Frankreich: Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten

Frankreich: Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten

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Französische Politik: Le Pen plant Präsidentschaftswahl 2027

Paris () – Die französische Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen will zur Präsidentschaftswahl 2027 antreten – und vorher noch eine Aufhebung des gegen Sie verhängten Urteils. Sie halte sich für unschuldig und werde alle Rechtsmittel ausschöpfen, sagte Le Pen am Dienstagabend in einem mit Spannung erwarteten Interview beim französischen Fernsehsender TF1.

Ein Gericht in Frankreich hatte Le Pen am Dienstag in einem Berufungsverfahren wegen ‌der Veruntreuung von EU-Geldern zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Zwei Jahre ‌davon wurden zur Bewährung ausgesetzt, die verbleibende Zeit muss sie eine Fußfessel tragen. Damit könnte sie bei der Präsidentschaftswahl im ⁠April ⁠2027 antreten.

Sie danke dem Gericht, dass es den Franzosen ihre Wahlfreiheit wiedergegeben habe, sagte sie bei TF1. Es bleibe aber dabei, dass sie mit Fußfessel keinen Wahlkampf machen wolle. Sie setze darauf, dass der Kassationsgerichtshof, das höchste Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit, das Urteil aufhebe.

Nach eigenen Worten will Le Pen zusammen mit ihrem politischen „Ziehsohn“ Jordan Bardella als „Duo“ antreten – sie als Präsidentin, er als Premierminister. „Die Franzosen werden das letzte Wort haben“, sagte Le Pen auf TF1.

Die 57-Jährige beschrieb ihre Zusammenarbeit mit dem 30-jährigen Bardella als eingespielt. Beide teilten den Willen, „den Riesen Frankreich von den Fesseln zu befreien“, die durch Jahrzehnte schlechter Politik entstanden seien. Die Themen ihrer Kampagne – Sicherheit, Schule, Gesundheit, Desindustrialisierung – blieben unverändert.

Auf die Frage, ob sie einen möglichen endgültigen Schuldspruch fürchte, antwortete Le Pen: „Wir werden sehen“ und: Es gebe „kein Szenario mehr“, in dem sie nicht kandidieren könne. Bardella jedenfalls stehe „zu 100 Prozent“ hinter ihr.

Frankreich diskutiert seit Wochen, ob Bardella womöglich selbst als Präsidentschaftskandidat antritt. Parteichef des Rassemblement National ist er bereits – und er schneidet in Umfragen auch etwas besser ab, wenngleich der Unterschied gering ist. Laut einer Umfrage des Hörfunksenders RTL von Mai würde er als Kandidat im ersten Wahlgang 34 oder 35 Prozent der abgegebenen Stimmen erreichen, Le Pen hingegen nur 32 bis 33 Prozent.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Marine Le Pen im Interview auf TF1 am 07.07.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Marine Le Pen, Jordan Bardella

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

TF1, Rassemblement National, Kassationsgerichtshof, RTL.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 07.07.2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Paris, Frankreich.

Worum geht es in einem Satz?

Marine Le Pen plant, trotz eines Gerichtsurteils wegen EU-Geldveruntreuung, als Präsidentschaftskandidatin 2027 anzutreten und setzt auf die Aufhebung des Urteils, während sie gemeinsam mit Jordan Bardella als politisches Duo kandidieren möchte.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern
  • Dreijährige Haftstrafe, zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt
  • Fußfessel als Auflage
  • Ambitionen für die Präsidentschaftswahl 2027
  • Bestreben, das Urteil aufzurufen
  • Kooperation mit Jordan Bardella
  • Thematisierung der politischen Agenda (Sicherheit, Schule, Gesundheit, Desindustrialisierung)
  • Diskussion über Bardellas mögliche Präsidentschaftskandidatur
  • Umfrageergebnisse zeigen enge Konkurrenz zwischen Le Pen und Bardella

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verurteilung zu dreijähriger Haftstrafe
  • Zwei Jahre auf Bewährung
  • Tragen einer Fußfessel
  • Möglichkeit zur Teilnahme an der Präsidentschaftswahl 2027
  • Kalte Fußfessel erschwert Wahlkampf
  • Ziel: Aufhebung des Urteils durch Kassationsgerichtshof
  • Gemeinsame Kandidatur mit Jordan Bardella
  • Bestätigung von Bardella’s Unterstützung
  • Diskussion über Bardella als eigenen Präsidentschaftskandidaten
  • Umfragewerte zeigen geringe Unterschiede zwischen Le Pen und Bardella

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Marine Le Pen zitiert, in der sie betont, dass sie mit Fußfessel keinen Wahlkampf machen wolle und dass sie unschuldig sei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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