Gesellschaftliche Ansichten zur Pflegekostenbeteiligung in Deutschland
Berlin () – Eine große Mehrheit der Deutschen lehnt eine stärkere Beteiligung von erwachsenen Kindern an den Pflegekosten ihrer Eltern ab. Das berichtet der „Stern“ unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins und von RTL.
Demnach sind 73 Prozent der Befragten dagegen, die Einkommensgrenze zu senken, ab der Kinder für die Pflege ihrer Eltern aufkommen müssen. Nur 25 Prozent halten eine stärkere Beteiligung für richtig. Zwei Prozent antworteten mit „weiß nicht“.
Bisher müssen Erwachsene, die mehr als 100.000 Euro brutto im Jahr verdienen, für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen, wenn die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen und das Vermögen der Eltern aufgebraucht ist. Laut den Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wird in der Regierung diskutiert, ob diese Grenze gesenkt werden soll.
Am ehesten könnten sich die Anhänger der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD eine Beteiligung auch für Kinder mit niedrigeren Einkommen vorstellen. Vor allem die Anhänger der Linken und der AfD sprechen sich gegen eine Senkung der 100.000-Euro-Grenze aus.
Die Kosten für Pflegebedürftige steigen – und damit auch der Druck auf die schwarz-rote Koalition, die eine Pflegereform angekündigt hat. Durchschnittlich liegt der Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim im ersten Jahr derzeit bei 3.245 Euro pro Monat. Diese hohen monatlichen Kosten übersteigen die Einkünfte vieler Rentner.
Werden die Kosten für die monatliche Pflege nicht durch die Pflegeversicherung und die eigenen Einkünfte gedeckt, springt in der Regel die Sozialhilfe ein. Hubertus Heil (SPD) von der damaligen schwarz-roten Regierung hatte 2019 das sogenannte Angehörigenentlastungsgesetz eingeführt. Seitdem müssen erwachsene Kinder, die weniger als 100.000 Euro brutto im Jahr verdienen, nicht für die Pflege ihrer Eltern aufkommen. Gesundheitsministerin Warken hat nun eine „Rücknahme“ dieser Regelung angekündigt, sie will die Grenze streichen, um die Kommunen zu entlasten. Zuständig für die entsprechenden Änderungen des Gesetzes ist allerdings Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Oppositionspolitiker und Sozialverbände kritisieren Warkens Pläne, sie befürchten einen Anstieg der Altersarmut und fordern eine faire Lastenverteilung.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1.004 Deutsche für die Erhebung am 18. und 19. Juni 2026.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nina Warken, Hubertus Heil, Bärbel Bas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, CSD, SPD, Linke, AfD, Hubertus Heil, Bärbel Bas, Forsa, dts Nachrichtenagentur, RTL, Stern.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 18. und 19. Juni 2026 statt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.
Worum geht es in einem Satz?
Eine große Mehrheit der Deutschen (73%) lehnt eine Senkung der Einkommensgrenze ab, ab der erwachsene Kinder für die Pflegekosten ihrer Eltern aufkommen müssen, während nur 25% dies befürworten, im Kontext geplanter Reformen durch Gesundheitsministerin Warken angesichts steigender Pflegekosten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ablehnung der stärkeren finanziellen Beteiligung von Kindern an Pflegekosten
- Forsa-Umfrage zeigt 73 % gegen Senkung der Einkommensgrenze
- Aktuelle Regelung: Kinder über 100.000 Euro Einkommen haften für Pflegekosten
- Diskussion über Senkung der Einkommensgrenze in der Regierung
- Hohe Pflegekosten belasten viele Rentner
- Einführung des Angehörigenentlastungsgesetzes 2019
- Ankündigung von Gesundheitsministerin Warken zur "Rücknahme" der Regelung
- Druck auf Regierung aufgrund steigender Kosten für Pflegebedürftige
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Die Politik und Öffentlichkeit haben reagiert mit
- 73 Prozent der Deutschen lehnen stärkere Beteiligung ab
- Diskussion über Senkung der Einkommensgrenze in der Regierung
- Anhänger von CDU/CSU und SPD eher offen für niedrigere Einkommensgrenze
- Ablehnung der Senkung durch Anhänger der Linken und AfD
- Hohe Pflegekosten und deren Druck auf Koalition
- Einführung des Angehörigenentlastungsgesetzes 2019 von Hubertus Heil
- Warkens Ankündigung zur Rücknahme der Regelung
- Kritik von Oppositionspolitikern und Sozialverbänden bezüglich Altersarmut und Lastenverteilung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Ablehnung einer stärkeren finanziellen Beteiligung von Kindern an den Pflegekosten
- Hohe monatliche Pflegekosten übersteigen Einkünfte vieler Rentner
- Druck auf die Regierung zur Pflegereform
- Sozialhilfe springt ein, wenn Pflegekosten nicht gedeckt sind
- Befürchtungen eines Anstiegs der Altersarmut
- Forderung nach fairer Lastenverteilung
- Politische Kritik an geplanten Gesetzesänderungen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Reaktion von Oppositionspolitikern und Sozialverbänden zitiert, die Warkens Pläne kritisieren und einen Anstieg der Altersarmut sowie eine faire Lastenverteilung befürchten.
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