Fünf Gesundheitsanwendungen, die noch nicht jeder kennt

Fünf Gesundheitsanwendungen, die noch nicht jeder kennt

Wenn wir von Wellness reden, kennen die meisten Menschen Saunen, Massagen, Yoga und viele andere Optionen. Doch es gibt Gesundheitsanwendungen, die sich erst in den letzten Jahren etabliert haben oder die so exklusiv sind, dass sie nicht überall bekannt sind und angeboten werden. Einige davon dienen primär der gesundheitlichen Optimierung, andere können zu einem verjüngten Erscheinungsbild beitragen und die Gesundheit fördern. Wir stellen fünf davon vor.

Intervall-Höhentraining für junge Zellen

Mit dem Intervall-Höhentraining ist eine ursprüngliche Trainingsart von Bergsteigern im exklusiveren Mainstream angekommen. Nicht zuletzt dank der einzigartigen Software respio ist es jetzt immer mehr Wellnesseinrichtungen, Physiotherapeuten und Praxen möglich, diese Option anzubieten.

Intervall-Höhentraining kann dabei helfen, die Durchblutung im Körper zu fördern, aber auch die eigene Muskel- und Zellregenerierung voranzutreiben. Während der Anwendung bekommt der Körper abwechselnd Luft mit hochdosiertem Sauerstoff und Luft mit reduziertem CO2-Gehalt. Dieser Wechsel führt dazu, dass im Körper verschiedene Prozesse ablaufen und sich dieser anpasst.

Saftfasten wird zum Trend in Deutschland

Diese Methode der Entschlackung hat sich von einer Nischenanwendung zu einer alltagstauglichen Kur entwickelt, die von vielen Menschen zur Entlastung des Verdauungstraktes genutzt wird. Anstatt komplett auf Nahrung zu verzichten, werden über mehrere Tage ausschließlich frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte konsumiert.

Die liefern dem Körper Mikronährstoffe in Form von Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Da keine festen Nahrungsbestandteile verdaut werden müssen, kann die Energie des Körpers in die Regeneration fließen. Die Kur soll dabei helfen, das eigene Essverhalten zu reflektieren und schlechte Gewohnheiten nach der Entschlackung abzulegen.

Mit dem Verzicht auf feste Nahrung soll die Autophagie außerdem angekurbelt werden. Dabei handelt es sich um ein zelluläres Reinigungsprogramm, bei dem beschädigte Zellbestandteile abgebaut und recycelt werden.

Ganz nebenbei sorgt das Saftfasten für eine gute Versorgung mit Vitaminen, die sonst oft nur durch Nahrungsergänzungsmittel in den Körper gelangen.

EMS hilft Menschen dabei, Muskeln aufzubauen

Einst war die Elektromyostimulation der medizinischen Rehabilitation vorbehalten, um dem Muskelschwund nach Verletzungen vorzubeugen. Mittlerweile nutzen fitnessorientierte Menschen die Technologie, um in sehr kurzen Trainingseinheiten von rund 20 Minuten effiziente Reize zu setzen. Über eine spezielle Funktionsweste werden bioelektrische Impulse an die Muskulatur geleitet, die die natürlichen Kontraktionen verstärken. Dadurch lassen sich auch jene Muskeln erreichen, die beim Krafttraining zu kurz kommen.

Hot-Stone-Massagen soll Verspannungen lösen

Obwohl die Wurzeln dieser Methode in die Geschichte der afrikanischen und amerikanischen Urvölker zurückführt, ist die Hot-Stone-Massage erst heute so richtig in Deutschland angekommen.

Aufgeheizte Basaltsteine dienen dazu, die Energiezentren des Körpers zu aktivieren. Sie werden auf den betreffenden Stellen platziert und die tiefenwirksame Wärme soll alle Muskelschichten erreichen. Das Ziel ist es, Blockaden und Schmerzen im Nacken- und Rückenbereich zu minimieren. Da Rückenschmerzen eine Volkskrankheit geworden sind, dient die Hot-Stone-Massage nicht nur der Entspannung, sondern ist für einige Menschen auch medizinisch relevant.

Der thermische Reiz erweitert die Blutgefäße, was wiederum den Stoffwechsel anregt und den Abtransport von Stoffwechselendprodukten beschleunigt. Am Ende wartet eine tiefe mentale und körperliche Entspannung.

Kneippen ist nach wie vor ein lieber Trend

Die bekannten Wassergüsse und das Wassertreten nach Sebastian Kneipp erlebten im Zuge der immer beliebteren Biohacking-Bewegung ein echtes Comeback. Was früher altmodisch war, wird heute als effektive Methode zur Abhärtung des Körpers und zur Regulierung des vegetativen Nervensystems geschätzt.

Der bewusste Wechselreiz von kaltem und warmem Wasser trainiert die Gefäßmuskulatur und verbessert so die körpereigene Thermoregulation. Ein morgendlicher Knieguss soll außerdem den Kreislauf anregen, erfrischend wirken und bei regelmäßiger Durchführung sogar das Hautbild an den Beinen festigen.

Bild: @ depositphotos.com / nd3000

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Rolf Müller

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