Politik: Streit um Cloud-Auftrag in Berlin
Berlin () – Ein Konsortium um den Internetkonzern Google will offenbar verhindern, dass die Bundesregierung einen millionenschweren Auftrag für eine souveräne Cloud-Lösung der deutschen Verwaltung an die beiden deutschen Konkurrenten SAP und Deutsche Telekom vergibt. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Verweis auf Informationen von Beteiligten, die an dem Verfahren beteiligt sind. Danach legte die Bietergruppe in letzter Minute Beschwerde gegen die Entscheidung ein, den beiden Technikkonzernen einen Auftrag zu erteilen.
Insgesamt summiert sich das Auftragsvolumen den Informationen zufolge auf 250 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren. Von dem Großauftrag sollen zu 30 Prozent auch die beiden Unternehmen SVA und Schwarz Digits profitieren, hieß es. Die doppelte Vergabe soll mögliche Abhängigkeiten vermeiden und durch Redundanzen das Cloud-System absichern.
Die Beschwerde ist ein Rückschlag für die Bemühungen von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU), schnell eine einheitliche Struktur für digitale Anwendungen der deutschen Verwaltung einzuführen, um die schleppende Digitalisierung voranzutreiben. Bisher scheitere der digitale Staat auch an fehlender Vernetzung, hieß es weiter.
Bund, Länder und Kommunen verwalten ihre Daten und digitalen Angebote getrennt voneinander, manche nutzen dafür nicht einmal einen Cloud-Service von den gängigen Anbietern wie Microsoft, Google, Amazon oder SAP, sondern nutzen eigene Server im Keller. Wildberger möchte dies nun vereinheitlichen und eine professionelle, sichere Struktur anbieten, die zudem noch von geopolitischen Verwerfungen unabhängig ist.
Google wollte sich am Montagnachmittag nicht zum Verfahren äußern und begründete dies damit, „dabei nicht als Akteur beteiligt zu sein“ und verwies in diesem Zusammenhang auf seinen Geschäftspartner. Adesso wollte den Vorgang ebenso nicht kommentieren wie das Bundesdigitalministerium.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen der Personen, die im Artikel vorkommen, sind:
Karsten Wildberger.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Google und ein Konsortium legen in letzter Minute Beschwerde gegen die Vergabe eines 250 Millionen Euro schweren Auftrags für eine souveräne Cloud-Lösung an SAP und die Deutsche Telekom ein, was die Bemühungen der Bundesregierung, die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben, behindert.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Beschwerde von Google gegen Vergabeentscheidung
- Wettbewerb mit SAP und Deutsche Telekom
- Millionenauftrag für Cloud-Lösung der deutschen Verwaltung
- Auftragsvolumen von 250 Millionen Euro
- Ziel: Vermeidung von Abhängigkeiten und Sicherstellung von Redundanzen
- Bemühungen um Digitalisierung der deutschen Verwaltung
- Fehlende Vernetzung bei Datenverwaltung
- Geopolitische Unabhängigkeit der Cloud-Struktur
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Google Konsortium beschwert sich über Vergabe an SAP und Deutsche Telekom
- Bietergruppe legte in letzter Minute Beschwerde ein
- Auftragsvolumen von 250 Millionen Euro in vier Jahren
- SVA und Schwarz Digits profitieren zu 30 Prozent
- Beschwerde erschwert Digitalminister Wildbergers Pläne für digitale Verwaltung
- Bisherige Datenverwaltung der Behörden ist getrennt und oft nicht digitalisiert
- Google und Adesso äußern sich nicht zum Verfahren
- Bundesdigitalministerium kommentiert nicht
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rückschlag für die Bemühungen um eine einheitliche digitale Struktur
- Verzögerung der Digitalisierung in der Verwaltung
- Anhaltende getrennte Verwaltung von Daten und digitalen Angeboten
- Mangelnde Vernetzung zwischen Bund, Ländern und Kommunen
- Gefährdung des Projekts zur Schaffung einer professionellen, sicheren Cloud-Lösung
- Risiko geopolitischer Abhängigkeiten bleibt bestehen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Google wollte sich nicht zum Verfahren äußern und begründete dies damit, "dabei nicht als Akteur beteiligt zu sein".
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