Gesellschaft: Digitale Medien und Kinderschutz in Deutschland
Berlin () – Familien- und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hält den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien für fahrlässig. „In Wahrheit haben wir es mit einem großen Menschheitsversuch zu tun“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagausgaben).
„Wir nutzen seit knapp 20 Jahren Smartphones, eine sich schnell verändernde Technologie, ohne eine Risikofolgen-Abschätzung zu machen. Produkthaftung, Vorsorgeprinzip – das sind Stichworte, die wir mit potenziell gefährlichen Technologien verbinden“, sagte sie. „Das haben wir in diesem Bereich nicht gemacht, sondern der Entwicklung ihren Lauf gelassen. In Europa sind wir der einzige große Wirtschafts- und Gesellschaftsraum, in dem es überhaupt Regulierungsansätze gibt. Generell glaube ich: Wir waren zu naiv.“
Auf die Frage, ab welchem Alter Kinder Zugang zu digitalen Geräten haben sollten, antwortete sie: „Gar keine Geräte im Alter von null bis drei Jahren. Damit meine ich alle Bildschirme – ehrlicherweise gilt das nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene, während sie Zeit mit ihren Kindern verbringen“, so Prien.
„Das kann man Erwachsenen natürlich nicht verbieten, aber man kann es als Empfehlung und als gesellschaftliche Norm regeln. Der Schaden, der bei Kindern entsteht, weil Eltern keinen Blickkontakt mehr zu ihrem Baby und keine intensive Sprachkommunikation mit ihrem Kleinkind haben, ist dramatisch“, sagte die Ministerin. „Dann ist der Bildschirm-Konsum so schlimm wie Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft.“
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Karin Prien (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Karin Prien
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Karin Prien, CDU, Zeitungen der Mediengruppe Bayern
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Familien- und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) kritisiert den gesellschaftlichen Umgang mit digitalen Medien als fahrlässig und fordert, Kindern von null bis drei Jahren grundsätzlich keinen Bildschirmzugang zu geben, da fehlende direkte Kommunikation großen Schaden anrichten könne.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Keine Risikofolgen-Abschätzung bei der Nutzung von Smartphones trotz schnell verändernder Technologie
- Entwicklung ohne Produkthaftung und Vorsorgeprinzip (Regulierungs- und Vorsorgeansätze) laufen lassen
- Gesellschaftlicher Umgang mit digitalen Medien wird als fahrlässig beschrieben
- Schaden bei Kindern entstehe, weil Eltern keinen Blickkontakt mehr zu ihrem Kleinkind haben und keine intensive Sprachkommunikation stattfindet
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- fehlende Risikofolgenabschätzung bei der Nutzung digitaler Medien trotz potenziell gefährlicher Technologien
- fehlende Umsetzung von Produkthaftung und Vorsorgeprinzip
- naiver gesellschaftlicher Umgang mit der Entwicklung digitaler Technologien
- dramatischer Schaden bei Kindern, wenn kein Blickkontakt und keine intensive Sprachkommunikation mit Kleinkindern stattfindet
- Bildschirmkonsum bei Kindern wird als besonders schädlich beschrieben, vergleichbar mit Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Karin Prien wird mit mehreren direkten Zitaten und Aussagen zu digitalem Medienkonsum und Regulierung zitiert.
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