Gesellschaftliche Herausforderungen in Berlin
Berlin () – Die Grünen wollen mit einer Petition gegen geplante Einschnitte bei den staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen mobil machen. „Mit dieser Petition kämpfen wir für eine Politik, die stärkt statt schwächt, die Chancen eröffnet statt verbaut“, sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Mittwoch. Besonders betroffen von den möglichen Kürzungen seien vor allem Frauen, die den Großteil der Sorgearbeit trügen und durch diese Politik weiter in Abhängigkeit und Unsicherheit gedrängt würden.
„Grundlegende Reformen sind dringend erforderlich“, heißt es in dem Aufruf der Partei mit dem Titel „Frauen stärken statt belasten“. Die derzeitigen Pläne der Regierung machten sich aber nicht an die bestehenden Strukturen. Stattdessen gehe es der Bundesregierung darum, Unterstützung zu kürzen, wo geringer Widerstand vermutet werde. Frauen würden durch diese Politik weiter in Teilzeit, Abhängigkeit und Armutsrisiken gedrängt. Hintergrund sind umfassende Kürzungsvorschläge einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Gemeinden, die Mitte April bekannt geworden waren.
Die Grünen kritisieren in ihrem Aufruf vor allem Vorschläge wie die Kürzung im Unterhaltsvorschuss oder die Verschiebung des Ganztagsbetreuungsanspruchs für Schulkinder. Brantner moniert, dass diese vor allem Alleinerziehende träfen und echte Teilhabe erschwerten. Es brauche strukturelle Veränderungen, die entlasteten, absicherten und Frauen die gleichen Chancen auf wirtschaftliche und politische Mitgestaltung ermöglichten.
Konkret fordert die Partei etwa in der Gesundheitsversorgung eine solidarische Kasse für alle, in die auch Beamte, Selbstständige und Gutverdiener einzahlen. Versicherungsfremde Leistungen sollen über Steuern finanziert werden. Außerdem müsse die Ganztagsbetreuung konsequent ausgebaut werden, der Bund müsse die Kommunen dafür finanziell entlasten. Es brauche einen verlässlichen Unterhaltsvorschuss, um Alleinerziehende zu entlasten. Honorarkürzungen in der Psychotherapie müssten verhindert und mehr Therapieplätze geschaffen werden.
Weiter will die Partei, dass faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch verlässliche Kinderbetreuung und Reformen bei Ehegattensplitting sowie kostenloser Mitversicherung gestärkt werden. Für Eltern mit kleinen Kindern und pflegende Angehörige soll eine beitragsfreie Versicherung aber weiterhin möglich bleiben. Es brauche verbindliche Lohntransparenz und wirksame Sanktionen bei Lohndiskriminierung, „damit alle mehr Chancen auf höhere Löhne“ bekämen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Franziska Brantner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die Grünen, Franziska Brantner, T-Online, Bundesregierung, Bund, Ländern, Gemeinden
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Grünen starten eine Petition gegen geplante Kürzungen bei staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen, die insbesondere Frauen in ihrer Rolle als Hauptverantwortliche für die Sorgearbeit benachteiligen und deren wirtschaftliche Situation verschärfen würden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Einschnitte bei staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen
- Kürzungsvorschläge einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Gemeinden
- Fokus der Regierung auf Kürzungen bei geringerem Widerstand
- Betroffene hauptsächlich Frauen, die Sorgearbeit leisten
- Kritik an spezifischen Kürzungen im Unterhaltsvorschuss und Ganztagsbetreuung
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Grünen starten Petition gegen Kürzungen bei staatlichen Hilfen für Kinder, Jugendliche und Behinderte
- Franziska Brantner betont Bedeutung der Petition für Frauen und ihre Sorgearbeit
- Reformen werden als dringend erforderlich angesehen
- Kritisiert werden Kürzungen im Unterhaltsvorschuss und Verschiebung des Ganztagsbetreuungsanspruchs
- Forderungen umfassen solidarische Kasse in der Gesundheitsversorgung, Ausbau der Ganztagsbetreuung und verlässlichen Unterhaltsvorschuss
- Unterstützung für strukturelle Veränderungen zur Förderung von Frauen
- Bedarf an fairen Chancen auf dem Arbeitsmarkt und verbindlicher Lohntransparenz
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Mobilisierung gegen Kürzungen staatlicher Hilfen
- Stärkung statt Schwächung der sozialen Politik
- Eröffnung von Chancen für gefährdete Gruppen
- Abhängigkeit und Unsicherheit für Frauen verstärkt
- Dringender Bedarf an grundlegenden Reformen
- Weiter in Teilzeit und Armutsrisiken gedrängt
- Erschwernis der Teilhabe für Alleinerziehende
- Notwendigkeit strukturierter Veränderungen zur Entlastung
- Solidarische Gesundheitskasse gefordert
- Finanzielle Entlastung der Kommunen für Ganztagsbetreuung
- Verlässlicher Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende
- Verhinderung von Honorarkürzungen in der Psychotherapie
- Schaffung zusätzlicher Therapieplätze
- Stärkung fairer Chancen auf dem Arbeitsmarkt
- Verbindliche Lohntransparenz und Sanktionen gegen Lohndiskriminierung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Grünen-Chefin Franziska Brantner sagt: "Mit dieser Petition kämpfen wir für eine Politik, die stärkt statt schwächt, die Chancen eröffnet statt verbaut."
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