Archäologische Entdeckungen in Rumänien
Erlangen () – Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben neue Hinweise auf die soziale Organisation in der Urgeschichte gefunden. Das teilte die Universität am Freitag mit.
Im Zentrum der Untersuchungen steht ein besonderer Gebäudetyp, sogenannte Megastrukturen, der nun erstmals auch in einer kleineren Siedlung in Rumänien nachgewiesen wurde.
Bei Ausgrabungen in der Nähe von Stăuceni im nordostrumänischen Kreis Botoșani entdeckte ein Team um die Archäologin Doris Mischka eine Megastruktur der Cucuteni-Tripolje-Kultur. Das Gebäude ist mit rund 350 Quadratmetern mehr als dreimal so groß wie die umliegenden Wohnhäuser.
Die Siedlung selbst umfasst 45 Hausgrundrisse und ist damit deutlich kleiner als vergleichbare Siedlungen in der Ukraine, die bis zu 3.000 Häuser aufwiesen. Die Forschenden fanden zudem Hinweise darauf, dass die Megastruktur nicht am Anfang der Siedlung errichtet wurde, sondern erst im Laufe ihrer Entwicklung.
Die Bauweise der Megastrukturen unterscheidet sich von normalen Wohnhäusern.
Unter dem Fußboden fanden die Forschenden einen umlaufenden Fundamentgraben mit mächtigen Pfosten. Im Inneren entdeckten sie vergleichsweise wenige Artefakte, darunter Keramikscherben, Überreste der Steinbearbeitung sowie verkohlte Getreidekörner und einen Samen des Schwarzen Bilsenkrauts, einer Pflanze mit psychoaktiver Wirkung. „Wir können noch nicht sicher sagen, ob das ein Versammlungshaus, ein ritueller Ort oder vielleicht beides war“, sagte Mischka.
Die Arbeiten in Stăuceni sollen fortgesetzt werden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Doris Mischka
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universität, Doris Mischka, Cucuteni-Tripolje-Kultur, Stăuceni, nordostrumänischen Kreis Botoșani.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erlangen, Stăuceni, Botoșani, Rumänien
Worum geht es in einem Satz?
Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben in Rumänien eine bedeutende Megastruktur der Cucuteni-Tripolje-Kultur entdeckt, die Hinweise auf die soziale Organisation der Urgeschichte liefert und möglicherweise als Versammlungshaus oder ritueller Ort diente.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Forschende der FAU untersuchen soziale Organisation in der Urgeschichte
- Entdeckung einer Megastruktur in Rumänien
- Ausgrabungen in der Nähe von Stăuceni
- Megastruktur der Cucuteni-Tripolje-Kultur
- Größe der Megastruktur: 350 Quadratmeter
- Siedlung mit 45 Hausgrundrissen
- Vergleich zu größeren Siedlungen in der Ukraine
- Bauweise der Megastrukturen unterscheidet sich von Wohnhäusern
- Fund von Fundamentgraben und Pfosten
- Wenige Artefakte im Inneren der Megastruktur
- Anzeichen für rituelle Nutzung oder Versammlungszwecke
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Hinweise auf soziale Organisation in der Urgeschichte
- Erster Nachweis einer Megastruktur in einer kleineren Siedlung in Rumänien
- Entdeckung einer Megastruktur der Cucuteni-Tripolje-Kultur
- Megastruktur deutlich größer als umliegende Wohnhäuser
- Siedlung hat weniger Hausgrundrisse als vergleichbare Siedlungen in der Ukraine
- Hinweise auf zeitliche Entwicklung der Siedlung
- Unterscheidung in Bauweise zwischen Megastrukturen und normalen Wohnhäusern
- Funde im Inneren der Megastruktur (Artefakte, Überreste, Samen)
- Ungeklärte Funktion der Megastruktur (Versammlungshaus, ritueller Ort oder beides)
- Fortsetzung der Ausgrabungen in Stăuceni
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Doris Mischka sagte: „Wir können noch nicht sicher sagen, ob das ein Versammlungshaus, ein ritueller Ort oder vielleicht beides war.“
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