Berlin: Diskussion um kostenfreie Schülerleistungen
Berlin () – Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) spricht sich für ein Ende des kostenlosen Schülertickets und Schulessens in Berlin aus.
Es bedürfe einer Überprüfung, ob wirklich alle Schüler ein kostenloses Schülerticket und Schulessen brauchten, sagte Bonde dem „Tagesspiegel“. Bei sozial Bedürftigen sei es vollkommen unumstritten, dass das Angebot bestehen bleibe. Bei gut verdienenden Gruppen setze sie ein Fragezeichen, führte die Senatorin weiter aus.
Bonde zufolge könnte das Land Berlin dadurch viel Geld sparen. Dies habe ihre Verwaltung im Rahmen der vergangenen Haushaltsberatungen durchgerechnet. „Aktuell wäre es so, dass der Entfall des Zuschusses für das kostenlose Schülerticket zu Einsparungen von insgesamt 106,4 Millionen Euro in den Jahren 2026/2027 führen würde.“
Angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin hält es die Verkehrssenatorin für unumgänglich, dass das Land seine Ausgaben in manchen Bereichen reduziert. „Wir müssen uns ehrlich machen. Was brauchen wir in der Stadt an Infrastruktur und was geben wir für konsumtive Dinge aus?“, sagte sie. Zu diesen Fragen müsse ein politischer Konsens gefunden werden. Ihre Hoffnung sei, dass dadurch die Infrastruktur verstärkt finanziert werden könne.
Berlin muss in den kommenden Jahren massiv sparen. Bereits in diesem und dem kommenden Jahr kalkuliert das Land mit einem voraussichtlichen Defizit von mehreren Milliarden Euro jährlich. Während einerseits die Ausgaben zuletzt deutlich angestiegen waren, legten die Einnahmen des Landes nicht in gleicher Geschwindigkeit zu.
Zuletzt hatte deshalb auch der neue CDU-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Stefan Evers, vorgeschlagen, dass das kostenlose Schulessen abgeschafft werden soll. Ihm sei bis heute nicht begreiflich, warum man Gutverdiener, die sich ohne Weiteres zwei Euro für das Schulmittagessen leisten könnten, staatlich subventioniere, sagte dem „Tagesspiegel“. Das Land könne fast 100 Millionen Euro pro Jahr sparen, wenn das Angebot nur noch für finanziell schwächere Familien gelte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ute Bonde, Stefan Evers
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Berlin, Abgeordnetenhaus (Berlin), Stefan Evers, Tagesspiegel
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) fordert ein Ende bzw. eine Überprüfung des kostenlosen Schülertickets und des Schulessens mit dem Ziel, insbesondere bei nicht bedürftigen Familien große Einsparungen für den finanziell stark belasteten Berliner Haushalt (u. a. 106,4 Mio. € in 2026/27) zu erzielen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Angespannte Haushaltslage Berlins mit einem voraussichtlichen Defizit von mehreren Milliarden Euro jährlich
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) fordert ein Ende des kostenlosen Schülertickets und des Schulessens bzw. eine Überprüfung, ob es für alle Schüler nötig ist
- Sie erklärt, dass es für sozial Bedürftige weiterhin bestehen bleiben soll, stellt aber bei gut verdienenden Gruppen die Notwendigkeit infrage
- Sie begründet ihre Forderung mit erwarteten Einsparungen für Berlin (insgesamt 106,4 Millionen Euro in 2026/2027) und verweist auf die angespannte Haushaltslage
- Der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers unterstützt die Abschaffung des kostenlosen Schulessens und fordert die Subvention nur noch für finanziell schwächere Familien
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Einsparungen im Landeshaushalt durch den Entfall des Zuschusses für das kostenlose Schülerticket
- Einsparungen im Landeshaushalt durch die Abschaffung des kostenlosen Schulessens für bestimmte Gruppen
- Reduzierung konsumtiver Ausgaben in Berlin angesichts einer angespannten Haushaltslage
- Finanzielle Entlastung in den Jahren 2026 und 2027
- Umverteilung finanzieller Mittel hin zur verstärkten Finanzierung von Infrastruktur
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Die Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) wird mit Aussagen zitiert (u. a. zur Überprüfung des kostenlosen Schülertickets und Schulessens sowie zu möglichen Einsparungen).
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