Wirtschaftliche Lage im deutschen Straßenbau
München () – Das Geschäftsklima im deutschen Straßenbau hat sich im Juni etwas verbessert. Der Indikator stieg auf -25,5 Punkte, nach -27,6 Punkten im Mai, teilte das Ifo-Institut am Montag mit.
Sowohl die Indikatoren der Geschäftslage (-14,5) als auch der Erwartungen (-35,9) stiegen leicht. Doch insgesamt verschlechtert sich die Geschäftslage seit Ende 2018. Im Juni gaben die Unternehmen an, dass ihre Auftragsbestände etwa 3,4 Monate ausreichen. Im langfristigen Durchschnitt sind es 2,6 Monate. „Zwar berichteten die Straßenbaufirmen von hohen Auftragsbeständen, allerdings werden die Vorhaben anscheinend nur schleppend umgesetzt, und gleichzeitig gehen immer weniger neue Aufträge ein“, sagte Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister. „Eigentlich hätte das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität zusätzlichen Spielraum eröffnen sollen.“
Der Straßenbau ist stark von der Nachfrage der öffentlichen Hand abhängig und der Sanierungsbedarf ist hoch. „Dennoch erhält der Straßenbau im Sondervermögen nicht die nötige Priorität. Viele Kommunen stehen unter erheblichem Haushaltsdruck. Auch beim Bund konkurriert der Straßenbau mit anderen Aufgabenfeldern“, so Dorffmeister. Hinzu kommt, dass die Preise für Straßenbauleistungen in den vergangenen fünf Jahren um 46 Prozent gestiegen sind. Und im zweiten Quartal 2026 berichteten die Firmen wieder deutlich öfter von steigenden Preisen. „Der Irankrieg wird die reale Entwicklung des ohnehin schwächelnden Straßenbaus weiter bremsen“, sagte Dorffmeister.
Im Juni meldeten die Unternehmen im Straßenbau, dass ihre Auftragsbestände für etwa 3,4 Monate ausreichen. Im langfristigen Durchschnitt sind es 2,6 Monate. „Doch seit 2022 sind sie mit ihrer Auftragslage zunehmend unzufrieden: Viele Aufträge kommen nicht in Gang und Neuaufträge fehlen“, erklärt Dorffmeister. Im Juni klagten 38,7 Prozent über Auftragsmangel – im langfristigen Mittel waren es 26 Prozent. Materialmangel spielt dagegen kaum eine Rolle: nur 4,5 Prozent der Unternehmen fehlten wichtige Baustoffe, nach 5,9 Prozent im Mai.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bauarbeiter (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ludwig Dorffmeister
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ifo-Institut, Ludwig Dorffmeister
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand im Juni statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München
Worum geht es in einem Satz?
Im Juni hat sich das Geschäftsklima im deutschen Straßenbau leicht verbessert, dennoch ist die Lage insgesamt seit Ende 2018 rückläufig, da hohe Auftragsbestände nur schleppend umgesetzt werden und neue Aufträge fehlen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Verbesserung des Geschäftsklimas im Straßenbau
- Anstieg des Ifo-Indikators von -27,6 auf -25,5 Punkte
- Hohe Auftragsbestände bei Firmen
- Sanierungsbedarf im Straßenbau
- Abhängigkeit von öffentlicher Nachfrage
- Haushaltsdruck auf Kommunen
- Konkurrenz mit anderen Aufgabenfeldern beim Bund
- Preisanstieg für Straßenbauleistungen um 46 Prozent in fünf Jahren
- Unzufriedenheit mit der Auftragslage seit 2022
- Weniger Neuaufträge und verzögerte Projekte
- Geringe Materialengpässe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verbesserung des Geschäftsklimas im Straßenbau
- Anstieg der Indikatoren für Geschäftslage und Erwartungen
- Verschlechterung der Geschäftslage seit Ende 2018
- Auftragsbestände von etwa 3,4 Monaten
- Unsicherheit in der Auftragslage
- Fehlende neue Aufträge
- Hoher Sanierungsbedarf im Straßenbau
- Konkurrenz mit anderen Aufgabenfeldern auf Bundes- und Kommunalebene
- Anstieg der Preise für Straßenbauleistungen um 46 Prozent
- Zunehmende Unzufriedenheit der Unternehmen mit der Auftragslage
- Hohe Klagequote über Auftragsmangel
- Geringe Auswirkung von Materialmangel auf die Auftragslage
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Ifo-Bauexperte Ludwig Dorffmeister sagt, dass trotz hoher Auftragsbestände die Vorhaben nur schleppend umgesetzt werden und der Straßenbau im Sondervermögen nicht die nötige Priorität erhält.
- Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer - 30. Juli 2026
- Baum stürzt am Möhnesee auf Jugendgruppe: Zwei Schwerverletzte - 30. Juli 2026
- CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen - 30. Juli 2026

