Gipfel im Kanzleramt: IG Metall mahnt klare Zuständigkeiten an

Gipfel im Kanzleramt: IG Metall mahnt klare Zuständigkeiten an

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Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland

Berlin () – Mit Blick auf den für Mittwoch im Kanzleramt geplanten Reformgipfel zu Sozial- und Wirtschaftsfragen hat die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Regierung und Sozialpartnern eingefordert.

„Wir können nicht die Regierungsarbeit übernehmen oder Koalitionsverhandlungen 2.0 führen. Die Gesetze werden von der Regierung gemacht und vom Parlament beschlossen. Da braucht es eine klare Rollenverteilung“, sagte Benner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben).

Zugleich bekräftigte sie die Bedeutung des Treffens grundsätzlich. Es sei richtig und wichtig, dass ein Austausch mit den Sozialpartnern stattfinde, da die wirtschaftliche Lage angespannt sei. „Die Situation ist sehr ernst, die deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren“, so die Gewerkschafterin.

In der Debatte über mögliche Einsparungen bei Subventionen – die derzeit lediglich als politische Überlegungen innerhalb der Koalition gelten – äußerte Benner deutliche Kritik. „Ich bin dagegen, Geld mit der Gießkanne zu verteilen. Ebenso bin ich dagegen, Gelder pauschal mit dem Rasenmäher zu kürzen“, sagte sie. Stattdessen forderte sie eine gezielte Industriepolitik mit klaren Investitionsprioritäten, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Deutschland stehe im internationalen Wettbewerb mit China und den USA, die ihre industriepolitischen Interessen konsequent verfolgten. Ein „level playing field“ gebe es nicht mehr, so Benner. Daher reichten alte industriepolitische Ansätze nicht aus.

Grundsätzlich zeigte sie sich offen für eine Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, sofern diese auf Investitionen in den Industriestandort ausgerichtet sei. Unterstützung stelle die Gewerkschaft etwa bei grünem Stahl, Elektromobilität und einem Industriestrompreis in Aussicht. Entscheidend sei, Industriearbeitsplätze und regionale Wertschöpfung zu sichern.

Benner verwies zudem auf ihre Rolle als Interessenvertreterin der Beschäftigten. Viele Menschen litten unter steigenden Kosten für Miete, Energie und Lebensmittel. „Sozialabbau schafft keinen einzigen Arbeitsplatz“, sagte sie.

Kritisch äußerte sie sich auch zu Überlegungen einer Reform des Arbeitszeitgesetzes. Die Diskussion über eine Wochenarbeitszeit statt des Acht-Stunden-Tags sei in vielen Betrieben angesichts schwacher Auftragslage „absurd“. Wichtiger seien Qualifizierung und eine bessere Erwerbsbeteiligung von Frauen. Zudem verwies sie auf hohe Belastungen in der Praxis und fragte: „Neun Stunden für Haushalt, Essen, Zähneputzen, Kinder ins Bett bringen, schlafen – was soll denn da noch alles kommen?“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stahlproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Christiane Benner

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

IG Metall, Bundesregierung, Funke-Mediengruppe, China, USA

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Berlin, Kanzleramt

Worum geht es in einem Satz?

Christiane Benner, die Erste Vorsitzende der IG Metall, fordert beim bevorstehenden Reformgipfel im Kanzleramt eine klare Trennung der Rollen zwischen Regierung und Sozialpartnern, kritisiert pauschale Einsparungen bei Subventionen und plädiert für gezielte Industriepolitik, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Geplanter Reformgipfel zu Sozial- und Wirtschaftsfragen im Kanzleramt
  • Forderung nach klarer Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Regierung und Sozialpartnern
  • Stagnation der deutschen Wirtschaft seit sechs Jahren
  • Kritik an möglichen Einsparungen bei Subventionen
  • Notwendigkeit gezielter Industriepolitik mit klaren Investitionsprioritäten
  • Internationaler Wettbewerb mit China und USA
  • Anstieg der Lebenshaltungskosten (Miete, Energie, Lebensmittel)
  • Diskussion um Reform des Arbeitszeitgesetzes und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten
  • Hohe Belastungen im Alltag der Menschen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • IG Metall fordert klare Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Regierung und Sozialpartnern
  • Benner betont Wichtigkeit des Austauschs mit Sozialpartnern aufgrund angespannter wirtschaftlicher Lage
  • Kritik an pauschalen Einsparungen bei Subventionen
  • Forderung nach gezielter Industriepolitik mit klaren Investitionsprioritäten
  • Betonung des internationalen Wettbewerbs mit China und den USA
  • Offenheit für Zusammenarbeit, wenn Investitionen in den Industriestandort gefördert werden
  • Unterstützung in Bereichen wie grünem Stahl und Elektromobilität angeboten
  • Warnung vor Sozialabbau und dessen negativen Auswirkungen auf Arbeitsplätze
  • Kritik an Reformideen des Arbeitszeitgesetzes und Betonung der Bedeutung von Qualifizierung und Frauenbeteiligung

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Klare Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Regierung und Sozialpartnern gefordert
  • Notwendigkeit eines Austauschs mit Sozialpartnern betont
  • Wirtschaftliche Lage ernst, deutsche Wirtschaft stagniert seit sechs Jahren
  • Kritik an pauschalen Kürzungen bei Subventionen
  • Forderung nach gezielter Industriepolitik mit Investitionsprioritäten
  • Offene Haltung zur Zusammenarbeit mit der Bundesregierung bei Investitionen
  • Unterstützung für Themen wie grüner Stahl und Elektromobilität in Aussicht gestellt
  • Wichtige Sicherung von Industriearbeitsplätzen und regionaler Wertschöpfung
  • Viele Menschen leiden unter steigenden Lebenshaltungskosten
  • Betonung, dass Sozialabbau keine Arbeitsplätze schafft
  • Kritische Haltung zu Reformideen des Arbeitszeitgesetzes
  • Betonung der Wichtigkeit von Qualifizierung und Erwerbsbeteiligung von Frauen
  • Hinweis auf hohe Belastungen im Alltag der Menschen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Christiane Benner, der Ersten Vorsitzenden der IG Metall, zitiert. Sie fordert eine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Regierung und Sozialpartnern und äußert ihre Kritik an pauschalen Einsparungen bei Subventionen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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