Zivilschutz im Bildungssystem – Berlin
Berlin () – Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, hat die Absicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begrüßt, den Zivilschutz bereits im Schulunterricht zu verankern.
„Jetzt zielen Vorschläge darauf ab, den Bevölkerungsschutz auch im Schulalltag zu verankern“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das Jugendrotkreuz sei bereits an vielen Schulen aktiv und mache dort gute Erfahrungen mit altersgerechten, auch digitalen Angeboten. „Diese können wir verstärkt mit Selbstschutzinhalten verbinden und über die Schülerinnen und Schüler auch die Familien erreichen.“
Dies lasse sich aber nur mit den vielen ehrenamtlichen Helfern in den anerkannten Hilfsorganisationen machen, so Gröhe. Die Partnerschaft mit diesen Hilfsorganisationen müsse daher zu einem wesentlichen Bestandteil des geplanten Pakts für den Bevölkerungsschutz werden. Notwendig seien außerdem ehrenamtliche Pflegeunterstützungskräfte. „Wenn ein Krankenhaus in einer Krise plötzlich eine sehr hohe Zahl von Verletzten aufnehmen muss, können diese Unterstützungskräfte den Normalbetrieb des Krankenhauses aufrechterhalten.“
Im von Dobrindt in der vorigen Woche präsentierten Pakt für den Bevölkerungsschutz heißt es: „Der Bund wird außerdem auf die zunehmende Verankerung von Zivilschutz bereits im Schulunterricht hinwirken, damit Kinder früh lernen, wie im Ernstfall gehandelt werden kann, und damit dieses Wissen auch in die Familien hineingetragen und Interesse an ehrenamtlichem Engagement geweckt werden kann.“
Generell beklagte der DRK-Chef im Bevölkerungsschutz erhebliche Mängel. „Es mangelt an allen Ecken und Kanten, von der Ausstattung bis zu Schulungsmaßnahmen für die Bevölkerung“, sagte er dem RND. In einer bewaffneten Auseinandersetzung gebe es ohne Zivilschutz keine Gesamtverteidigung. Ein ausreichender Zivilschutz lasse sich aber nicht erst im Notfall aufbauen. Dazu brauche es jahrelange Vorbereitung. Ein Beispiel für unzureichende Ausstattung seien die sogenannten Mobilen Betreuungsmodule, die man sich wie bewegliche Kleinstädte vorstellen müsse, die etwa im Falle einer Hochwasserkatastrophe in der Nachbarschaft errichtet würden – mit Unterkünften, sozialen Angeboten und Wasseraufbereitung für bis zu 5.000 Menschen. „Geplant waren zehn solcher beweglichen Einheiten“, so Gröhe. „Wir sind tatsächlich bei eineinhalb. Und auch deren Betrieb und die Ausbildung dafür sind nicht gesichert.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Hermann Gröhe, Alexander Dobrindt
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Deutsches Rotes Kreuz, Bundesministerium des Innern, CSU, Jugendrotkreuz, Redaktionsnetzwerk Deutschland, anerkannten Hilfsorganisationen
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, unterstützt die Initiative des Bundesinnenministers, den Zivilschutz im Schulunterricht zu verankern, um Kinder frühzeitig auf Notfälle vorzubereiten und das Interesse an ehrenamtlichem Engagement zu fördern, weist jedoch auf erhebliche Mängel im Bevölkerungsschutz hin, die einer langfristigen Vorbereitung bedürfen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Absicht von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zur Verankerung des Zivilschutzes im Schulunterricht
- Vorschläge zur Integration des Bevölkerungsschutzes in den Schulalltag
- Aktive Rolle des Jugendrotkreuz an Schulen
- Notwendigkeit der Partnerschaft mit ehrenamtlichen Hilfsorganisationen
- Mängel im Bevölkerungsschutz, insbesondere bei Ausstattung und Schulungen
- Fehlende Mobilen Betreuungsmodule und unzureichende Betriebs- und Ausbildungssicherung
- Forderung nach jahrelanger Vorbereitung für einen ausreichenden Zivilschutz
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Zustimmung von Hermann Gröhe zur Absicht von Alexander Dobrindt, Zivilschutz im Schulunterricht zu verankern
- Jugendrotkreuz bereits aktiv an vielen Schulen mit positiven Erfahrungen
- Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern in Hilfsorganisationen betont
- Vorschlag für ein Pakt für Bevölkerungsschutz inklusive Ehrenamtliche Pflegeunterstützungskräfte
- Gröhe beklagt Mängel im Bevölkerungsschutz, insbesondere bei Ausstattung und Schulungsmaßnahmen
- Warnung, dass Zivilschutz nicht erst im Notfall aufgebaut werden kann
- Konkretes Beispiel für unzureichende Ausstattung: Mobilen Betreuungsmodule, nur eineinhalb statt geplanter zehn Einheiten vorhanden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Verankerung des Zivilschutzes im Schulunterricht
- Früheres Lernen für Kinder, wie im Ernstfall gehandelt werden kann
- Übertragung des Wissens auf Familien
- Weckung des Interesses an ehrenamtlichem Engagement
- Notwendigkeit von ehrenamtlichen Pflegeunterstützungskräften
- Aufrechterhaltung des Normalbetriebs in Krisensituationen
- Partnerschaft mit Hilfsorganisationen als Bestandteil des Bevölkerungsschutzes
- Mangelnde Ausstattung und Schulungsmaßnahmen im Bevölkerungsschutz
- Notwendigkeit jahrelanger Vorbereitung für effektiven Zivilschutz
- Unzureichende Anzahl mobiler Betreuungsmodule
- Unsichere Betrieb und Ausbildung für mobile Einheiten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, zitiert. Er äußert sich positiv zur Verankerung des Zivilschutzes im Schulunterricht und beklagt Mängel im Bevölkerungsschutz.
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