
- Bildung solle nach ihrer Ansicht durch qualifizierte Fachkräfte sowie staatliche Aufsicht gewährleistet werden, nicht durch zufallsabhängige Regelungen
- Bildungsexperte Axel Plünnecke (IW Köln) sagt, eine Abschaffung der Schulbesuchspflicht widerspreche den Maßnahmen zur Verbesserung von Bildungschancen und würde Bildungsarmut eher verschärfen
- Er fordert stattdessen Ausbau und Verbesserung der Förderinfrastruktur in Kitas und Schulen sowie stärkere Sprach- und Leseförderung in den Einrichtungen
- Er plädiert dafür, Lehrkräfte durch multiprofessionelles Personal wie Schulsozialarbeit und Schulpsychologie bei individueller Förderung zu unterstützen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Bildung als sozialer Prozess benötigt gemeinsame Lernräume
- Ohne Schulpflicht würden Kinder das Recht auf gute Bildung verlieren
- Vielfalt, Demokratie, Verantwortung, Respekt und gesellschaftlicher Zusammenhalt würden nicht ausreichend gefördert
- Es bräuchte qualifizierte Fachkräfte und staatliche Aufsicht für wirksame Bildung
- Bildung würde sonst vom Zufall abhängig gemacht
- Maßnahmen gegen Bildungsarmut würden verringert bzw. konterkariert
- Fördermaßnahmen müssten ausgebaut werden statt die Besuchspflicht abzuschaffen
- Sprach- und Leseförderung sollte in Kitas und Schulen ausgeweitet werden
- Lehrkräfte sollten für individuelle Förderung durch multiprofessionelles Personal wie Schulsozialarbeit und Schulpsychologie unterstützt werden
- Die Abschaffung der Besuchspflicht würde Probleme bei Bildungsarmut eher verschärfen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, wird mit einer Stellungnahme („Bildung sei immer ein sozialer Prozess…“) zitiert.
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