Verkehrswende und Wettbewerb in Deutschland
Berlin () – Die Deutsche Bahn warnt vor möglichen Beeinträchtigungen im Regionalverkehr wegen neuer Fernzug-Konkurrenz. „Bahnknoten wie München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt sind schon jetzt massiv überlastet“, sagte Harmen van Zijderveld, Regio-Vorstand der Deutschen Bahn, dem „Politico“ am Donnerstag.
Das italienische Bahnunternehmen Italo will die Deutsche Bahn künftig auf deren Heimatmarkt herausfordern. Der Konzern hatte angekündigt, ab 2028 zwischen München, Frankfurt, Köln und Dortmund im Stundentakt sowie zwischen München, Berlin und Hamburg alle zwei Stunden fahren zu wollen.
„Aufgrund bestehender Vorrangregeln würde zusätzlicher Fernverkehr dazu führen, dass der Regionalverkehr ausgedünnt werden muss. Oder dass es zu mehr Verspätungen und verpassten Anschlüssen kommt“, sagte van Zijderveld weiter. Mehr Wettbewerb im Fernverkehr mit der Brechstange werde dazu führen, dass Millionen Pendler darunter litten.
Die Deutsche Bahn hat im Fernverkehr bislang einen Marktanteil von rund 95 Prozent. Noch in diesem Monat wird eine Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur zu einem möglichen Markteintritt von Italo erwartet.
Van Zijderveld sagte, die Bahn halte im Regionalverkehr täglich fast fünf Millionen Menschen mobil. Diese seien in ihrem Alltag auf das bestehende Angebot angewiesen. „Das sollten die Verantwortlichen nicht aus dem Blick verlieren“.
Das Bahnvorstandsmitglied warnte vor einer überstürzten Zulassung neuer Anbieter. „Wir sind nicht gegen Wettbewerb“, sagte van Zijderveld. „Aber wir brauchen einen geordneten Übergang, um zu verhindern, dass am Ende Millionen Pendler in die Röhre schauen.“ Nahverkehr sei Daseinsvorsorge.
Die Bahn will mindestens fünf Jahre Übergangszeit für die Zulassung neuer Konkurrenz im Fernverkehr. „Bis 2031 muss Deutschland ohnehin die EU-Kapazitätsverordnung umsetzen. In diesem Prozess haben wir die Chance, den Verkehr auf der Schiene so neu zu ordnen, dass alle Reisenden profitieren und nicht nur einige wenige.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Regionalzug der Deutschen Bahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Harmen van Zijderveld, Deutsche Bahn, Italo, Bundesnetzagentur
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsche Bahn, Italo, Bundesnetzagentur, EU
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Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Orte, an denen das Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Dortmund.
Worum geht es in einem Satz?
Die Deutsche Bahn warnt vor möglichen Beeinträchtigungen im Regionalverkehr durch die geplante Konkurrenz des italienischen Bahnunternehmens Italo, das ab 2028 regelmäßige Fernzüge in Deutschland anbieten will, und fordert einen geordneten Übergang zur Wahrung der Pendlerinteressen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Ankündigung des italienischen Bahnunternehmens Italo, in den deutschen Fernverkehr einzutreten
- Geplante Verbindungen zwischen wichtigen deutschen Städten im Stundentakt und alle zwei Stunden
- Bestehende Überlastung der Bahnknoten in München, Berlin, Hamburg und Frankfurt
- Bisheriger Marktanteil der Deutschen Bahn im Fernverkehr von rund 95 Prozent
- Besorgnis über negative Auswirkungen auf den Regionalverkehr durch zusätzlichen Fernverkehr
- Bedarf an geordnetem Übergang und ausreichender Übergangszeit für die Zulassung neuer Anbieter
- Notwendigkeit, die EU-Kapazitätsverordnung bis 2031 umzusetzen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsche Bahn warnt vor Beeinträchtigungen im Regionalverkehr durch neue Fernzug-Konkurrenz
- Italo plant ab 2028 stündliche Verbindungen zwischen München, Frankfurt, Köln und Dortmund
- Zusätzlicher Fernverkehr könnte Regionalverkehr ausdünnen oder Verspätungen verursachen
- Bahn hält im Regionalverkehr täglich fast fünf Millionen Menschen mobil
- Forderung nach geordnetem Übergang für Zulassung neuer Anbieter
- Bahn möchte mindestens fünf Jahre Übergangszeit für neue Konkurrenz
- Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur bezüglich Italo steht bevor
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Beeinträchtigungen im Regionalverkehr
- Ausdünnung des Regionalverkehrs
- Mehr Verspätungen
- Verpasste Anschlüsse
- Millionen Pendler leiden
- Dringlichkeit eines geordneten Übergangs
- Forderung nach mindestens fünf Jahren Übergangszeit
- Notwendigkeit einer Neuordnung des Schienenverkehrs
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Harmen van Zijderveld, dem Regio-Vorstand der Deutschen Bahn, zitiert.
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