SPD und Union fordern Tempo bei Raketen-Produktion

SPD und Union fordern Tempo bei Raketen-Produktion

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Sicherheitspolitik: Deutschlands Rüstungsfähigkeit unter Druck

Berlin () – Verteidigungspolitiker von Union und SPD fordern von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) einen schnellen Ersatz für die abgesagte Tomahawk-Lieferung.

„Sollte die Stationierung der amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland tatsächlich ausfallen, müssen wir beim Aufbau eigener europäischer Fähigkeiten jetzt den Turbo einlegen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Siemtje Möller dem Nachrichtenportal T-Online. Die Tomahawks seien ursprünglich als Übergangslösung gedacht gewesen, bis Europa selbst über moderne, weitreichende Präzisionswaffen verfüge.

US-Präsident Donald Trump hatte die von der Biden-Regierung 2024 zugesagte Stationierung von Tomahawk-Waffen auf deutschem Boden abgesagt. Die Marschflugkörper sollten die konventionelle Abschreckung in Europa angesichts einer russischen Bedrohung stärken. Experten warnen nun vor einer „Abschreckungslücke“.

Möller plädierte daher für den Aufbau einer eigenen Raketenproduktion und verwies auf die technologischen Möglichkeiten in Deutschland und Europa. „Gerade Deutschland und andere europäische Staaten verfügen in diesem Bereich über enormes technologisches Know-how und starke industrielle Fähigkeiten“, so Möller. Deshalb müssten die Partner des ELSA-Projekts jetzt schnell zusammenkommen und beraten, wie Entwicklung, Produktion und Beschaffung deutlich beschleunigt werden könnten. Die SPD-Politikerin sprach sich zudem dafür aus, eine gezielte Kooperation mit der Ukraine zu prüfen, die mit dem Marschflugkörper FP-5 Flamingo inzwischen eigene bodengestützte Mittelstreckenfähigkeiten entwickelt habe.

Auch die Union erhöhte den Druck auf Pistorius. „Der Fähigkeitsaufwuchs der Bundeswehr verläuft noch zu schleppend“, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Erndl (CSU). Aktuelles Beispiel hierfür sei der Bereich weitreichender Waffen, dem sogenannten Deep Precision Strike. Der CSU-Politiker forderte von Pistorius zudem einen „Aktionsplan 2029“, in dem dieser darlege, wie Deutschland zeitnah „abschreckungsfähig“ werde. Bei der Marschflugkörperfrage seien neben multinationalen Bestrebungen auch „innovative Lösungen“ junger deutscher Unternehmen zu betrachten.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Anti-Drohnen-Rakete (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Boris Pistorius, Siemtje Möller, Donald Trump, Biden, Thomas Erndl

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Union, SPD, Boris Pistorius, Siemtje Möller, T-Online, Donald Trump, Biden-Regierung, ELSA-Projekt, Ukraine, FP-5 Flamingo, Thomas Erndl, CSU.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.

Worum geht es in einem Satz?

Verteidigungspolitiker von Union und SPD fordern Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zum raschen Aufbau eigener europäischer Raketenfähigkeiten auf, nachdem die geplante Stationierung amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland abgesagt wurde, um eine "Abschreckungslücke" zu vermeiden.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Absage der Tomahawk-Lieferung durch die Biden-Regierung
  • Geplante Stationierung zur Stärkung der konventionellen Abschreckung in Europa
  • Russische Bedrohung als Hintergrund
  • Notwendigkeit moderner, weitreichender Präzisionswaffen in Europa
  • Technologisches Know-how und industrielle Fähigkeiten in Deutschland und Europa
  • Dringlichkeit eines Aktionsplans für die Bundeswehr
  • Unsicherheit und mögliche "Abschreckungslücke" in der Verteidigungspolitik

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Verteidigungspolitiker von Union und SPD fordern schnellen Ersatz für Tomahawk-Lieferung
  • Siemtje Möller betont Notwendigkeit europäischer Fähigkeiten
  • Tomahawks ursprünglich als Übergangslösung geplant
  • US-Präsident Trump sagt Stationierung ab, Warnung vor "Abschreckungslücke"
  • Möller plädiert für eigene Raketenproduktion in Europa
  • Deutschland und andere europäische Staaten verfügen über technologisches Know-how
  • ELSA-Projekt-Partner sollen schnell beraten, wie Entwicklung beschleunigt werden kann
  • Möller schlägt Kooperation mit Ukraine vor
  • Union erhöht Druck auf Verteidigungsminister Pistorius
  • Forderung nach "Aktionsplan 2029" für deutsche Abschreckungsfähigkeit
  • Betrachtung multinationaler Bestrebungen und innovativer Lösungen junger Unternehmen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Forderung nach schnellem Ersatz für abgesagte Tomahawk-Lieferung
  • Dringlichkeit beim Aufbau eigener europäischer Fähigkeiten
  • Gefahr einer "Abschreckungslücke"
  • Aufbau einer eigenen Raketenproduktion gefordert
  • Notwendigkeit zur Beschleunigung von Entwicklung, Produktion und Beschaffung
  • Prüfung einer Kooperation mit der Ukraine
  • Druck auf Minister Pistorius hinsichtlich Fähigkeitsaufwuchs der Bundeswehr
  • Forderung nach einem "Aktionsplan 2029"
  • Berücksichtigung innovativer Lösungen junger deutscher Unternehmen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Siemtje Möller, der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, zitiert. Sie fordert, beim Aufbau eigener europäischer Fähigkeiten "den Turbo einlegen".

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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