Politik in Berlin: Hitzeschutzprogramm für Arbeit und Städte
Berlin () – In der Diskussion um den Umgang mit den immer häufiger auftretenden Hitzewellen in Deutschland will die Linke an diesem Montag einen „5-Punkte Hitzeschutzplan“ vorstellen.
Der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben): „Gutes Arbeiten bei großer Hitze ist kaum möglich. Oft wird es gar gesundheitsgefährdend. Wir wollen die Beschäftigten vor Nachteilen durch Hitze schützen.“
Laut Pantisano geht es aber nicht nur um den Arbeitsschutz, sondern auch um die räumlichen Voraussetzungen – vor allem in Städten. In dem Hitzeschutzplan der Linken führt die Partei als ersten Punkt die Einführung eines „Hitze-Kurzarbeitergeldes“ für Außenarbeitsplätze auf.
Darüber hinaus will sie „verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen in der Arbeitsstättenverordnung“ für Innenräume umsetzen. Wichtig sind ihr auch als Punkt drei „kühle Schutzräume bei Hitze“. Teil der Klimaanpassung in Kommunen müsse die öffentliche Bereitstellung kühler Rückzugsorte sein, „die innerhalb von 15 Minuten fußläufig erreichbar sind“, heißt es in dem Papier. Dazu sollen staatlich gelenkte Hitzebusse „durch kommunale Hilfs- und Rettungsteams“ eingesetzt werden.
Danach folgen als Punkt vier der „Ausbau öffentlicher und kostenfreier Schwimmbäder und Wasserflächen“ sowie als Punkt fünf ein „soziales Umbau- und Sanierungsprogramm in sozialen Einrichtungen und benachteiligten Wohnquartieren“.
Zum Thema Arbeit sagte Parteichef Pantisano: „Menschen verlegen bei über dreißig Grad im Schatten Asphalt, decken Dächer oder starren auf Bildschirme und versuchen, komplexe Entscheidungen zu treffen.“
Darüber hinaus wohnten Menschen mit wenig Geld oft in schlecht isolierten Wohnungen, vielleicht sogar im Dachgeschoss, sagte der Linken-Chef den Funke-Zeitungen. „Hier muss dringend saniert werden. Oft sind diese Wohnungen auch in Stadtteilen, wo es nur Asphalt und Beton gibt und die sich an Hitzetagen in Backöfen verwandeln. Besonders für Ältere, Schwangere und Obdachlose kann das lebensgefährlich werden.“
Laut Pantisano müssen die vielen Hitzetoten alleine im Juni ein Weckruf sein. „Wir müssen in den Stadtteilen für Möglichkeiten sorgen, sich abzukühlen. Das bedeutet: Hitzebusse und kühle Orte, zugänglich für alle.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Luigi Pantisano
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Linke, Luigi Pantisano, Funke-Mediengruppe, Kommunen, Hilfs- und Rettungsteams
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeit:Montag (genannt als „an diesem Montag“), ohne konkretes Datum.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Linke will angesichts zunehmender Hitzewellen in Deutschland einen „5-Punkte-Hitzeschutzplan“ vorstellen, der u. a. ein Hitze-Kurzarbeitergeld für Außenarbeit, verbindliche Hitzeschutzvorgaben für Innenräume sowie schnell zu erreichende kühle Rückzugsorte (inkl. Hitzebusse) und weiteren Ausbau von kostenfreien Schwimmbädern sowie Sanierungsmaßnahmen umfasst.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zunehmende Hitzewellen in Deutschland
- Schlechte Arbeitsbedingungen bei großer Hitze
- Gesundheitsgefährdung durch Hitze am Arbeitsplatz und in schlecht isolierten Wohnungen, besonders in Stadtteilen mit hoher Wärmebelastung
- Viele Hitzetote, insbesondere im Juni, als Weckruf
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Linke will einen 5-Punkte Hitzeschutzplan vorstellen
- Die Linke begründet das mit eingeschränkter bzw. gesundheitlich gefährdender Arbeitsfähigkeit bei großer Hitze
- Öffentliche Bereitstellung kühler Rückzugsorte soll Teil der Klimaanpassung in Kommunen sein
- Staatlich gelenkte Hitzebusse sollen eingesetzt werden, durch kommunale Hilfs- und Rettungsteams begleitet
- Ausbau öffentlicher und kostenfreier Schwimmbäder und Wasserflächen wird gefordert
- Sanierungsprogramm für soziale Einrichtungen und benachteiligte Wohnquartiere soll helfen
- Kritik bzw. Warnung vor Folgen von Hitze vor allem für Ältere, Schwangere und Obdachlose wird betont
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Schutz von Beschäftigten vor gesundheitlichen Nachteilen durch Hitze
- Verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen in Arbeitsstättenverordnungen für Innenräume
- Schaffung kühler Schutzräume bei Hitze in Kommunen mit fußläufiger Erreichbarkeit
- Einsatz staatlich bzw kommunal gesteuerter Hitzebusse über Hilfs und Rettungsteams
- Ausbau öffentlicher und kostenfreier Schwimmbäder und Wasserflächen
- Soziales Umbau und Sanierungsprogramm in sozialen Einrichtungen und benachteiligten Wohnquartieren
- Dringende Sanierung schlecht isolierter Wohnungen zur Vermeidung lebensgefährlicher Hitzebelastungen
- Bessere Möglichkeiten zum Abkühlen in Stadtteilen zur Verringerung hitzebedingter Risiken für besonders Betroffene
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano wird mit mehreren direkten Zitaten („Gutes Arbeiten bei großer Hitze…“, „Menschen verlegen…“, etc.) zitiert.
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