Politik: Klimaschutz trotz Hitzetoten
Berlin () – Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat angesichts der hohen Zahl an Hitzetoten scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt. Der Bundeskanzler sei sich weiterhin auch nur für ein Wort des Bedauerns zu schade, sagte Dröge dem Nachrichtenportal „T-Online“.
Es scheine, als sei Merz in einer Schockstarre verfangen. Politisch sei das inakzeptabel, sagte die Grünen-Politikerin.
Bei der hitzebedingten Übersterblichkeit handele es sich offenkundig um einen dramatischen Gesundheitsnotstand, sagte Dröge. Insbesondere für ältere und erkrankte Menschen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sei die Hitze lebensbedrohlich und in Tausenden Fällen tödlich. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) sei für ihren Schutz verantwortlich. Dröge forderte ihn auf, „einfach mal zu machen“. Es sei jetzt „allerhöchste Zeit“.
Die Grünen-Politikerin verlangte außerdem ein „Sofortprogramm für die klimafreundliche Kühlung von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen“. Die Bundesregierung dürfe die Verantwortung nicht weiter auf die finanziell klammen Kommunen schieben, Klimaanpassung sei eine Gemeinschaftsaufgabe.
Dröge erklärte weiter, dass der wichtigste Schutz vor noch heftigeren Hitzewellen die Bekämpfung der Klimakrise sei. Das Handeln der Regierung Merz könne man nur als politischen Totalschaden bezeichnen. Merz müsse endlich seinen Kurs korrigieren und die klimaschädlichen Gesetze von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stoppen.
Allein durch die heftige Hitzewelle Ende Juni sind in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) fast 10.000 Menschen gestorben. Rund 9.600 hitzebedingte Sterbefälle gingen auf die Woche vom 22. bis 28. Juni zurück, heißt es im aktuellen Wochenbericht des RKI.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Katharina Dröge (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Katharina Dröge, Friedrich Merz, Carsten Linnemann, Katherina Reiche
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU, Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge, die Grünen, Carsten Linnemann, Bundesgesundheitsminister, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, Kommunen, Bundesregierung, Katherina Reiche, Wirtschaftsministerin, Robert-Koch-Institut (RKI), RKI, dts Nachrichtenagentur, T-Online
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum des Ereignisses:Ende Juni (genauer genannt: 22. bis 28. Juni).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge kritisiert angesichts hoher hitzebedingter Todeszahlen Bundeskanzler Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Carsten Linnemann scharf und fordert ein sofortiges Klimakühlungsprogramm für Pflege- und Gesundheitseinrichtungen sowie konsequenten Kampf gegen die Klimakrise.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Hohe Zahl an Hitzetoten
- Hitzewelle Ende Juni
- Dramatischer Gesundheitsnotstand durch hitzebedingte Übersterblichkeit in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
- Schockstarre des Bundeskanzlers Friedrich Merz ohne Wort des Bedauerns
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Katharina Dröge (Grünen) übt Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz und spricht von Schockstarre und politisch inakzeptablem Verhalten
- Dröge wirft der Regierung Merz politischen Totalschaden vor und fordert Kurskorrektur sowie das Stoppen klimaschädlicher Gesetze von Katherina Reiche
- Forderung nach einem Sofortprogramm für klimafreundliche Kühlung von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen
- Kritik an der Verantwortungsverteilung, da die Bundesregierung die Lasten nicht weiter auf finanziell klamme Kommunen schieben dürfe
- Grünen-Politikerin fordert Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann zum sofortigen Handeln auf
Welche Konsequenzen werden genannt?
- scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz
- politische Bewertung als inakzeptabel und Zeichen von Schockstarre
- Einstufung der hitzebedingten Übersterblichkeit als dramatischer Gesundheitsnotstand
- Verantwortung wird beim Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann gesehen
- Forderung nach einem Sofortprogramm für klimafreundliche Kühlung von Pflege- und Gesundheitseinrichtungen
- Kritik an der Verschiebung von Verantwortung auf finanziell klamme Kommunen
- Forderung nach Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe
- Forderung nach Bekämpfung der Klimakrise als wichtigstem Schutz vor weiteren Hitzewellen
- Forderung nach Kurskorrektur der Regierung Merz und Stoppen klimaschädlicher Gesetze der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—Katharina Dröge wird mit mehreren Stellungnahmen/Reaktionen direkt zitiert („… sagte Dröge dem Nachrichtenportal ‚T-Online‘.“ / „… sagte die Grünen-Politikerin.“).
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