Bierkonsum und Fußball-WM in Deutschland
Berlin () – Die deutschen Brauer erwarten bei der Fußballweltmeisterschaft ein gutes Geschäft, obwohl die großen Fanmeilen in diesem Jahr wegen der Zeitverschiebung ausfallen. „Internationale Turniere schaffen zusätzliche Konsumanlässe und beleben gerade in den Sommermonaten die Nachfrage nach Bier – unabhängig davon, ob gemeinsam in der Öffentlichkeit oder zuhause geschaut wird“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben).
Vieles spreche dafür, dass sich der Bierkonsum während der WM stärker auf Biergärten, Gaststätten, Kneipen, Gartenfeste und das private Umfeld verlagern werde und weniger auf große zentrale Fanmeilen, ergänzte Eichele. Für die deutsche Brauwirtschaft bleibe die Fußball-WM dennoch ein wichtiges Ereignis mit zusätzlichem Konsumpotenzial.
Eichele erklärte mit Blick auf die letzten Turniere aber auch, dass sportliche Großereignisse längst kein Selbstläufer mehr seien. „Selbst die Heim-EM 2024 konnte nur begrenzte wirtschaftliche Impulse setzen“, sagte er. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld bleibe entscheidend. „Hohe Kostenbelastungen und die weiterhin verhaltene Konsumstimmung bremsen die Absatzchancen vieler Brauereien.“
Die WM 2006 schrieb nicht nur das „Sommermärchen“, sie machte gleichzeitig das Public-Viewing zum Massenphänomen. Allein die Fanmeile in Berlin vor dem Brandenburger Tor zog mehrere Millionen Menschen an. Der Bierabsatz stieg damals im Vergleich zum Vorjahr um 140 Millionen Liter. Die Fußball-WM 2014 verzeichnete gar ein Plus von mindestens zwei Millionen Hektolitern. Vor zwei Jahren allerdings dämpften das Wetter und die Weltpolitik die Trinkfreude während der Fußball-EM deutlich. Der Absatz blieb weit hinter den Erwartungen zurück, die Branche sprach von einem Flop.
Auch in diesem Jahr werde der wirtschaftliche Effekt „stark vom sportlichen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft sowie von sommerlichem Wetter abhängen“, sagte Eichele. Die Brauwirtschaft begrüße deshalb die Entscheidung der Bundesregierung, die Regeln fürs Public Viewing befristet zu erleichtern. „Die Ausnahmen beim Lärmschutz schaffen mehr Planungssicherheit für Gastronomie, Veranstalter und Brauereien und ermöglichen gemeinsames Fußballschauen auch bei späteren Anstoßzeiten.“
Die Fußball-WM 2026 findet in Mexiko, Kanada und den USA statt. Je nach Zeitzone liegen die Austragungsorte sechs bis neun Stunden hinter deutscher Zeit zurück. Hierzulande ist es also oft bereits spät, wenn in Toronto (minus 6 Stunden), Mexiko-Stadt (minus 8) oder Los Angeles (minus 9) angepfiffen wird.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bierflaschen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Holger Eichele
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutscher Brauer-Bund, Redaktionsnetzwerk Deutschland, deutsche Nationalmannschaft, Bundesregierung
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
Berlin, Mexiko, Kanada, USA, Toronto, Mexiko-Stadt, Los Angeles.
Worum geht es in einem Satz?
Die deutschen Brauer erwarten trotz des Ausfalls großer Fanmeilen während der Fußball-WM ein gutes Geschäft, da sich der Bierkonsum auf private und lokale Veranstaltungen verlagern wird, jedoch bleibt das gesamtwirtschaftliche Umfeld entscheidend für die Absatzchancen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Fußballweltmeisterschaft
- Zeitverschiebung der Spiele
- Verschiebung des Konsums in private Umfelder
- Rückgang von Public Viewing auf großen Fanmeilen
- Hohe Kostenbelastungen
- Verhaltene Konsumstimmung
- Erfahrung aus vergangenen Turnieren
- Wetter- und weltpolitische Einflüsse
- Anpassungen der Regeln für Public Viewing
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Deutsche Brauer erwarten gutes Geschäft bei WM trotz fehlender großer Fanmeilen
- Holger Eichele betont Verlagerung des Bierkonsums auf Biergärten, Gaststätten und privat
- Fußball-WM bleibt wichtig für Brauwirtschaft, trotz wirtschaftlicher Herausforderungen
- Eichele weist darauf hin, dass sportliche Großereignisse keine Selbstläufer sind
- Hohe Kostenbelastungen und verhaltene Konsumstimmung bremsen Absatzchancen
- WM 2006 und 2014 führten zu signifikantem Anstieg des Bierabsatzes
- Wetter und weltpolitische Ereignisse dämpften Trinkfreude bei der EM vor zwei Jahren
- Wirtschaftlicher Effekt der WM abhängig von Erfolg der Nationalmannschaft und Wetter
- Brauwirtschaft begrüßt Lockerungen der Public Viewing-Regeln durch Bundesregierung
- Fußball-WM 2026 findet in Mexiko, Kanada und USA statt mit Zeitverschiebung von 6-9 Stunden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erwartung eines guten Geschäfts für Brauer
- Verlagerung des Bierkonsums auf private und gastronomische Umgebungen
- Wichtiges Ereignis für die deutsche Brauwirtschaft
- Begrenzte wirtschaftliche Impulse bei sportlichen Großereignissen
- Hohe Kostenbelastungen bremsen Absatzchancen
- Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg der Nationalmannschaft
- Abhängigkeit vom sommerlichen Wetter
- Mehr Planungssicherheit durch erleichterte Public Viewing Regeln
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Holger Eichele, dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, zitiert, in der er die Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft auf den Bierkonsum und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erläutert.
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