Gesundheitspolitik in Deutschland: Steuern für Tabak und Alkohol
Berlin () – Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), dringt auf höhere Steuern für Alkohol und Tabak. Gemessen an den Schäden, die sie verursachten, seien Tabak und Alkohol in Deutschland zu billig, sagte Streeck der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
Die Gewinne entstünden beim Verkauf. Die Folgekosten landeten später bei allen, den Versicherten, Arbeitgebern, Familien, in den Kliniken und im Gesundheitssystem, so Streeck. Deshalb brauche es höhere Steuern auf Tabak und Alkohol nach dem Verursacherprinzip. Das sei keine Symbolpolitik, sondern faire Prävention.
Höhere Preise schützten besonders junge Menschen vor dem Einstieg und helfen, langfristig Krankheitskosten zu senken, sagte Streeck. Ein Verlust von möglichen Steuereinnahmen dürfe kein Gegenargument sein, da ein Staat nicht darauf bauen dürfe, dass Menschen rauchen, trinken, krank werden und früher sterben.
Auch eine mögliche Verschiebung hin zu einem größeren Schwarzmarkt sei kein Gegenargument. „Natürlich müssen wir den Schwarzmarkt ernst nehmen, aber wir dürfen nicht hinnehmen, dass ein Regelbruch zu einem Vetorecht wird. Gesundheit muss sich stärker lohnen als Krankheit. Das muss der politische Auftrag sein“, so Streeck.
Auch Ärzte mahnen eine höhere Tabak- und Alkoholsteuer an. „Aus gesundheitspolitischer Sicht ist eine höhere Besteuerung von Tabak- und Nikotinprodukten richtig und notwendig“, sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, der Zeitung. „Rauchen bleibt eine der größten vermeidbaren Gesundheitsgefahren.“
Allein die Behandlung tabakbedingter Erkrankungen koste das Gesundheitswesen rund 30 Milliarden Euro im Jahr, sagte Reinhardt. Jeder Mensch, der nicht zu rauchen beginne oder rechtzeitig aufhöre, entlaste das Gesundheitssystem.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hendrik Streeck, Klaus Reinhardt
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Wann ist das Ereignis passiert?
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Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, fordert höhere Steuern auf Tabak und Alkohol, um die Folgekosten für das Gesundheitssystem zu senken und insbesondere junge Menschen vor dem Suchtbeginn zu schützen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Aussage von Hendrik Streeck über zu niedrige Preise für Alkohol und Tabak
- Bezug auf gesundheitliche Schäden durch Tabak und Alkohol
- Erwähnung der Folgekosten für das Gesundheitssystem
- Forderung nach höheren Steuern nach dem Verursacherprinzip
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- Unterstützung durch Ärzte, insbesondere Bundesärztekammer
- Hohe Kosten des Gesundheitswesens durch tabakbedingte Erkrankungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Hendrik Streeck fordert höhere Steuern auf Alkohol und Tabak
- Preise sollten den Schäden entsprechen, die sie verursachen
- Folgekosten belasten das Gesundheitssystem und andere
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- Verlust von Steuereinnahmen darf kein Argument gegen höhere Steuern sein
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- Klaus Reinhardt von der Bundesärztekammer unterstützt höhere Steuern
- Rauchen als größte vermeidbare Gesundheitsgefahr anerkannt
- Behandlung tabakbedingter Erkrankungen kostet das Gesundheitswesen ca. 30 Milliarden Euro jährlich
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Höhere Steuern auf Alkohol und Tabak gefordert
- Folgekosten belasten Versicherte, Arbeitgeber, Familien und Gesundheitssystem
- Langfristige Senkung der Krankheitskosten
- Schutz junger Menschen vor Einstieg in Konsum
- Vermeidung von Verlusten bei möglichen Steuereinnahmen
- Schwarzmarkt als ernstzunehmendes Problem, aber nicht als Argument gegen Steuern
- Entlastung des Gesundheitssystems durch Rauchverzicht
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert: Hendrik Streeck, der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, spricht sich für höhere Steuern auf Alkohol und Tabak aus, um gesundheitliche Folgekosten zu senken.
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