Sicherheit und Politik: Phishing-Warnung in Berlin
Berlin () – Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt Politiker und Parteien dringlich vor möglichen Informationsflüssen im Rahmen einer laufenden Phishing-Kampagne gegen Nutzer des Messengerdienstes Signal.
Es sei davon auszugehen, dass „zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden“, heißt es in einem am Dienstag verschickten Warnschreiben des Kölner Inlandsgeheimdienstes an die Fraktionschefs der im Bundestag vertretenen Parteien sowie deren Geschäftsstellen, über das der „Spiegel“ berichtet. „Dem BfV sind bereits zahlreiche hochrangige Betroffenheiten bekannt geworden.“ Angesichts der Natur der Angriffe sei „jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen“.
Bereits im Februar hatten das BfV und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstmals vor der Bedrohung gewarnt, bei der sich ein angeblicher „Signal Support“ bei Nutzern der Messenger-App meldet und sie zur Eingabe von Daten auffordert. Einer derjenigen, die dieser Aufforderung folgten, war der ehemalige BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven, wie der „Spiegel“ berichtet hatte.
Trotz der mehrfachen Warnungen nehmen potenzielle Betroffene die Gefahr aus Sicht des deutschen Inlandsgeheimdienstes offenbar noch nicht ernst genug. Sein Amt empfehle, „dass sie in Zusammenarbeit mit ihren IT-Fachkräften erneut die für Ihre Partei und Ihre Mandatstragenden getroffenen Sicherheitsmaßnahmen überprüfen“, heißt es in dem vom BFV-Präsidenten Sinan Selen unterschriebenen aktuellen „Sicherheitshinweis“ an die Hauptstadt-Politik. Das BSI hat auf seiner Website bereits einen ausführlichen Handlungsleitfaden für potenziell Betroffene veröffentlicht.
Nach Informationen des „Spiegel“ meldeten sich in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche mögliche Opfer bei den Behörden, neben Politikern auch Journalisten. Amerikanische und niederländische Geheimdienste machen Russland für die laufende Angriffswelle verantwortlich.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die im Artikel genannten vollständigen Namen sind:
Arndt Freytag von Loringhoven, Sinan Selen.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Bundeskriminalamt (BKA), Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BND, Arndt Freytag von Loringhoven, Sinan Selen, "Spiegel"
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Köln.
Worum geht es in einem Satz?
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt Politiker und Parteien vor einer aktuellen Phishing-Kampagne, die Nutzer der Messenger-App Signal angreift, wobei bereits hochrangige Betroffene identifiziert wurden und von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Warnung des Bundesamts für Verfassungsschutz vor Phishing-Kampagne
- Zielgruppe sind Nutzer des Messengerdienstes Signal, insbesondere Politiker und Parteien
- Angreifer nutzen gefälschten "Signal Support" zur Datenabfrage
- Bereits im Februar erste Warnung durch BfV und BSI
- Hohe Anzahl bisher unbekannter Betroffenheiten
- Unterschätzung der Bedrohung durch potenzielle Opfer
- Hinweise auf mögliche Verantwortung von russischen Geheimdiensten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt Politiker und Parteien vor Phishing-Kampagne gegen Signal-Nutzer
- Warnschreiben an Fraktionschefs und Geschäftsstellen im Bundestag verschickt
- BfV geht von hoher Dunkelziffer an Betroffenen aus
- Erste Warnungen bereits im Februar durch BfV und BSI
- Ehemaliger BND-Vizepräsident fiel auf Phishing-Angriff herein
- BfV empfiehlt Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen durch IT-Fachkräfte
- BSI veröffentlicht Handlungsleitfaden für Betroffene
- Zahlreiche mögliche Opfer, darunter Politiker und Journalisten, haben sich bei Behörden gemeldet
- Amerikanische und niederländische Geheimdienste machen Russland für die Angriffe verantwortlich
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor Informationsflüssen
- Auslesen zahlreicher Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum
- Bekanntwerden hochrangiger Betroffenheiten
- Höhere Dunkelziffer an Betroffenen erwartet
- Überprüfung von Sicherheitsmaßnahmen empfohlen
- Veröffentlichung eines Handlungsleitfadens durch das BSI
- Zahlreiche mögliche Opfer melden sich bei Behörden
- Verantwortlichkeit von amerikanischen und niederländischen Geheimdiensten gegenüber Russland
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) zitiert, die Politiker und Parteien vor möglichen Informationsflüssen im Rahmen einer Phishing-Kampagne warnt.
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