Außenpolitik: Berlin zu Iran-Konflikt
Berlin () – Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran in der Nacht hart anzugreifen, deutlich kritisiert.
„Ich weiß nicht, was der Sinn davon ist“, sagte Nouripour dem TV-Sender „Welt“ am Mittwoch. Es sei eher eine Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung geboten, so Nouripour. Das gelte auch deswegen, weil nicht absehbar sei, dass die USA mit einem harten Schlag tatsächlich die iranische Seite in die Knie zwingen.
Es sehe aus, als würde man jetzt einfach versuchen, Boden gut zu machen für Verhandlungen, sagte der Außenpolitiker. „Ich weiß nicht, ob das funktioniert.“ Es sei zwar richtig, dass man dem Regime in Teheran nicht vertrauen könne, so Nouripour. Aber auf der anderen Seite, sei es nicht realistisch, „einfach nur wahllos und willkürlich irgendwo hinbomben“ und zu sagen, der Iran werde aufgeben und die Straße von Hormus aufmachen, weil man ihn geschwächt habe.
Nouripour vermutet, dass Trump ein innenpolitisches Signal senden wolle, um in den USA nicht als Verlierer des Konflikts dazustehen. Das aber helfe den Menschen im Iran nicht weiter.
„Es gibt eine Verhaftungswelle, es gibt eine Hinrichtungswelle. Das Regime hat an vielen relevanten Kreuzungen in großen Städten Checkpoints jetzt dauerhaft installiert. Und das Internet ist weiterhin massiv gedrosselt“, erklärte Nouripour. „Das geht massiv auf die Knochen der Menschen im Iran.“
Erneute Angriffe auf den Iran würden auch in Deutschland spürbar werden, warnte Nouripour. „Es ist relativ deutlich sichtbar, dass die Ölpreise wieder ansteigen werden. Es ist sehr schnell dann wieder spürbar auch an den Zapfsäulen bei uns in Deutschland. Deshalb betrifft uns das massiv.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Omid Nouripour (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Omid Nouripour, Donald Trump
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Omid Nouripour, Grüne, US-Präsident Donald Trump, Iran, USA, Teheran, Hormus, TV-Sender Welt, Bundestag, Deutschland, Zapfsäulen, Internet, Regime
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Mittwoch statt (genauer: am Mittwoch dieser Woche, im Text ohne konkretes Datum).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) kritisierte die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran in der Nacht hart anzugreifen, als wenig sinnvoll und warnte zugleich vor den Folgen für die Zivilbevölkerung sowie steigenden Öl- und damit Benzinpreisen auch in Deutschland.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Iran in der Nacht hart anzugreifen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Nouripour kritisiert die Drohung Trumps deutlich und fordert Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung
- Er bezweifelt, dass ein harter Schlag die iranische Seite tatsächlich zur Aufgabe bringt
- Er sieht die Äußerung als möglichen Versuch, sich Verhandlungspositionen zu verbessern, ohne zu wissen, ob das funktioniert
- Er vermutet, Trump wolle mit einem Signal innenpolitisch Stärke zeigen und nicht als Verlierer dazustehen
- Er macht auf eine Verhaftungs- und Hinrichtungswelle, dauerhaft installierte Checkpoints und die massive Internetdrosselung im Iran aufmerksam
- Er warnt vor erneuten Angriffen mit Folgen auch für Deutschland, etwa steigenden Ölpreisen und spürbaren Effekten an den Zapfsäulen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung wird gefordert
- Nicht absehbar ist, dass ein harter Schlag die iranische Seite tatsächlich zum Einlenken zwingt
- Erneute militärische Angriffe könnten die Situation weiter eskalieren, statt Verhandlungen zu ermöglichen
- Ein innenpolitisches Signal in den USA könnte die Menschen im Iran nicht entlasten
- Verhaftungswellen und Hinrichtungswellen werden fortgesetzt
- Checkpoints und dauerhafte Sicherheitsmaßnahmen in großen Städten werden weiter ausgebaut
- Das Internet bleibt massiv gedrosselt
- Die Lage für Menschen im Iran verschlechtert sich spürbar
- Ölpreise könnten wieder ansteigen
- Auswirkungen wären schnell auch an den Zapfsäulen in Deutschland spürbar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Omid Nouripour wird mit mehreren direkten Aussagen im Artikel zitiert („…“, sagte Nouripour dem TV-Sender „Welt“ am Mittwoch).
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