Grüne gegen Ticketschranken an Bahnhöfen

Grüne gegen Ticketschranken an Bahnhöfen

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Bahnsteig-Zugangskontrollen in der Bahnpolitik

() – Die Opposition hat den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, die Einführung von Ticketschranken an großen deutschen Bahnhöfen zu prüfen, kritisiert.

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Tarek Al-Wazir (Grüne), hält eine Zugangskontrolle zum Bahnsteig für den falschen Weg, wie er dem Nachrichtenportal „T-Online“ sagte. Zwar sei es grundsätzlich richtig, dass Verkehrsminister Bilger angesichts des zunehmenden Gefühls der Unsicherheit handeln wolle. „Anders als bei unseren europäischen Nachbarn fahren in Deutschland Regional- und Fernverkehr teilweise im Minutentakt vom selben Gleis ab“, gab er zu bedenken. Für den Regionalverkehr seien derartige Zugangsvoraussetzungen faktisch unmöglich, sagte der Verkehrspolitiker.

Eine technische Lösung der Zugangskontrolle gehe in zweifacher Hinsicht völlig an der Realität vorbei, mahnte er. Einerseits sei jeder Bahnhof anders und bräuchte deshalb eine individuelle Lösung. „Das ist Zeit- und sehr kostenaufwendig“, so Al-Wazir. Andererseits würde eine Zugangskontrolle zum Bahnsteig für alle bei den täglichen Pendlerströmen seiner Ansicht nach zum Kollaps des gesamten Systems führen.

Bei der AfD zeigt man sich zwar prinzipiell aufgeschlossen für solche Maßnahmen. Doch bei der Eisenbahn in Deutschland würden häufig bauliche Hindernisse dagegen sprechen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Wiehle, zu „T-Online“. Als Beispiele nannte er Durchgangsbahnhöfe mit mehreren Zugängen oder die gleichzeitige Nutzung von Gleisen durch den Fern- und Nahverkehr.

Wiehle schlug vor, dass die DB Infrago, die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen , gemeinsam mit der DB Fernverkehr zunächst ein Pilotprojekt zu Zugangskontrollen erproben solle. Hierfür würden sich große Kopfbahnhöfe anbieten, zum Beispiel Frankfurt am Main, oder . „Dies kann aber nur an Bahnsteigen erfolgen, die ausschließlich durch den Fernverkehr genutzt werden“, sagte der Verkehrspolitiker weiter. Er forderte eine ergebnisoffene Testphase, bevor weitere Entscheidungen gefällt werden.

Vom Koalitionspartner SPD bekommt Bilger Rückendeckung. „Den Zugang zum Bahnsteig an eine Fahrkarte zu knüpfen, halte ich für einen praktikablen und effizienten Schritt für mehr im Bahnverkehr“, sagte der Berichterstatter für Bahnverkehr in der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Kröber, dem Portal. Er forderte gleichzeitig die zeitnahe und flächendeckende Einführung eines solchen Systems, anstatt langwieriger Testphasen an einzelnen Standorten.

Bundesverkehrsminister Bilger hatte sich für solche Zugangskontrollen an großen deutschen Bahnhöfen offen gezeigt. Im Fernverkehr könne es sinnvoll sein, den Zugang zu den Bahnsteigen stärker an eine gültige Fahrkarte zu knüpfen, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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München Hauptbahnhof (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Tarek Al-Wazir, Steffen Bilger, Wolfgang Wiehle, Martin Kröber

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Grünen, AfD, SPD, Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Tarek Al-Wazir, Wolfgang Wiehle, DB Infrago, DB Fernverkehr, Bundestag, Verkehrsausschuss im Bundestag, Martin Kröber, Koalitionspartner SPD, Nachrichtenportal „T-Online“, Funke-Mediengruppe

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Bundestag, Frankfurt am Main, München, Leipzig, Deutschland (allgemein)

Worum geht es in einem Satz?

Die Opposition kritisiert den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, an großen Bahnhöfen Ticketschranken bzw. Zugangskontrollen einzuführen, weil solche Kontrollen im Regionalverkehr kaum umsetzbar wären und an der konkreten Bahnhofsrealität scheitern könnten, während SPD und AfD zumindest teilweise Pilotprojekte bzw. flächendeckendere Schritte befürworten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Zunehmendes Gefühl der Unsicherheit im Bahnverkehr
  • Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zur Prüfung von Ticketschranken an großen Bahnhöfen
  • Erforderlichkeit von Zugangskontrollen als Reaktion auf mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Opposition kritisiert den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger zur Prüfung von Ticketschranken an großen Bahnhöfen
  • Tarek Al-Wazir (Grüne) hält Zugangskontrollen zum Bahnsteig für den falschen Weg, da Regionalverkehr dadurch praktisch unmöglich werde und eine technische Lösung zu aufwendig und systemgefährdend sei
  • AfD zeigt sich prinzipiell aufgeschlossen, verweist aber auf bauliche Hindernisse bei vielen Bahnhöfen und fordert stattdessen eine ergebnisoffene Pilotphase
  • SPD gibt Bilger Rückendeckung und befürwortet Zugang zum Bahnsteig an Fahrkarte als praktikabel und effizient, fordert zeitnahe flächendeckende Einführung statt langwieriger Tests
  • Das Nachrichtenportal t-online wird als Plattform für Stellungnahmen und Kritik verschiedener Akteure genutzt

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Steigende Sicherheitsbedenken und Forderung nach alternativen Maßnahmen, da Zugangskontrollen als falscher Ansatz gesehen werden
  • Praktische Umsetzbarkeit wird insbesondere im Regionalverkehr angezweifelt, da entsprechende Voraussetzungen faktisch nicht erreichbar seien
  • Hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand durch individuell erforderliche Lösungen für unterschiedliche Bahnhöfe
  • Risiko eines Systemkollapses durch Belastung bei täglichen Pendlerströmen, falls Zugangskontrollen breit eingeführt würden
  • Bauliche Gegebenheiten könnten die Umsetzung häufig verhindern, etwa in Durchgangsbahnhöfen oder bei gleichzeitiger Nutzung von Gleisen durch Fern und Nahverkehr
  • Forderung nach begrenzten Pilotprojekten, die auf bestimmte Bahnsteige und Nutzungsszenarien beschränkt sein sollen
  • Forderung nach Einführung ohne lange Testphasen, stattdessen eine zeitnahe und flächendeckende Umsetzung als effizienter Schritt für mehr Sicherheit

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Es werden Stellungnahmen von Tarek Al-Wazir (Grüne), Wolfgang Wiehle (AfD) sowie Martin Kröber (SPD) zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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