Gesundheitswirtschaft in Deutschland: Herstellerabschläge im Fokus
Berlin () – Sanofi-Deutschlandchefin Heidrun Irschik-Hadjieff zeigt sich offen für eine moderate Erhöhung des Herstellerabschlags auf verschreibungspflichtige Medikamente. „Also wenn es nach mir geht, kann ich mir zwei, drei Prozentpunkte mehr vorstellen“, sagte sie dem POLITICO-Podcast „Power & Policy“.
Mit dem von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) soll der allgemeine Herstellerabschlag von 7 Prozent um eine dynamische Komponente ergänzt werden. Diese orientiert sich am Verhältnis der Arzneimittelausgaben zur Entwicklung der beitragspflichtigen Einnahmen. „Solide Finanzen sind die notwendige Grundlage für nachhaltige Stabilität“, hatte Warken dazu erklärt. Laut GKV-BStabG soll das den Krankenkassen 2027 rund 1,1 Milliarden Euro und 2030 etwa 5,5 Milliarden Euro sparen.
Irschik-Hadjieff sagte, ein dynamischer Herstellerabschlag sei wie eine Glaskugel zu lesen. „Planbarkeit ist aber im Hinblick auf Investitionen ganz entscheidend“, so die Sanofi-Deutschlandchefin. „Investitionen trifft man ja nicht kurzfristig, sondern mittel- bis langfristig. Und daher wollen wir einen Rahmen, Rahmenbedingungen, die uns die Planbarkeit besser ermöglichen.“
Der Pharmasektor sei die einzige Wirtschaftsbranche, „die so einen Herstellerrabatt zurückzahlt an die Kassen“, erklärte Irschik-Hadjieff. Es sei „schwer nachvollziehbar, warum nicht in anderen Industrien Ähnliches gefordert“ werde. „Man könnte ja von der Kfz-Industrie eine Steuer auf Verbrennungsmotoren fordern als Strafe. Das ist nicht der Fall“, so Irschik-Hadjieff. Sie verwies zudem darauf, dass die Pharmaindustrie im vergangenen Jahr bereits mit 29 Milliarden Euro an Rabatten zur Stabilisierung des Gesundheitssystems beigetragen habe.
Derzeit wird über das GKV-BStabG im Bundestag debattiert. Nach Informationen von POLITICO plant die Koalition, den Herstellerrabatt stabil zu halten, aber von 7 Prozent auf 15,5 Prozent anzuheben. Dabei soll es sich um einen unbefristeten Rabatt handeln.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Tabletten (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Heidrun Irschik-Hadjieff, Nina Warken
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Sanofi, Heidrun Irschik-Hadjieff, POLITICO, Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, CDU, GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG), Krankenkassen, Pharmaindustrie, Bundestag.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin, Bundestag
Worum geht es in einem Satz?
Sanofi-Deutschlandchefin Heidrun Irschik-Hadjieff unterstützt eine moderate Erhöhung des Herstellerabschlags auf verschreibungspflichtige Medikamente, um Planbarkeit für Investitionen zu gewährleisten, während der Bundestag über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz diskutiert, das den Herstellerrabatt möglicherweise von 7 auf 15,5 Prozent anheben könnte.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ankündigung einer moderaten Erhöhung des Herstellerabschlags durch Sanofi-Deutschlandchefin
- Geplanter GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG)
- Ergänzung des Herstellerabschlags um dynamische Komponente
- Ziel des Gesetzes: Einsparungen für Krankenkassen bis 2030
- Forderung nach besserer Planbarkeit für Investitionen im Pharmasektor
- Einzigartiger Herstellerrabatt im Vergleich zu anderen Industrien
- Pharmaindustrie hat bereits erhebliche Rabatte zur Stabilisierung des Gesundheitssystems geleistet
- Debatte über den Herstellerrabatt im Bundestag
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mögliche Erhöhung des Herstellerabschlags um zwei bis drei Prozentpunkte
- Ergänzung des Herstellerabschlags um dynamische Komponente
- Einsparungen für Krankenkassen von 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2027
- Einsparungen für Krankenkassen von 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2030
- Notwendigkeit von Planbarkeit für Investitionen im Pharmasektor
- Diskussion über die Stabilität des Herstellerrabatts im Bundestag
- Möglichkeit einer Anhebung des Herstellerrabatts auf 15,5 Prozent
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Heidrun Irschik-Hadjieff, die Sanofi-Deutschlandchefin, zeigt sich offen für eine moderate Erhöhung des Herstellerabschlags und äußert: "Also wenn es nach mir geht, kann ich mir zwei, drei Prozentpunkte mehr vorstellen."
- Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer - 30. Juli 2026
- Baum stürzt am Möhnesee auf Jugendgruppe: Zwei Schwerverletzte - 30. Juli 2026
- CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen - 30. Juli 2026

