Städte- und Gemeindebund will Milliardenhilfe für Hitzeschutz

Städte- und Gemeindebund will Milliardenhilfe für Hitzeschutz

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Klimaschutz und Extremwetter in Deutschland

Berlin () – Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert deutlich mehr Geld von Bund und Ländern für den Schutz vor Extremwetter. Die Kommunen müssten jährlich mindestens acht Milliarden Euro allein in die Klimaanpassung stecken, teilte der kommunale Spitzenverband dem „Spiegel“ auf Nachfrage mit.

Nach der Hitzewelle der vergangenen Tage mit Rekordtemperaturen um die 40 Grad hatte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Montag erklärt, das Geld aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität reiche für den Hitzeschutz aus. Der Städtebund widersprach. Der Investitionsrückstand betrage mehr als 230 Milliarden Euro, erklärte der Verband. Die rund 66 Milliarden Euro, die den Kommunen aus dem Sondervermögen zusätzlich zustünden, reichten daher „nicht einmal annähernd“ aus.

Der Verband forderte, Klimaschutz und Klimaanpassung zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern nach Artikel 91a Grundgesetz zu machen. Nur so ließen sich die dringend notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zum klimaangepassten Umbau der Innenstädte und Ortskerne finanzieren, sagte ein Sprecher.

Der DStGB schlägt zudem vor, gemeinsam mit den Krankenkassen ein Hitzeregister einzuführen – nach dem Vorbild Frankreichs. Dort sind vorwiegend alte oder schwer kranke Menschen gemeldet, um die man sich in Hitzewellen besonders kümmern muss. Bei langen Hitzeperioden werden sie regelmäßig angerufen und im Notfall mit Wasser versorgt.

Auch beim Trinkwasser mahnt der Verband zur Vorsicht. In Hitzewellen steigt der Verbrauch stark – durch Bewässerung von Gärten und Feldern, aber auch in Privathaushalten durch mehr Duschen und Trinken. Eine sparsame Nutzung in Zeiten der Wasserknappheit, also etwa der Verzicht auf das Rasensprengen oder die Befüllung privater Pools, könne helfen, dass die Vorräte länger halten, schreibt der DStGB. Nur so ließen sich temporäre Nutzungsbeschränkungen als letztes Mittel vermeiden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Deutscher Städte- und Gemeindebund (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der Personen im Artikel sind: Carsten Schneider.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB), Bund, Länder, Bundesumweltministerium, SPD, Krankenkassen, Frankreich

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert von Bund und Ländern dringend finanzielle Mittel in Höhe von mindestens acht Milliarden Euro jährlich für den Klimaschutz und die Anpassung an Extremwetter, um notwendige Maßnahmen zu ergreifen und einen Investitionsrückstand von über 230 Milliarden Euro zu beheben.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hitzewelle mit Rekordtemperaturen um 40 Grad
  • Anstieg der extremen Wetterereignisse
  • Investitionsrückstand der Kommunen von über 230 Milliarden Euro
  • Unzureichende Mittel aus dem Sondervermögen für Klimaanpassung
  • Notwendigkeit von Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung
  • Forderung nach mehr finanziellen Mitteln von Bund und Ländern

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • DStGB fordert mehr Geld für Klimaanpassung
  • Mindestens acht Milliarden Euro pro Jahr nötig
  • Widerspruch zu Karls Aussage über ausreichendes Geld aus Sondervermögen
  • Investitionsrückstand von über 230 Milliarden Euro
  • Zusätzliche 66 Milliarden Euro nicht ausreichend
  • Forderung nach gemeinsamer Aufgabe von Bund und Ländern
  • Vorschlag für Hitzeregister zur Betreuung gefährdeter Personen
  • Warnung vor steigendem Trinkwasserverbrauch in Hitzewellen
  • Empfehlung zur sparsamen Nutzung von Wasser

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Dringender Bedarf an mehr finanziellen Mitteln für den Klimaschutz
  • Investitionsrückstand von mehr als 230 Milliarden Euro
  • Notwendigkeit zur Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern
  • Vorschlag zur Einführung eines Hitzeregisters
  • Erhöhter Trinkwasserverbrauch in Hitzewellen
  • Notwendigkeit zur sparsamen Nutzung von Wasser
  • Vermeidung temporärer Nutzungsbeschränkungen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) zitiert, der fordert, mehr Geld für den Schutz vor Extremwetter bereitzustellen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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