Bahn muss Trassen für Wettbewerber stärker öffnen

Bahn muss Trassen für Wettbewerber stärker öffnen

News - Wirtschaft - aktuelle Entwicklungen und Hintergründe

Wettbewerb im Schienenverkehr in Bonn

Bonn () – Die Bahn soll nach Vorstellung der Bundesnetzagentur ihr Netz stärker für Wettbewerber öffnen. Nach den Plänen soll die DB InfraGO AG auf Strecken mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen künftig höchstens 60 bis 75 Prozent der verfügbaren Trassen an ein einzelnes Unternehmen vergeben dürfen.

Damit solle sichergestellt werden, dass auf stark ausgelasteten Korridoren mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist, mindestens ein Wettbewerber der Deutschen Bahn tatsächlich verkehren kann.

Damit solle der Markteintritt neuer Anbieter im vertakteten Schienenpersonenfernverkehr bei Engpässen leichter als bisher ermöglicht werden. „Wir stärken den Wettbewerb im Fernverkehr. Für Bahnkunden bedeutet Wettbewerb bessere Qualität und niedrigere Preise“, erklärte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Konkret nimmt Müller Bezug auf Unternehmen wie das italienische Eisenbahnunternehmen Italo oder FlixTrain. Diese müssten „viel Geld in neue Fahrzeuge investieren“. Sie konnten bisher aber nicht verlässlich abschätzen, ob sie auf der Schiene genug Nutzungsrechte bekommen – ein Problem, dass Italo selbst erst kürzlich öffentlich so formuliert hatte.

Die Wettbewerberklausel gilt nur, wenn das Unternehmen „vertaktete Verkehre“ anbietet. Das bedeutet nach Vorstellung der Bundesnetzagentur, dass die Verbindung mindestens viermal täglich in zweistündigem Abstand zur gleichen Minute angeboten wird. Die Quote greife nur im Konfliktfall, wenn also mehr Trassen nachgefragt werden als verfügbar seien. Auf Strecken ohne ausgewiesene Kapazitätsobergrenzen bleiben die bisherigen Zuweisungsregeln bestehen. Hier könne die Bundesnetzagentur die DB InfraGO AG von Gesetzes wegen nicht zu einem anderen Vorgehen verpflichten.

Anlass des Verfahrens der entsprechenden Beschlusskammer der Bundesnetzagentur war eine Beschwerde von Italo. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben ab April 2028 mit einer Investition von rund 3,6 Milliarden Euro in Deutschland eigenwirtschaftliche Fernverbindungen anbieten. Italo will perspektivisch die Verbindung München – Köln – Dortmund in einem Stundentakt sowie die Verbindung München – Berlin in einem Zweistundentakt bedienen. Geplant sind insgesamt 56 zumeist tägliche Zugfahrten.

Nun wird erst einmal der sogenannte Eisenbahninfrastrukturbeirat angehört. Hierfür sind zwei Wochen vorgesehen. Parallel werden das Bundeskartellamt und die Monopolkommission angehört. Im Anschluss soll die finale Entscheidung der Bundesnetzagentur ergehen.

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍

Captcha wird geladen ...
Bitte Spielernamen, geheimes Wort und Captcha eingeben und Spiel starten.

Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.

Top 3

Platz Name Punkte Siege
Lade Rangliste ...

Zur Tic Tac Toe 100 Topliste

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gleisanlage (Archiv)

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Klaus Müller, Bundesnetzagentur, DB InfraGO AG, Italo, FlixTrain, Bundesnetzagentur, Bundeskartellamt, Monopolkommission.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Bundesnetzagentur, DB InfraGO AG, Deutsche Bahn, Italo, FlixTrain, Bundeskartellamt, Monopolkommission, Eisenbahninfrastrukturbeirat

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:

Bonn, München, Frankfurt, Köln, Dortmund, Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Die Bundesnetzagentur plant, das Schienennetz der Deutschen Bahn stärker für Wettbewerber zu öffnen, indem auf überlasteten Strecken maximal 60 bis 75 Prozent der verfügbaren Trassen an ein einzelnes Unternehmen vergeben werden, um neue Anbieter wie Italo und FlixTrain zu ermöglichen und den Wettbewerb zu fördern, was potenziell zu besseren Preisen und Qualität für Bahnkunden führt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anliegen der Bundesnetzagentur zur Öffnung des Schienennetzes für Wettbewerber
  • Pläne zur Vergabe von Trassen auf Grundlage von Kapazitätsobergrenzen
  • Hohe Auslastung bestimmte Korridoren (z.B. München, Frankfurt)
  • Ziel: Wettbewerb im Fernverkehr stärken
  • Beschwerde von Italo als Auslöser des Verfahrens
  • Italo plant Investitionen in den deutschen Fernverkehr ab 2028
  • Geplante Verbindungen und Frequenzen von Italo

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Stärkung des Wettbewerbs im Fernverkehr
  • Verbesserung der Qualität für Bahnkunden
  • Senkung der Preise für Bahnkunden
  • Erleichterung des Markteintritts neuer Anbieter
  • Investitionen neuer Unternehmen in Fahrzeuge erforderlich
  • Trassenvergabe auf stark ausgelasteten Korridoren reguliert
  • Anhörung des Eisenbahninfrastrukturbeirats
  • Anhörung des Bundeskartellamts und der Monopolkommission
  • Finale Entscheidung der Bundesnetzagentur steht bevor

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, zitiert: "Wir stärken den Wettbewerb im Fernverkehr. Für Bahnkunden bedeutet Wettbewerb bessere Qualität und niedrigere Preise."

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert