Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel – nicht alle helfen

Dass Vitamine sind gesund, wissen schon die Kinder, es kommt jedoch darauf an, welche Vitamine es sind. Nicht alle Vitamine halten auch, was sie versprechen, vor allem nicht, wenn diese Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden. Besonders im Herbst und im Winter, wenn die grippalen Infekte die Runde machen, stehen Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel hoch im Kurs. Leider sind nicht alle sinnvoll, nicht selten sind sie sogar überflüssig.

Wie gesund sind Nahrungsergänzungsmittel?

* Werbung / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Details im §7 der Datenschutzerklärung

Immer mehr sind der Ansicht, dass sie ihrer Gesundheit einen Gefallen erweisen, wenn sie möglichst viele Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Während diese Mittel, die die Nahrung sinnvoll ergänzen sollen, noch vor einigen Jahren einen regelrechten Boom erlebten, gibt es mittlerweile Studien, die das Ganze eher kritisch sehen. In vielen Studien wurde nachgewiesen, dass besonders isolierte Vitamine sowie Spurenelemente und Mineralstoffe für den Organismus lange nicht so viel bewirken, wie Lebensmittel, die von Natur aus voll mit Mikronährstoffen sind. Allerdings erweisen sich nicht alle Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel als Flop, es gibt auch sinnvolle Mittel.

Welche Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel sind sinnlos?

Viele Menschen nehmen regelmäßig in der kalten Jahreszeit Multivitaminpräparate ein und fühlen sich damit vor Erkältungen geschützt. Angeblich sollen diese Tabletten alles enthalten, was zu einer ausgewogenen gehört. Eine sogenannte Metaanalyse zahlreicher Studien konnte jedoch nachweisen, dass diese Multitabletten überhaupt keine positive Wirkung haben, und zwar weder was die grippalen Infekte, noch was Herz-/Kreislauferkrankungen angeht.

Kein Schutz durch Vitamine

Beliebt ist zudem eine Kombination der Vitamine A, C und E, sie sollen wichtige Antioxidantien bilden und werden deshalb auch Zellschutzvitamine genannt. Diese Vitamine sollen die freien Radikalen abfangen, die für die Entstehung zahlreicher und für einen frühen Alterungsprozess verantwortlich sind. Frisches erfüllen allerdings den gleichen Zweck und das in ausreichender Menge. Das Vitamin B3 hatte lange den guten Ruf, das Herz und das Gehirn zu schützen. Eine Studie hat jedoch nachgewiesen, dass die ständige Einnahme nicht zu weniger Schlaganfällen oder Herzinfarkten führt. Bei den Probanden für die Studie wurden dafür aber Leberprobleme festgestellt.

Welche Zusatzvitamine sind hilfreich?

Vitamine als Ergänzungsmittel zur normalen Nahrung sind nicht alle sinnlos, es gibt auch Ausnahmen. Dazu gehört das Vitamin D, was für die Gesundheit der Knochen sorgt, da es die Einlagerung von Kalzium fördert. Dieses Vitamin ist kaum in Lebensmitteln zu finden und eine Extraportion kann daher nicht schaden. Folsäure ist als das sogenannte „Babyvitamin“ bekannt. Wichtig ist dies insbesondere für schwangere Frauen, denn ein Mangel an Folsäure kann für das noch ungeborene Kind dramatische Folgen haben. Folat ist das einzige Vitamin in Deutschland, bei dem die Versorgung durch grünes Gemüse und Hülsenfrüchte ungenügend ist.

Fazit zu Vitaminen als Nahrungsergänzungsmittel

In Deutschland ernähren sich immer mehr Menschen vegetarisch oder vegan, ein Trend, der das Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll macht. Pflanzliche Nahrung allein kann den Mangel an B12 nicht ausgleichen. Das Vitamin B12 ist aber ein sehr wichtiger Baustein für die Blutbildung, die Teilung der Zellen und der Funktion des Nervensystems, hier ist es sogar unverzichtbar. Alle, die sich nur teilweise oder komplett ohne tierischer Herkunft ernähren, sind also immer gut beraten, Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel regelmäßig einzunehmen.

Bild: @ depositphotos.com / kriss1605

Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel – nicht alle helfen

Ulrike Dietz