Politik in Sachsen-Anhalt: Halberstadt plant Zentrum
Halberstadt () – Sachsen-Anhalt will am 28. August auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt ein Sekundärmigrationszentrum in Betrieb nehmen. Das teilte das Innenministerium am Dienstag mit.
Dort werden 150 Plätze für alleinreisende Männer vorgehalten, die Belegung soll sukzessive erfolgen.
Die Bewegungsfreiheit der Migranten kann durch behördliche Anordnungen auf Grundlage des Asylgesetzes eingeschränkt werden. Das Ministerium beteuert jedoch, dass damit eine Freiheitsentziehung nicht verbunden sei.
„Mit dem Sekundärmigrationszentrum wird ein klares Signal gesetzt: Der Asylantrag muss im Land der Ersteinreise gestellt und das Asylverfahren auch dort abgewartet werden“, sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU).
„Eine Weiterreise innerhalb Europas lohnt sich nicht.“
Das Land nutzt für die Unterbringung vorhandene Unterkünfte und grenzt sie auf dem Gelände durch einen Zaun ab. Die einmaligen Kosten für bauliche Maßnahmen belaufen sich auf rund 19.000 Euro, für die Bewachung fallen monatlich rund 14.000 Euro an.
Sachsen-Anhalt hatte bereits im vergangenen Jahr in einem Pilotprojekt die gesonderte Unterbringung von abgelehnten Asylsuchenden erprobt, für die ein anderer EU-Staat zuständig ist.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tamara Zieschang
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Sachsen-Anhalt, Innenministerium, Innenministerin Tamara Zieschang, CDU, EU-Staat, Asylgesetz, Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am 28. August statt (Betriebnahme des Sekundärmigrationszentrums); außerdem wird es als am Dienstag mitgeteilt. Kein konkretes Jahr genannt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Halberstadt, Sachsen-Anhalt (auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt)
Worum geht es in einem Satz?
Sachsen-Anhalt will am 28. August in Halberstadt ein Sekundärmigrationszentrum für 150 alleinreisende Männer auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Betrieb nehmen, wobei die Bewegungsfreiheit der Betroffenen per behördlicher Anordnung eingeschränkt, aber keine Freiheitsentziehung vorgesehen sein soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Betrieb eines Sekundärmigrationszentrums in Halberstadt zur sukzessiven Belegung von 150 Plätzen für alleinreisende Männer vor Ort auf Grundlage asylrechtlicher Anordnungen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit innerhalb Europas
- Signal der Landespolitik, dass Asylanträge im Land der Ersteinreise gestellt und Asylverfahren dort abgewartet werden müssen
- Fortführung bzw. Nutzung vorhandener Unterkünfte, abgegrenzt durch einen Zaun, sowie bauliche und bewachungsbezogene Umsetzung
- Rückgriff auf ein bereits im vergangenen Jahr durchgeführtes Pilotprojekt zur gesonderten Unterbringung abgelehnter Asylsuchender, für die ein anderer EU-Staat zuständig ist
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Innenministerium stellte die Inbetriebnahme am 28. August öffentlich dar
Innenministerin Tamara Zieschang betonte, dass der Asylantrag im Land der Ersteinreise gestellt werden müsse
Zieschang erklärte, eine Weiterreise innerhalb Europas lohne sich nicht
Keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien im Artikel beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einrichtung eines Sekundärmigrationszentrums mit 150 Plätzen für alleinreisende Männer
- Sukzessive Belegung der vorgesehenen Plätze
- Möglichkeit zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch behördliche Anordnungen auf Grundlage des Asylgesetzes
- Signalwirkung zur Verpflichtung, den Asylantrag im Land der Ersteinreise zu stellen und dort abzuwarten
- Kein Anreiz durch eine als nicht lohnend dargestellte Weiterreise innerhalb Europas
- Nutzung bestehender Unterkünfte mit Abgrenzung auf dem Gelände durch einen Zaun
- Einmalige Kosten für bauliche Maßnahmen in Höhe von rund 19.000 Euro
- Monatliche Kosten für Bewachung in Höhe von rund 14.000 Euro
- Fortführung bzw. Ausbau eines zuvor erprobten Pilotprojekts zur gesonderten Unterbringung abgelehnter Asylsuchender
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) wird mit ihrer Stellungnahme zitiert („Mit dem Sekundärmigrationszentrum wird ein klares Signal gesetzt…“).
- Land errichtet Sekundärmigrationszentrum in Halberstadt - 19. August 2026
- Güler will mehr Geld für humanitäre Hilfe - 18. August 2026
- Kieler CDU-Landtagsfraktion will Handyverbot an Schulen gesetzlich verankern - 18. August 2026


