Gesundheitspolitik und Reformdiskussion in Berlin
Berlin () – In der SPD wächst der Widerstand gegen die von der Union beim Reformpaket der Regierung durchgesetzte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Attestpflicht vom ersten Krankheitstag an.
Das sei komplett absurd, sagte der Berliner SPD-Chef und Spitzenkandidat für die Wahl im September, Steffen Krach, der „Süddeutschen Zeitung“. Das müsse jeder in der Union verstehen, der noch bei Verstand sei.
Einerseits betone man in dem Paket, man wolle unbedingt Bürokratie abbauen, aber damit belaste man das Gesundheitssystem in einer unfassbaren Form zusätzlich.
Das sei ein Widerspruch in sich, meinte er in Richtung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der das als Maßnahme gegen einen aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand im Land sieht.
Die Hausärzte seien zurecht empört, die Union sollte das dringend noch einmal überdenken, sagte Krach. Kein Mensch, der sich mit dem Gesundheitssystem auseinandersetze, halte das für sinnvoll, da es Arztpraxen verstopfe und es noch schwerer mache, schneller an Behandlungstermine zu kommen.
In den Verhandlungen wollte die Union zunächst sogenannte Karenztage, also unbezahlte Krankheitstage durchsetzen, um den Druck auf Arbeitnehmer zu erhöhen.
Um das zu verhindern, akzeptierte die SPD als Kompromiss die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag.
Die telefonische Krankschreibung war 2020 wegen der Corona-Pandemie unter Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeführt worden, nach einer Aussetzung wurde sie im Dezember 2023 unter Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dauerhaft fortgeführt. In der Union wird auch auf Betrügereien verwiesen, auf angebliche Ärzte im Ausland, die tausende solcher Krankschreibungen ausstellten.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Steffen Krach, Friedrich Merz, Jens Spahn, Karl Lauterbach
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, Union, Süddeutsche Zeitung, Friedrich Merz, CDU, Hausärzte, Jens Spahn, Karl Lauterbach
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.
Worum geht es in einem Satz?
In der SPD wächst der Widerstand gegen die von der Union durchgesetzte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag, da diese Maßnahmen das Gesundheitssystem unnötig belasten und einen Widerspruch zur angeblichen Bürokratieentlastung darstellen, so der Berliner SPD-Chef Steffen Krach.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Widerstand in der SPD gegen Reformpaket der Union
- Abschaffung der telefonischen Krankschreibung
- Attestpflicht ab ersten Krankheitstag
- Kritische Äußerungen von Steffen Krach
- Widerspruch zwischen Bürokratieabbau und Belastung des Gesundheitssystems
- Hoher Krankenstand als Argument der Union
- Empörung der Hausärzte
- Union wollte Karenztage (unbezahlte Krankheitstage) einführen
- Kompromiss der SPD zur Abschaffung der telefonischen Krankschreibung
- Einführung der telefonischen Krankschreibung 2020 während Corona-Pandemie
- Bezug auf mögliche Betrügereien bei Krankschreibungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Politik, Öffentlichkeit und Medien haben wie folgt reagiert:
- Widerstand in der SPD gegen die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.
- Berliner SPD-Chef Steffen Krach bezeichnet Maßnahme als absurd.
- Kritik an Widerspruch zwischen Bürokratieabbau und Belastung des Gesundheitssystems.
- Hausärzte empört über die Maßnahme.
- Union wollte ursprünglich unbezahlte Krankheitstage durchsetzen.
- SPD nahm Kompromiss an, um Druck auf Arbeitnehmer zu vermeiden.
- Hinweis auf Betrug mit Krankschreibungen aus dem Ausland in der Union.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Wachsende Unzufriedenheit in der SPD
- Empörung bei Hausärzten
- Erhöhter Druck auf das Gesundheitssystem
- Verstopfung von Arztpraxen
- Schwierigkeiten bei der Terminfindung
- Notwendigkeit für Überdenken von Entscheidungen in der Union
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Steffen Krach, dem Berliner SPD-Chef, zitiert, der die Maßnahme als „komplett absurd“ bezeichnet und auf die Widersprüche im Reformpaket hinweist.
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