Politik: NRW über Altersteilzeit und Frühverrentung
Düsseldorf () – In der Debatte über die Rentenreform fordert der Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für die Landtagswahl 2027, Jochen Ott, ein längeres Festhalten an der Altersteilzeit im Blockmodell.
„Gerade in Unternehmen, in denen in den letzten Monaten Arbeitsplätze abgebaut wurden und sich die Arbeitgeber und Beschäftigten auf die geltenden Regeln zum Blockmodell verlassen haben – etwa in der Automobilbranche oder der Stahlindustrie -, brauchen Beschäftigte Sicherheit und verlässliche Perspektiven“, sagte Ott dem „Spiegel“. Deshalb müsse es für die Altersteilzeit im Blockmodell als bewährtes Instrument für einen verlässlichen und sozialverträglicheren Übergang in den Ruhestand klare Übergangsregelungen geben. Das sei vor allem auch im Industrieland NRW von Bedeutung und zeige sich immer wieder in Gesprächen mit Beschäftigten und Unternehmen.
Bei der Altersteilzeit im Blockmodell arbeiten Beschäftigte eine Zeit lang für ein niedrigeres Entgelt, bevor eine Freistellung bei weiterlaufenden reduzierten Bezügen erfolgt. Die Alterssicherungskommission der Bundesregierung hat eine Abschaffung dieser Form der Altersteilzeit empfohlen.
Ott forderte außerdem eine Nachfolgeregelung für die abschlagsfreie Frühverrentung langjährig Beschäftigter. Wer jahrzehntelang eingezahlt habe, müsse auch künftig ohne Abschläge in Rente gehen können. Das sei kein Privileg, sondern Respekt vor Lebensleistung. Für Beschäftigte in der Stahlindustrie, auf dem Bau, im Handwerk oder in der Pflege sei es oft keine realistische Option, einfach noch ein paar Jahre dranzuhängen. Deshalb brauche es verlässliche Regeln für lange Erwerbsbiografien und klare Härtefallregelungen. Die Botschaft aus der Basis sei für ihn eindeutig: „Länger arbeiten können – ja. Länger arbeiten müssen – nein.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jochen Ott
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen (NRW)
Worum geht es in einem Satz?
Jochen Ott, Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für die Landtagswahl 2027, fordert in der Debatte um die Rentenreform ein längeres Festhalten an der Altersteilzeit im Blockmodell sowie eine Nachfolgeregelung für die abschlagsfreie Frühverrentung langjährig Beschäftigter mit klaren Übergangs- und Härtefallregeln.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Debatte über die Rentenreform und die Forderung nach längeren Übergangsregelungen zur Altersteilzeit im Blockmodell
- Einschätzungen, dass Arbeitsplätze abgebaut wurden und Arbeitgeber sowie Beschäftigte sich auf die Regeln zum Blockmodell verlassen haben (zB Automobilbranche und Stahlindustrie)
- Empfehlung der Alterssicherungskommission der Bundesregierung zur Abschaffung der Altersteilzeit im Blockmodell
- Bedarf an Nachfolgeregelungen für die abschlagsfreie Frühverrentung langjährig Beschäftigter
- Fehlende realistische Möglichkeit für Beschäftigte in Stahlindustrie, Bau, Handwerk oder Pflege, einfach noch ein paar Jahre dranzuhängen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mehr Sicherheit und verlässliche Perspektiven für Beschäftigte
- Klarere Übergangsregelungen für die Altersteilzeit im Blockmodell
- Sicherung eines sozialverträglicheren Übergangs in den Ruhestand
- Verlässliche Nachfolgeregelung für eine abschlagsfreie Frühverrentung langjährig Beschäftigter
- Fortführung der abschlagsfreien Rente für Menschen mit jahrzehntelanger Einzahlung
- Berücksichtigung der besonderen Belastungen in Branchen wie Stahlindustrie, Bau, Handwerk und Pflege
- Einführung oder Stärkung klarer Härtefallregelungen für lange Erwerbsbiografien
- Zielsetzung Länger arbeiten können ja aber nicht länger arbeiten müssen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Jochen Ott wird mit seiner Stellungnahme direkt zitiert (u. a. „sagte Ott dem ‚Spiegel‘“).
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