Bundeszentrale für politische Bildung: Schwerpunktwechsel Berlin
Berlin () – Die nach dem Rückzug des bisherigen Präsidenten Sönke Rix seit voriger Woche führungslose Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) will in Zukunft andere Prioritäten setzen. „Künftig wird die Bundeszentrale für politische Bildung ihre inhaltliche Arbeit stärker entlang ihres Kernauftrags ausrichten“, sagte eine Sprecherin der Behörde dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgabe).
Konkret bedeute das, dass bewährte Formate innerhalb des Kernauftrags der Bundeszentrale gegenüber anderen Angeboten priorisiert würden. Mit einer stärkeren Fokussierung auf ihren Kernauftrag werde die BPB ihre inhaltliche Arbeit insbesondere auf zentrale Zukunfts- und Stabilitätsfragen konzentrieren: staatliche Handlungsfähigkeit, innere und äußere Sicherheit, demokratische Resilienz und Krisenfestigkeit, wirtschaftlich-soziale Grundlagen und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Adressiert werden solle damit die gesamte Breite der Gesellschaft. Die Sprecherin sagte, dass die Markenkerne der Arbeit erhalten blieben: wissenschaftlich fundierte, kontroverse Wissensformate, Fach- und Dialogveranstaltungen, Präsenz auf Social Media sowie die Unterstützung der Träger in ihrer wichtigen Arbeit für die Stärkung der Demokratie.
Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtet, soll sich die Bundeszentrale künftig unter anderem mehr als bisher um die Themen Linksextremismus und Islamismus kümmern. Eingestellt wird dagegen das Projekt eines Museums rund um die von der RAF vor knapp 50 Jahren entführte „Landshut“. Die Bundeszentrale sollte die Maschine aufbereiten, die in einer Halle beim Flughafen Friedrichshafen steht, um eine Ausstellung möglich zu machen. Studienreisen nach Israel sollen ebenfalls nicht mehr stattfinden.
Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Rix hatte sich nach eigenen Angaben aus „persönlichen Gründen“ und im gegenseitigen Einvernehmen mit dem zuständigen Bundesinnenministerium nach nur fünf Monaten von der Spitze der rund 400-köpfigen Behörde zurückgezogen. Nachdem der vorherige Präsident Thomas Krüger im September 2025 in den Ruhestand verabschiedet worden war, war der Posten sechs Monate lang unbesetzt geblieben. Vizepräsident ist seit März Volker Ullrich, der früher wie Rix dem Bundestag angehörte – jedoch anders als dieser für die CSU.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Sönke Rix, Volker Ullrich, Thomas Krüger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeszentrale für politische Bildung (BPB), Redaktionsnetzwerk Deutschland, Bundesinnenministerium, SPD, Bundestag, CSU, RAF, Landshut, Israel
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand seit voriger Woche statt; außerdem werden für den Hintergrund diese Zeiträume genannt: September 2025 (Thomas Krüger in den Ruhestand) und sechs Monate lang unbesetzt danach, sowie seit März (Volker Ullrich ist seit März Vizepräsident).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Nachdem der Präsident Sönke Rix Anfang der Woche zurücktrat, will die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) ihre Arbeit künftig stärker an ihrem Kernauftrag ausrichten und sich dabei vor allem auf Zukunfts- und Stabilitätsfragen wie staatliche Handlungsfähigkeit, Sicherheit, demokratische Resilienz, wirtschaftlich-soziale Grundlagen und gesellschaftlichen Zusammenhalt konzentrieren, während u. a. Projekte zu einem „Landshut“-Museum und Studienreisen nach Israel beendet und der Fokus stärker auf Linksextremismus und Islamismus gelegt werden soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rückzug des bisherigen Präsidenten Sönke Rix aus persönlichen Gründen im gegenseitigen Einvernehmen mit dem zuständigen Bundesinnenministerium nach nur fünf Monaten
- Zeitweise Vakanz des Postens nach Verabschiedung des vorherigen Präsidenten Thomas Krüger in den Ruhestand im September 2025
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Beschreibung, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Reaktionen reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Zukünftige stärkere Ausrichtung der inhaltlichen Arbeit entlang des Kernauftrags
- Priorisierung bewährter Formate innerhalb des Kernauftrags gegenüber anderen Angeboten
- Konzentration auf zentrale Zukunfts und Stabilitätsfragen
- Fokus auf staatliche Handlungsfähigkeit
- Fokus auf innere und äußere Sicherheit
- Fokus auf demokratische Resilienz und Krisenfestigkeit
- Fokus auf wirtschaftlich soziale Grundlagen und gesellschaftlichen Zusammenhalt
- Adressierung der gesamten Breite der Gesellschaft
- Beibehaltung der Markenkerne wissenschaftlich fundierte kontroverse Wissensformate
- Beibehaltung von Fach und Dialogveranstaltungen
- Beibehaltung der Präsenz auf Social Media
- Fortführung der Unterstützung der Träger in ihrer Arbeit zur Stärkung der Demokratie
- Verstärkte Schwerpunktsetzung auf Linksextremismus
- Verstärkte Schwerpunktsetzung auf Islamismus
- Einstellung des Projekts eines RAF Landshut Museums
- Keine weiteren Studienreisen nach Israel
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Eine Sprecherin der Behörde wird mit einer Stellungnahme zitiert („Künftig wird… ihre inhaltliche Arbeit stärker…“).
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